{"id":5179,"date":"2016-12-02T13:58:46","date_gmt":"2016-12-02T12:58:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=5179"},"modified":"2016-12-02T13:59:23","modified_gmt":"2016-12-02T12:59:23","slug":"saxofon-toene-physikalisch-bestimmt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/saxofon-toene-physikalisch-bestimmt\/","title":{"rendered":"Saxofon-T\u00f6ne physikalisch bestimmt"},"content":{"rendered":"<p>Georg Seiffarth (St\u00e4dtisches Gymnasium Kreuztal), Konstantin Richter (Gymnasium Wilnsdorf) und Niklas Nickel (Peter-Paul-Rubens-Gymnasium Siegen) hei\u00dfen die Gewinner des VDI-IHK-Oberstufenpreises 2016. Der Preis ist mit 9000 Euro dotiert und wurde in diesem Jahr zu je einem Drittel durch den VDI, die IHK und der EMG Automation GmbH aus Wenden gestiftet. Seit 2009 zeichnet der Preis die Sch\u00fcler aller Gymnasien und Gesamtschulen in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe aus, die hervorragende Facharbeiten in den F\u00e4chern Biologie, Physik, Chemie, Informatik oder Mathematik erstellt haben. Die Arbeiten m\u00fcssen dabei mit mindestens 13 Punkten bewertet sein.<\/p>\n<p>IHK-Pr\u00e4sident Felix G. Hensel, Dr.-Ing. Axel M\u00fcller, Vorsitzender des Siegener Bezirksvereins des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI), und Siegfried Koepp, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der EMG Automation GmbH, \u00fcberreichten die Preise in einem Festakt. Mitgestaltet wurde der Abend vom Fagott-Ensemble der Fritz-Busch-Musikschule Siegen unter der Leitung von Gudrun Kr\u00f6niger. Insgesamt hatten 29 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aus den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe ihre Bewerbung eingereicht. Eine fachkundige Jury w\u00e4hlte anschlie\u00dfend drei Arbeiten und Gewinner aus, die ihre Werke im Bernhard-Weiss-Saal vorstellten und ihre Ehrungen entgegennahmen.<\/p>\n<p>Georg Seiffarth erhielt den 1. Preis f\u00fcr seine Facharbeit mit dem Thema \u201eFrequenzbestimmung der T\u00f6ne eines Saxofons mit dem Saxotone Master 1.0\u201c, f\u00fcr die er im Fach Physik 15 Punkte bekommen hatte. Der 17-J\u00e4hrige Sch\u00fcler vom St\u00e4dtischen Gymnasium in Kreuztal hatte sein Hobby, das Saxofon-Spielen, zum Ausgangspunkt seiner Arbeit genommen. Die Fragestellung war, wie man spontane Improvisationen in Noten umwandeln und somit digital erfassen kann. Dazu hat Georg Seiffarth ein Ger\u00e4t entworfen, das die Frequenz des gespielten Tons bestimmt und ausgibt. Diese wird dann mit den Frequenzen des Notensystems abgeglichen und erm\u00f6glicht es, die Komposition festzuhalten. \u201eDie Besch\u00e4ftigung mit Bauart, Programmierung und dem Abgleich zur Musik, das zeugt von echtem Forscherwillen. Gepaart mit der Umsetzung handwerklicher T\u00e4tigkeiten sind das die richtigen Voraussetzungen einer gelungenen Arbeit\u201c, lobte Siegfried Koepp, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der EMG Automation GmbH, die Gewinnerarbeit und \u00fcberreichte das Preisgeld in H\u00f6he von 3000 Euro.<\/p>\n<p>Auch Konstantin Richter (Gymnasium Wilnsdorf) erhielt f\u00fcr seine Facharbeit mit dem Titel \u201eT\u00fcrkn\u00e4ufe \u2013 eine Gesundheitsgefahr? Bestimmung von Antibiotikaresistenzen verschiedener Bakterienkulturen anhand von Proben aus unserer Schule\u201c im Fach Biologie (15 Punkte) viel Lob. Dipl.-Ing. Rainer Dango (Dango &amp; Dienenthal Maschinenbau GmbH) \u00fcberreichte dem Sch\u00fcler als Jury-Mitglied den zweiten Preis, der immerhin noch mit 2400 Euro dotiert war. Insbesondere Konstantin Richters Eigeninitiative und die praktische Anwendung seiner Kenntnisse hatten die Jury \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p>Den dritten Platz wies die Jury Niklas Nickel zu. Der Sch\u00fcler des Peter-Paul-Rubens-Gymnasiums Siegen schrieb im Fach Chemie die Arbeit \u201eTitandioxid \u2013 mehr als nur Wandfarbe \u2013 Synthese und Charakterisierung sowie Er\u00f6rterung der Eigenschaften von Titan(IV)-oxid Nanopartikeln\u201c und bekam daf\u00fcr 15 Punkte. F\u00fcr seine Facharbeit stellte der Sch\u00fcler selbst Nanopartikel aus Titandioxid her und untersuchte ihre Eigenschaften, die sich erheblich von denen des Stoffs in Normalform unterscheiden. Dr.