{"id":5233,"date":"2016-12-14T14:11:54","date_gmt":"2016-12-14T13:11:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=5233"},"modified":"2016-12-14T14:11:54","modified_gmt":"2016-12-14T13:11:54","slug":"hoechstes-ausbildungsniveau-seit-14-jahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/hoechstes-ausbildungsniveau-seit-14-jahren\/","title":{"rendered":"H\u00f6chstes Ausbildungsniveau seit 14 Jahren"},"content":{"rendered":"<p>Die Unternehmen in Nordrhein-Westfalen haben ihr Angebot an Ausbildungspl\u00e4tzen im Jahr 2016 mit einem Zuwachs von 4,2 Prozent erneut erh\u00f6ht. Mit mehr als 105.000 gemeldeten betrieblichen Ausbildungspl\u00e4tzen erreicht das Ausbildungsniveau in Nordrhein-Westfalen den h\u00f6chsten Wert seit 14 Jahren. Der Pr\u00e4sident der Landesvereinigung der Unternehmensverb\u00e4nde Nordrhein-Westfalen, Arndt G. Kirchhoff, betonte am Mittwoch bei der Vorlage der Ausbildungsvertragszahlen 2016 in D\u00fcsseldorf, die Wirtschaft st\u00fcnde zu ihrem Wort und bilde aus \u2013 ohne Wenn und Aber. \u201eDie Unternehmen hierzulande sorgen mit ihrem gro\u00dfen Angebot an Lehrstellen erneut daf\u00fcr, dass Nordrhein-Westfalen zu Recht als Ausbildungsland bezeichnet wird\u201c, sagte der Unternehmerpr\u00e4sident. Sowohl bei der Ausbildungsbetriebsquote (22,8 Prozent) als auch bei der Ausbildungsquote (5,5 Prozent) liege NRW deutlich \u00fcber dem Bundesschnitt (20 Prozent bzw. 5,1 Prozent).<\/p>\n<p>Nach Worten des Unternehmerpr\u00e4sidenten h\u00e4tten sich die Chancen junger Menschen mittelfristig auf einen Ausbildungsplatz deutlich verbessert. W\u00e4hrend die Zahl der Bewerber seit 2007 um 12 Prozent gesunken sei, weise die Zahl der betrieblichen Ausbildungspl\u00e4tze in den vergangenen zehn Jahren ein Plus von 13 Prozent aus. Rein rechnerisch st\u00fcnden damit heute mehr Stellen f\u00fcr deutlich weniger Bewerber zur Verf\u00fcgung als noch vor zehn Jahren.<\/p>\n<p>Als \u201enachhaltig gr\u00f6\u00dfte Herausforderung des Ausbildungsmarktes in NRW\u201c bezeichnete Kirchhoff die zunehmende Matching-Problematik \u2013 also das Zueinanderfinden von Ausbildungsplatzangeboten und jungen Menschen. So sei die Zahl der im Jahr 2016 unbesetzten Ausbildungspl\u00e4tze in NRW um 15 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr erneut gestiegen und erreiche inzwischen den h\u00f6chsten Stand seit 19 Jahren. \u201eWo ein Ausbildungsplatz nicht besetzt werden kann, wird auch kein Ausbildungsvertrag abgeschlossen\u201c, erkl\u00e4rte Kirchhoff.<\/p>\n<p>Der leichte R\u00fcckgang bei den Ausbildungsvertr\u00e4gen und der Anstieg bei den unbesetzten Pl\u00e4tzen bereiteten ihm Sorge, so Kirchhoff. Die Unternehmen wollten ihre angebotenen Ausbildungspl\u00e4tze auch erfolgreich besetzen. \u201eEs geht vor allem um den passenden Bewerber\u201c, sagte Kirchhoff. Gleichzeitig k\u00f6nnten Unternehmen ihre Anforderungen nicht unbegrenzt absenken. \u201eDas w\u00e4re gleicherma\u00dfen wirklichkeitsfremd wie auf Dauer f\u00fcr die Betriebe wettbewerbsgef\u00e4hrdend.\u201c Die berufliche Praxis werde durch die Digitalisierung immer anspruchsvoller. Kirchhoff forderte junge Menschen au\u00dferdem zu mehr Beweglichkeit in ihrem Berufswahlverhalten auf. Es k\u00f6nne nicht jeder Jugendliche seinen Wunschberuf an seinem Wunschort erlernen. Unternehmen k\u00f6nnten nur Ausbildungspl\u00e4tze in jenen Berufsfeldern anbieten, die zuk\u00fcnftig auch ben\u00f6tigt w\u00fcrden. Eine Ausbildung, die den Bedarf des Arbeitsmarktes ignoriere, sei f\u00fcr Unternehmen wie Auszubildende gleicherma\u00dfen fatal. Die hierzulande vergleichsweise niedrige Jugendarbeitslosigkeit zeige, wie richtig der deutsche Weg eines marktorientierten Ausbildungsangebots sei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Unternehmen in Nordrhein-Westfalen haben ihr Angebot an Ausbildungspl\u00e4tzen im Jahr 2016 mit einem Zuwachs von 4,2 Prozent erneut erh\u00f6ht. 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