{"id":4921,"date":"2016-10-25T16:11:20","date_gmt":"2016-10-25T14:11:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=4921"},"modified":"2016-10-26T15:21:13","modified_gmt":"2016-10-26T13:21:13","slug":"erste-promotionsstipendien-auf-den-weg-gebracht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/erste-promotionsstipendien-auf-den-weg-gebracht\/","title":{"rendered":"Promotionsstipendien vergeben"},"content":{"rendered":"<p>Die erste Dissertation hat die komplizierten Gro\u00dfraum- und Schwertransportprobleme zum Inhalt, die zweite Arbeit befasst sich damit, Ventilfedern in Verbrennungsmotoren zu optimieren. Zwei v\u00f6llig unterschiedliche Themen, die zwei Dinge gemeinsam haben: Beide Dissertationen werden derzeit an der Universit\u00e4t Siegen erstellt. Und beide Promotionen finanziert die Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) durch ein Stipendium. \u201eDamit sind es die ersten beiden Doktorarbeiten \u00fcberhaupt, die von uns ein Stipendium erhalten. Wir wollen durch diese Art der wissenschaftlichen Nachwuchsf\u00f6rderung nicht zuletzt auch einen Beitrag zu einem noch intensiveren Miteinander von hiesigen Unternehmen und heimischer Universit\u00e4t leisten\u201c, erl\u00e4uterte IHK-Pr\u00e4sident Felix G. Hensel das Vorhaben.<\/p>\n<p>Neun Ideen f\u00fcr wissenschaftliche Arbeiten wurden im ersten Halbjahr an die IHK herangetragen: von Unternehmen, von Studierenden und von Lehrstuhlinhabern. \u201eDie Ausformulierung des Themas war zun\u00e4chst auch nicht so wichtig\u201c, verdeutlichte Felix G. Hensel. \u201eUns ging es zuvorderst darum, dass aus der Wirtschaft heraus Problemstellungen formuliert werden, die man m\u00f6glicherweise wissenschaftlich vertiefen kann.\u201c \u00dcber die Wissenschaftlichkeit der Promotionsideen entschied im zweiten Schritt die Kommission f\u00fcr Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der Universit\u00e4t Siegen unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Haring Bolivar, der aus Sicht der Universit\u00e4tsleitung diese neuartige Form der Zusammenarbeit von Hochschule und IHK begr\u00fc\u00dfte: \u201eWir freuen uns als Hochschule \u00fcber diesen Ansatz. Es ist gro\u00dfartig, wenn innovationsrelevante Fragestellungen und eine tiefgr\u00fcndige wissenschaftliche Bearbeitung von Themen, die f\u00fcr unsere Region wichtig sind, konkret angegangen werden. \u00dcber die F\u00f6rderung von jungen Menschen, die diese Themen angehen, freue ich mich besonders. Wir streben an, diese Kooperation mit dem sich im Aufbau befindlichen \u201ehouse of joung talents\u201c noch weiter zu intensivieren.\u201c<\/p>\n<p>Die Kommission f\u00fcr Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs unterbreitete einer aus Unternehmensvertretern gebildeten Jury schlie\u00dflich drei in ihren Augen f\u00f6rderf\u00e4hige Promotionsprojekte. Aus diesen Vorschl\u00e4gen w\u00e4hlte die Jury die beiden Themen \u201eOptimierung intermodaler Gro\u00dfraum- und Schwertransporte\u201c von Julia Holler unter der Betreuung von Prof. Dr. J\u00fcrgen Steinbrecher sowie das Thema von Nagarjuna Remalli \u201eH\u00f6chstfester Ventilfederdraht \u2013 Charakterisierung festigkeitssteigernder Mechanismen\u201c (Betreuer: Prof. Dr. Robert Brandt) aus. Felix G. Hensel: \u201eW\u00e4hrend das eine Vorhaben einer regionalwirtschaftlich mehr als bedeutsamen Fragestellung nachgeht, ist das andere Vorhaben unternehmensbezogener und d\u00fcrfte von den Ergebnissen tendenziell eher die Firmen im Olper Raum interessieren.\u201c Die IHK sei bestrebt, in den kommenden Jahren weitere regionalwirtschaftliche Fragestellungen \u00fcber ihr Programm zu finanzieren. Dasselbe gelte f\u00fcr praxisbezogene Fragestellungen einzelner Unternehmen, die wissenschaftlich erforscht w\u00fcrden. Das Vorhaben von Mubea sei das erste dieser Art, dem weitere aus Unternehmen folgen sollten.<\/p>\n<p>Julia Hollers Arbeit zielt vor allem darauf ab, ein Optimierungskonzept f\u00fcr den Gro\u00dfraum- und Schwertransportverkehr in Deutschland zu entwickeln. Dazu werden kurzfristig Informationen \u00fcber Baustellen in die Routenplanung integriert. Julia Holler behandelt damit ein Thema, das vor allem im Siegener Kernraum seit Jahren zahlreichen Unternehmen unter den N\u00e4geln brennt. Wiederholt wurde es auf die politische B\u00fchne gehoben, ohne dass es bisher zu durchgreifenden Verbesserungen gekommen w\u00e4re. \u201eGel\u00e4nge es, hier zu neuen Ans\u00e4tzen zu kommen, w\u00e4re dies aus Sicht der regionalen Wirtschaft uneingeschr\u00e4nkt zu begr\u00fc\u00dfen\u201c, betonte der IHK-Pr\u00e4sident.<\/p>\n<p>Das sehr technische Vorhaben von Nagarjuna Remalli wird in Zusammenarbeit mit dem Attendorner Unternehmen Mubea erarbeitet. Die Dissertation zielt darauf ab, den Schadstoffaussto\u00df und den Energieverbrauch von Verbrennungsmotoren durch optimierte Ventilfedern nachhaltig zu reduzieren. Festigkeitssteigernde Mechanismen in Federdr\u00e4hten sollen dabei charakterisiert und in neuartigen Ventilfedern nutzbar gemacht werden. Das Promotionsvorhaben unterst\u00fctzt zugleich den Vorsto\u00df der Universit\u00e4t Siegen, mit Instituten der indischen Universit\u00e4t in Hyderabad die Forschungszusammenarbeit zu intensivieren.<\/p>\n<p>Die zweij\u00e4hrige F\u00f6rderung der beiden Promovenden in H\u00f6he von jeweils 1.500 Euro pro Monat hat im Sommer begonnen. Da die IHK im Jahre 2016 bis zu vier Stipendien vergibt, wird die Jury in einer zweiten F\u00f6rderrunde im November \u00fcber weitere Themenvorschl\u00e4ge befinden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die erste Dissertation hat die komplizierten Gro\u00dfraum- und Schwertransportprobleme zum Inhalt, die zweite Arbeit befasst sich damit, Ventilfedern in Verbrennungsmotoren zu optimieren. 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