-Ing. Axel M\u00fcller, Vorsitzender des Vorstandes des VDI Siegener Bezirksverein, \u00fcberreichte ihm ein Preisgeld von 1500 Euro nebst Urkunde f\u00fcr Platz 3.<\/p>\n<p>Der vierte Preis ging an das St.-Franziskus-Gymnasium Olpe: Die Jury w\u00e4hlte Timo Breuer mit seiner Arbeit \u201eBau eines Prozesskranschwingungsd\u00e4mpfers (Anfertigen eines Modells)\u201c aus dem Fach Physik. Platz f\u00fcnf belegte Tim Steinberg vom Gymnasium der Stadt Lennestadt. Er hatte sich in seiner Facharbeit im Bereich Biologie\/Chemie mit dem Thema \u201eDie Wirkung von UV-bestrahltem Plastik auf Organismen\u201c besch\u00e4ftigt. Timo Breuer erhielt ein Preisgeld von 1200 Euro, Tim Steinberg als F\u00fcnfter 900 Euro.<\/p>\n<p>Siegfried Koepp, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der EMG Automation GmbH, lobte die eingereichten Arbeiten. Darin sei deutlich geworden, welches Potenzial, welche Leistungsst\u00e4rke und welcher Wissensdrang in den Jugendlichen steckten. \u201eSie k\u00f6nnen ein Thema durchdringen, arbeiten dabei kreativ, originell, pragmatisch, akribisch und wissenschaftlich. Damit sind sie f\u00fcr eine erfolgreiche Zukunft gut ger\u00fcstet. Das ist auch f\u00fcr uns als Unternehmer wichtig, denn unser Erfolg h\u00e4ngt wesentlich davon ab, dass unsere Mitarbeiter genau diese Eigenschaften mit- und einbringen.\u201c Deshalb habe er gerne in diesem Jahr den Preis gestiftet. Auch IHK-Pr\u00e4sident Felix G. Hensel lobte die Werke und gab den Oberstufensch\u00fclern noch etwas mit auf den Weg: \u201eIn unserer Region ist technisches und naturwissenschaftliches Wissen wichtig. Das produzierende Gewerbe macht etwa die H\u00e4lfte der Wirtschaftsleistung aus, deshalb brauchen wir technisch versiertes und interessiertes Personal. Insofern ist es unser Ziel, dass m\u00f6glichst viele junge Menschen Technik genauso faszinierend finden wie wir. Jede einzelne eingereichte Arbeit wies eindrucksvoll nach, wie spannend naturwissenschaftlich-technische Themen sein k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>VDI-IHK-Oberstufenpreis 1. Platz<\/p>\n<p>Georg Seiffarth<\/p>\n<p>Der Hobbymusiker spielt seit seinem achten Lebensjahr Saxofon. Dabei wendet er sich seit einiger Zeit immer st\u00e4rker der Improvisation zu. Dabei bedauerte er, dass es nicht m\u00f6glich war, das Gespielte zu reproduzieren, da ja bei den Improvisationen eben keine Noten vorlagen. Demzufolge entwickelte Georg Seiffarth ein Ger\u00e4t, das den mit dem Saxofon gespielten Ton erfasst, dessen Frequenz bestimmt und daraus die Note ableitet. Somit wird es m\u00f6glich, die Improvisation sp\u00e4ter als Notenschrift festzuhalten. F\u00fcr diese Arbeit erhielt Georg Seiffarth im Fach Physik 15 Punkte und gewann den mit 3000 Euro dotierten ersten Platz beim VDI-IHK-Oberstufenpreis. Eigens f\u00fcr seine Arbeit baute der 17-j\u00e4hrige Sch\u00fcler vom St\u00e4dtischen Gymnasium in Kreuztal einen von ihm entworfenen \u201eSaxotone Master 1.0\u201c, der die Frequenzen der gespielten T\u00f6ne des Saxofons \u00fcbernimmt. Die Jury lobte bei Seiffarths Arbeit vor allem die Verkn\u00fcpfung von Leidenschaft, physikalischen Eigenschaften, praktischer Anwendung und Kreativit\u00e4t.