{"id":4420,"date":"2016-08-16T10:44:54","date_gmt":"2016-08-16T08:44:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=4420"},"modified":"2016-08-16T10:44:54","modified_gmt":"2016-08-16T08:44:54","slug":"kostendaempfung-statt-beitragserhoehung-ist-das-gebot-der-stunde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/kostendaempfung-statt-beitragserhoehung-ist-das-gebot-der-stunde\/","title":{"rendered":"Kostend\u00e4mpfung statt Beitragserh\u00f6hung ist das Gebot der Stunde"},"content":{"rendered":"<p>Der kassenindividuelle Zusatzbeitrag, den die Arbeitnehmer ohne Beteiligung ihrer Arbeitgeber zahlen m\u00fcssen, droht bis 2020 von derzeit durchschnittlich 1,1 auf dann 2,4 Prozent zu steigen. Dieses Ergebnis des Duisburger Gesundheits\u00f6konom J\u00fcrgen Wasem ist Wasser auf die M\u00fchlen derer, denen der Zusatzbeitrag schon immer ein Dorn im Auge war. Doch ihn abzuschaffen w\u00e4re die falsche Therapie.<\/p>\n<p>Richtig ist zwar, dass die Ausgaben in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) st\u00e4rker steigen als die beitragspflichtigen Einkommen je Versicherten \u2013 nach Berechnungen des <a href=\"http:\/\/www.iwkoeln.de\/presse\/iw-nachrichten\/beitrag\/gesetzliche-krankenversicherung-falsche-therapie-erstickt-wettbewerb-297744\" target=\"_blank\">IW K\u00f6ln<\/a> seit der Wiedervereinigung um durchschnittlich 1,2 Prozentpunkte pro Jahr. Allerdings sind die beitragspflichtigen Einkommen der gesetzlich Versicherten im gleichen Zeitraum keineswegs eingebrochen. Deshalb muss eine ursachengerechte Therapie auf der Ausgabenseite ansetzen. Hier hat der Staat bislang keinen nachhaltigen Erfolg gehabt, wann immer er versucht hat, mit einzelnen Ma\u00dfnahmen wie der Praxisgeb\u00fchr oder den Zuzahlungen, die Kosten zu d\u00e4mpfen. Zielf\u00fchrend w\u00e4re es deshalb viel eher, den Wettbewerb anzukurbeln. Doch damit das funktioniert, muss sich Kostenbewusstsein f\u00fcr die Versicherten wirklich lohnen.<\/p>\n<p>Den einkommensabh\u00e4ngigen Arbeitnehmerzusatzbeitrag abzuschaffen, ist daf\u00fcr der v\u00f6llig falsche Weg: Je kostenbewusster die Versicherten auf unterschiedlich hohe Zusatzbeitr\u00e4ge reagieren, desto eher geraten die Kassen und Leistungsanbieter unter Druck, die Versorgung m\u00f6glichst effizient zu organisieren.<\/p>\n<p>Zudem ist es ohnehin illusorisch, zu glauben, dass es Versicherten finanziell wirklich hilft, wenn die Arbeitgeber einen h\u00f6heren Anteil an den GKV-Kosten zahlen m\u00fcssen. Schlie\u00dflich haben Unternehmen immer die tats\u00e4chlichen Arbeitskosten, also einschlie\u00dflich der Lohnnebenkosten, im Blick \u2013 wer welchen Teil der Krankenversicherung auf dem Papier \u201ezahlt\u201c, ist daf\u00fcr nicht wichtig.<\/p>\n<p>Statt auf eine Verschleierungstaktik zu setzen, w\u00e4re es seitens der Politik also ehrlicher, den Versicherten reinen Wein einzuschenken: Wenn die Ausgaben steigen, k\u00f6nnen die Arbeitnehmer \u00fcber eine g\u00fcnstigere Kasse zumindest einen gewissen Einfluss auf die Ausgabenentwicklung nehmen. Das kann umso besser gelingen je klarer dieses Preissignal zum Beispiel durch den Zusatzbeitrag ausf\u00e4llt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der kassenindividuelle Zusatzbeitrag, den die Arbeitnehmer ohne Beteiligung ihrer Arbeitgeber zahlen m\u00fcssen, droht bis 2020 von derzeit durchschnittlich 1,1 auf dann 2,4 Prozent zu steigen&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4421,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[32],"tags":[],"class_list":["post-4420","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-infos"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/medical-563427_1280-1.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4420","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4420"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4420\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4422,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4420\/revisions\/4422"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4421"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4420"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4420"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4420"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}