{"id":5195,"date":"2016-12-07T08:25:27","date_gmt":"2016-12-07T07:25:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=5195"},"modified":"2016-12-07T08:25:27","modified_gmt":"2016-12-07T07:25:27","slug":"grosser-handlungsbedarf-in-mint-faechern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/grosser-handlungsbedarf-in-mint-faechern\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfer Handlungsbedarf in MINT-F\u00e4chern"},"content":{"rendered":"<p>Nach einem jahrelangen Aufw\u00e4rtstrend haben sich die Kompetenzen deutscher Sch\u00fcler zuletzt nicht weiter verbessert. In Mathematik und den Naturwissenschaften haben sie sich im Vergleich zu anderen OECD-Staaten sogar leicht verschlechtert. Das ist insbesondere angesichts des steigenden Fachkr\u00e4ftebedarfs in den MINT-Berufen eine schlechte Nachricht, auch f\u00fcr die Unternehmen in Siegen-Wittgenstein.<\/p>\n<p>Zwar bleibt Deutschland in der aktuellen PISA-Erhebung im oberen Drittel, doch der Aufschwung der vergangenen Jahre ist vorbei. Insgesamt haben sich die F\u00e4higkeiten hiesiger Sch\u00fcler nicht verbessert. Weil andere L\u00e4nder zulegen konnten, steht Deutschland im Vergleich sogar etwas schlechter da als zuletzt. Besonders problematisch: In Mathematik und den Naturwissenschaften erreichen jeweils 17 Prozent der Sch\u00fcler nicht die Kompetenzstufe 2, sind also nicht ausbildungsreif.<\/p>\n<p>Insbesondere vor dem Hintergrund des MINT-Fachkr\u00e4ftebedarf ist dies bedenklich. Aktuell fehlen in Deutschland 212.000 Fachkr\u00e4fte in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Denn Ende Oktober 2016 waren dort insgesamt rund 400.000 Stellen zu besetzen, bei nur knapp 200.000 arbeitslosen Personen, die in diesem Bereich arbeiten wollen. Die Arbeitskr\u00e4ftel\u00fccke ist im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um 8,9 Prozent gestiegen \u2013 ein Rekordwert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2011.<\/p>\n<p>Dabei fehlen vor allem Nicht-Akademiker: Der Anteil von Facharbeitern, Meistern und Technikern an der gesamten MINT-Arbeitskr\u00e4ftel\u00fccke liegt bei 66 Prozent. Denn w\u00e4hrend der Anteil der MINT-F\u00e4cher an allen Hochschulabsolventen von 31,3 Prozent im Jahr 2005 auf 35,0 Prozent im Jahr 2014 gestiegen ist und die Studienabsolventenquote von 21,1 Prozent auf 31,0 Prozent deutlich zugenommen hat, ist der Anteil der 35- bis 39-J\u00e4hrige mit einer MINT-Berufsausbildung von 24 auf 20,5 Prozent gesunken. Bei den 30- bis 34-J\u00e4hrigen sank der entsprechende Anteil im selben Zeitraum von 22,3 Prozent auf 18,8 Prozent.<\/p>\n<p>Vor allem in den MINT-Ausbildungsberufen wird es also darauf ankommen, mehr junge Menschen f\u00fcr diese Berufe zu gewinnen. Dabei kommt der schulischen Bildung in Mathematik und den Naturwissenschaften eine besondere Bedeutung zu.<\/p>\n<p>&#8222;Wir unterst\u00fctzen die Schulen deshalb auf vielf\u00e4ltige Weise&#8220;, unterstreicht Dr. Thorsten Doublet, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Arbeitgeberverb\u00e4nde Siegen-Wittgenstein. \u00a0Von der Grundschule bis zur Universit\u00e4t reiche das Angebot an unterschiedlichen MINT-Projekten. &#8222;Unsere Unternehmen ben\u00f6tigen in den n\u00e4chsten Jahren qualifizierte Fachkr\u00e4fte, die den Wandel in die digitalisierte Wirtschaft mitgestalten. Gerade in den gewerblich-technischen Berufen wird dieser Wandel f\u00fcr viele junge Leute attraktive Karriereperspektiven er\u00f6ffnen.&#8220; Eine grundlegende Voraussetzung daf\u00fcr bleibt aber eine gute MINT-Bildung. &#8222;Was in unserem Bildungssystem vers\u00e4umt wurde, kann die Wirtschaft nur noch schwer aufholen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einem jahrelangen Aufw\u00e4rtstrend haben sich die Kompetenzen deutscher Sch\u00fcler zuletzt nicht weiter verbessert. 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