{"id":4320,"date":"2016-08-02T11:32:44","date_gmt":"2016-08-02T09:32:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=4320"},"modified":"2016-08-03T12:08:52","modified_gmt":"2016-08-03T10:08:52","slug":"remonet-macht-siegen-fit-fuer-die-mobile-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/remonet-macht-siegen-fit-fuer-die-mobile-zukunft\/","title":{"rendered":"Remonet macht Siegen fit f\u00fcr die mobile Zukunft"},"content":{"rendered":"<p>Die Bundesregierung f\u00f6rdert die Elektromobilit\u00e4t in Deutschland inzwischen mit Milliardenbetr\u00e4gen. Alleine f\u00fcr die Kaufpr\u00e4mie von Elektroautos sind 600 Millionen Euro vorgesehen. Hinzu kommen weitere 300 Millionen Euro f\u00fcr die Verbesserung der Ladeinfrastruktur. Hintergrund dieser Ma\u00dfnahmen ist das erkl\u00e4rte Ziel, den Aussto\u00df sch\u00e4dlicher Klimagase in Deutschland bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent, bis 2030 um 55 Prozent, bis 2040 um 70 Prozent und bis 2050 um 80 bis 95 Prozent zu reduzieren, jeweils bezogen auf das Jahr 1990.<\/p>\n<p>Auch im Siegerland besch\u00e4ftigt man sich inzwischen intensiv mit dem Thema Elektromobilit\u00e4t. Die Universit\u00e4t Siegen und die Wirtschaftsf\u00f6rderung der Stadt Siegen haben dazu ein gemeinsames Forschungs- und Entwicklungsprojekt f\u00fcr die Region ins Leben gerufen. Das Projekt unter der Bezeichnung \u201eRemonet\u201c (regionales mobility Netzwerk) soll ein Netzwerk f\u00fcr Elektromobilit\u00e4t in der Region gestalten und die Region fit f\u00fcr die mobile Zukunft machen. Ziel des 2014 gestarteten Projektes ist es, in viereinhalb Jahren in enger Kooperation mit f\u00fcnf regionalen Unternehmen, die Bedingungen f\u00fcr die Einf\u00fchrung von Elektromobilit\u00e4t in der Region zu entwickeln und erste Praxiserprobungen zu realisieren.<\/p>\n<p>Neben der Universit\u00e4t und der Wirtschaftsf\u00f6rderung der Stadt Siegen sind es f\u00fcnf kleinere Unternehmen der Region, die sich gemeinsam das Ziel gesetzt haben, erste Schritte in dieser Richtung zu unternehmen. Gemeinsam mit Universit\u00e4t und Stadt wollen die Steuber Elektrotechnik GmbH, das Autohaus Keller GmbH &amp; Co. KG, die INVERS Mobility Solutions GmbH, die Qosit Softwaretechnik GmbH und die Zoz Group GmbH das Projekt in Angriff nehmen. Dar\u00fcber hinaus stehen dem Forschungsprojekt mit der SVB GmbH, Siemens AG, BikeCorner, dem DGB Region S\u00fcdwestfalen, der Gr\u00e4bener Group GmbH und dem Energieverein Siegen-Wittgenstein e.V. sogenannte Value-Partner als interessierte Projektbeteiligte zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Dabei treffen die Projektpartner auf eine vielf\u00e4ltige politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Interessenlage hinsichtlich der Akzeptanz, Nutzung und Wirtschaftlichkeit von \u201eElektromobilit\u00e4t\u201c. Elektromobilit\u00e4t hat immer noch mit dem eigentlich ungerechtfertigten Vorurteil zu k\u00e4mpfen, dass die Reichweite der Fahrzeuge zu gering ist. Schaut man sich allerdings die durchschnittlichen Fahrtstrecken an, die normalerweise bei privaten Fahrten zur\u00fcckgelegt werden, so sind dies in 80 Prozent aller F\u00e4lle weniger als 60 Kilometern pro Tag, die meisten Fahrten erstrecken sich im Bereich von 2-5 Kilometern, wie das Karlsruher Institut f\u00fcr Verkehrswesen in der Studie \u201eDeutsches Mobilit\u00e4tspanel\u201c festgestellt hat. Da ist die Reichweite schon heutiger Elektromobile mit ca. 150 KM kein Problem mehr. Was derzeit noch nicht fl\u00e4chendeckend gew\u00e4hrleistet wird, ist u.a. ein Netz von regionalen \u201eStromtankstellen\u201c, so dass man fast \u00fcberall \u201enachtanken\u201c