<\/p>\n<p>VDI-IHK-Oberstufenpreis 2. Platz<\/p>\n<p>Konstantin Richter<\/p>\n<p>Der 17-j\u00e4hrige Sch\u00fcler beschreibt in seiner Facharbeit eindr\u00fccklich, wie sehr die Gesundheit von Menschen davon abh\u00e4ngt, dass der Medizin wirksame Antibiotika zur Verf\u00fcgung stehen. F\u00fcr die Arbeit \u201eT\u00fcrkn\u00e4ufe \u2013 eine Gesundheitsgefahr? Bestimmung von Antibiotikaresistenzen verschiedener Bakterienkulturen anhand von Proben aus unserer Schule\u201c im Fach Biologie bekam er mit 15 Z\u00e4hlern die volle Punktzahl und landete beim VDI-IHK-Oberstufenpreis zudem auf dem mit 2400 Euro dotierten zweiten Platz. Der Sch\u00fcler des Gymnasiums Wilnsdorf machte den Test ganz praktisch: Er nahm Proben an viel genutzten T\u00fcrkn\u00e4ufen in seiner Schule, kultivierte und bestimmte die Bakterien und wies nach, ob bereits Antibiotikaresistenzen vorlagen. Dabei arbeitete er mit dem Hygieneinstitut Siegen zusammen. F\u00fcr das Gymnasium konnte er jedoch Entwarnung geben: Die Belastung mit Bakterien ist an den untersuchten T\u00fcrgriffen relativ gering.<\/p>\n<p>VDI-IHK-Oberstufenpreis 3. Platz<\/p>\n<p>Niklas Nickel<\/p>\n<p>Nanopartikel werden immer h\u00e4ufiger zu unterschiedlichen Zwecken eingesetzt. Niklas Nickel fand das spannend und hat sich deshalb mit einer bestimmten Art intensiv auseinander gesetzt. Seine Facharbeit \u201eTitandioxid \u2013 mehr als nur Wandfarbe \u2013 Synthese und Charakterisierung sowie Er\u00f6rterung der Eigenschaften von Titan(IV)-oxid Nanopartikeln\u201c zeigt eindrucksvoll, wie tief der Sch\u00fcler in die komplexe Materie eingestiegen ist. Sie wurde im Fach Chemie mit 15 Punkten bewertet und nun mit dem auf 1500 Euro dotierten dritten Platz beim VDI-IHK-Oberstufenpreis ausgezeichnet. Der 16-j\u00e4hrige Sch\u00fcler des Peter-Paul-Rubens-Gymnasiums Siegen hat Nanopartikel des Titandioxids hergestellt und diese auf ihre Eigenschaften untersucht. Dabei bewies er eine hohe Akribie und gro\u00dfen Forschergeist. Durch die Zusammenarbeit mit der Universit\u00e4t Siegen konnten weitreichende Untersuchungen erfolgen, die zum Beispiel die UV-Empfindlichkeit des Nano-Materials nachweisen.<\/p>\n<p>VDI-IHK-Oberstufenpreis 4. Platz<\/p>\n<p>Timo Breuer<\/p>\n<p>Den vierten Preis und somit auch eine Pr\u00e4mie von 1200 Euro sicherte sich Timo Breuer vom St.-Franziskus-Gymnasium Olpe mit seiner Facharbeit \u201eBau eines Prozesskranschwingungsd\u00e4mpfers (Anfertigen eines Modells\u201c). Der 18-j\u00e4hrige Wendener hat sich mit der D\u00e4mpfung von Schwingungen bei Prozesskr\u00e4nen, am Beispiel eines Br\u00fcckenkrans, der in der Industrie vielfach eingesetzt wird, besch\u00e4ftigt. Nach dem Durchdringen der Theorie baute er ein Modell, mit dem er nachwies, dass es m\u00f6glich ist, das Nachschwingen der Last beim Stoppen des Krans zu verringern. Diese praktische L\u00f6sung f\u00fcr ein allt\u00e4gliches Problem in vielen Unternehmen beeindruckte die Jury.<\/p>\n<p>VDI-IHK-Oberstufenpreis 5. Platz<\/p>\n<p>Tim Steinberg<\/p>\n<p>Was passiert eigentlich mit Plastik, das zum Beispiel in den Ozeanen als M\u00fcllverschmutzung Salzwasser und Sonnenlicht ausgesetzt ist und wie wirkt sich das aus? Damit befasste sich Tim Steinberg in seiner Facharbeit im Fach Biologie\/Chemie. Dazu bestrahlte er verschiedene Kunststoffe mit UV-Licht, setzte sie Wasser aus und testete den Einfluss auf Organismen, indem er mit diesem Wasser Kresse und Tabakpflanzen goss. Dabei beobachtete er durchaus deutliche Auswirkungen und entwickelte sogar eine eigene Methode, den Nikotingehalt in Tabakpflanzen zu bestimmen. Das \u00fcberzeugte die Jury so, dass der 16-j\u00e4hrige Sch\u00fcler des Gymnasiums der Stadt Lennestadt mit dem 5. Platz und 900 Euro belohnt wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Georg Seiffarth (St\u00e4dtisches Gymnasium Kreuztal), Konstantin Richter (Gymnasium Wilnsdorf) und Niklas Nickel (Peter-Paul-Rubens-Gymnasium Siegen) hei\u00dfen die Gewinner des VDI-IHK-Oberstufenpreises 2016. 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