{"id":5001,"date":"2016-11-07T16:08:55","date_gmt":"2016-11-07T15:08:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=5001"},"modified":"2016-11-07T16:08:55","modified_gmt":"2016-11-07T15:08:55","slug":"das-hygienebarometer-zeigt-dunkle-wolken-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/das-hygienebarometer-zeigt-dunkle-wolken-an\/","title":{"rendered":"Das \u201eHygienebarometer\u201c zeigt dunkle Wolken an"},"content":{"rendered":"<p>Mehr als zwei Drittel der Unternehmen lehnen es ab, die Ergebnisse von Lebensmittelkontrollen \u00f6ffentlich auszuh\u00e4ngen und sie im Internet zu ver\u00f6ffentlichen. Das ist das Ergebnis einer Befragung von mehr als 130 Unternehmen, die von dem neuen Transparenzsystem zur Lebensmittelhygiene betroffen sein k\u00f6nnten. Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen plant, dass durch das sogenannte \u201eHygienebarometer\u201c die Ergebnisse der Lebensmittelkontrollen demn\u00e4chst \u00f6ffentlich gemacht werden m\u00fcssen. Dann m\u00fcssen Gastst\u00e4tten und andere Lebensmittelverarbeiter die Ergebnisse aush\u00e4ngen, au\u00dferdem sollen diese \u00fcber eine Internetplattform ver\u00f6ffentlicht werden. Das lehnen sogar fast drei Viertel der Befragten ab. Immerhin ein Drittel der Befragten f\u00fchlt sich durch die Einf\u00fchrung unter Generalverdacht gestellt. Insofern sehen die Gastronomen, die H\u00e4ndler mit \u201ehei\u00dfer Theke\u201c und die Tankstellen mit Kaffeebar dunkle Wolken am Horizont aufziehen: Noch mehr B\u00fcrokratie, die die Kosten steigert und den vorwiegend sehr kleinen Unternehmen unn\u00f6tig das Leben schwer macht.<\/p>\n<p>Mehr als 70 Prozent der Unternehmer sind der Meinung, die bisherige Regelung reiche aus. Immerhin werden Betriebe, die die Mindestanforderungen an die Hygiene nicht erf\u00fcllen, geschlossen. Insofern gebe es keinen Grund, solche sensiblen Daten zu ver\u00f6ffentlichen. Bernhard Schwermer, Gastwirt im Rhein-Weser-Turm und Mitglied der IHK-Vollversammlung, weist auf den ohnehin schon hohen Aufwand hin: \u201eAls Gastronomen arbeiten wir bereits heute unter etlichen b\u00fcrokratischen Knuten. Das wird durch das neue Vorhaben noch einmal getoppt. Ich appelliere mit besonderem Nachdruck an unsere heimischen Landtagsabgeordneten, diesem Vorhaben endlich Einhalt zu gebieten.\u201c<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus ist mehr als jeder zweite befragte Betrieb der Meinung, die Einf\u00fchrung der \u201eHygiene-Ampel\u201c, wie das Instrument auch genannt wird, schaffe Ungleichbehandlungen. Denn es m\u00fcssen nur die vorliegenden Ergebnisse ver\u00f6ffentlicht werden. Wer nicht gepr\u00fcft wird, muss auch nichts ver\u00f6ffentlichen. Schwermer: \u201eDabei k\u00f6nnen fl\u00e4chendeckende Kontrollen ohnehin nicht gew\u00e4hrleistet werden, immerhin 15 Prozent der Betriebe werden nur alle zwei Jahre oder noch seltener kontrolliert. Das sollte der Politik doch zu denken geben.\u201c Durch die \u201eAmpel\u201c k\u00f6nnten falsche Vorstellungen \u00fcber die hygienischen Zust\u00e4nde hervorgerufen werden. F\u00fcnf von zehn Unternehmern gehen davon aus, dass das Hygienebarometer die Verbraucher eher verunsichern wird.<\/p>\n<p>Immerhin knapp ein Viertel der Unternehmen jedoch begr\u00fc\u00dft das Vorhaben, die Ver\u00f6ffentlichung im Internet finden nur 16 Prozent positiv. Ein Viertel der Gastronomen und H\u00e4ndler sieht durch die Ver\u00f6ffentlichung mittels eines \u201eBarometers\u201c das Vertrauen der Kunden in den eigenen Betrieb gest\u00e4rkt und hofft auf einen positiven Werbeeffekt. Etwa ein F\u00fcnftel findet es gut, dass dadurch Betriebe, die negativ auffallen, schneller vom Markt verschwinden k\u00f6nnten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehr als zwei Drittel der Unternehmen lehnen es ab, die Ergebnisse von Lebensmittelkontrollen \u00f6ffentlich auszuh\u00e4ngen und sie im Internet zu ver\u00f6ffentlichen. 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