kann. Der Preis f\u00fcr Elektromobile spielt ebenso eine Rolle, da sie in der Anschaffung immer noch deutlich teurer sind als konventionelle Fahrzeuge. Die Fahrzeuge sind zwar kostspieliger in der Anschaffung kosten aber im Betrieb nur 30 Prozent herk\u00f6mmlicher Fahrzeuge. Zudem stellt sich die Frage, muss jeder ein Auto besitzen oder ist ein Konzept der wohnortnahen Nutzung von Mobilit\u00e4t m\u00f6glich? Car-Sharing von Elektromobilen in Verbindung mit eBikes , sowie einem gut ausgebauten \u00f6ffentlichen Nahverkehr sind denkbare Alternativen im Wandel zu einer neuen Mobilit\u00e4tskultur.<\/p>\n<p>Nicht zuletzt ist die mentale Einstellung zur Mobilit\u00e4t eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen f\u00fcr die Entwicklung zukunftsf\u00e4higer Mobilit\u00e4tskonzepte. Der Mentalit\u00e4tswandel weg vom Besitzen zum Nutzen von Mobilit\u00e4t wird nur schrittweise erfolgen k\u00f6nnen \u2013 hier sind Nutzerverhalten und tradierte Einstellungen die Schl\u00fcsselfragen zum Wandel. Wenn man bedenkt, dass ein Automobil \u00fcber 90 Prozent seiner Lebenszeit steht und nicht bewegt wird, dann d\u00fcrfte die \u201erationale\u201c Entscheidung f\u00fcr oder gegen das Besitzen von Autos eigentlich schon klar sein \u2013 aber allein rational ist das Thema eben nicht zu betrachten. Der Mobilit\u00e4tsbegriff in der Gesellschaft ist dabei sich zu wandeln. Mobil sein bedeutet nicht mehr nur, dass man sein Auto vor der Haust\u00fcr stehen hat und damit fahren kann, sondern es bedeutet, durch verschiedene Systeme vernetzt mobil zu sein. Die CO2 Problematik und der damit einhergehende Klimawandel wird immer dr\u00e4ngender, sodass auch St\u00e4dte handeln m\u00fcssen. Also wird Mobilit\u00e4t zuk\u00fcnftig viel st\u00e4rker Elektromobilit\u00e4t sein m\u00fcssen, als dies bisher der Fall ist. Vor allem werden die Kommunen vor Ort mit Ihren B\u00fcrgern und Unternehmen f\u00fcr Ihren Standort eigene vernetzte und integrierte L\u00f6sungen entwickeln m\u00fcssen, um im Wettbewerb um Attraktivit\u00e4t und Zukunftsf\u00e4higkeit nachhaltig bestehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund besch\u00e4ftigt sich Remonet vor allem mit vier Handlungsschwerpunkten:\u00a0 die Netz- und Serviceentwicklung f\u00fcr regionale Stromtankstellen, die Einrichtung eines regionalen Kompetenzzentrums f\u00fcr die Elektromobilit\u00e4t, ein Praxiskonzept f\u00fcr die Fuhrparkumstellung auf Elektrofahrzeuge, die Entwicklung eine eMobile Carsharing-Systems.<\/p>\n<p>Inzwischen konnten schon eine Reihe von Stromtankstellen im Stadtgebiet Siegen eingerichtet werden. Seit Juni testen Verwaltungsmitarbeiter der Stadt, Dozenten der Universit\u00e4t und B\u00fcrger ein Elektroauto im Alltagsbetrieb. Die Fakult\u00e4t III bietet Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Universit\u00e4t Siegen die M\u00f6glichkeit Pedelecs f\u00fcr Dienstfahrten auszuleihen. Und auf diversen Veranstaltung, beispielsweise auch bei Tag der Technik im Juni in Siegen, wirbt und informiert die Initiative f\u00fcr ihre Ziele.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zum Projekt gibt es im Internet unter <a href=\"http:\/\/www.remonet.eu\/\">http:\/\/www.remonet.eu\/<\/a> und auf Facebook unter <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/remonet.siegen\/?fref=ts\">https:\/\/www.facebook.com\/remonet.siegen\/?fref=ts<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bundesregierung f\u00f6rdert die Elektromobilit\u00e4t in Deutschland inzwischen mit Milliardenbetr\u00e4gen. Alleine f\u00fcr die Kaufpr\u00e4mie von Elektroautos sind 600 Millionen Euro vorgesehen. 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