{"id":4066,"date":"2016-06-24T09:31:51","date_gmt":"2016-06-24T07:31:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=4066"},"modified":"2016-06-24T09:31:51","modified_gmt":"2016-06-24T07:31:51","slug":"lebensmittelhygiene-mit-system","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/lebensmittelhygiene-mit-system\/","title":{"rendered":"Lebensmittelhygiene mit System"},"content":{"rendered":"<p>Appetitlich und lecker soll es sein, unser Essen. Mitunter aber enth\u00e4lt es krank machende Keime, die sogar lebensgef\u00e4hrlich sein k\u00f6nnen. Sie gelangen meist \u00fcber den Menschen in unsere Nahrungsmittel. Deshalb m\u00fcssen Besch\u00e4ftigte in Betrieben, die Lebensmittel verarbeiten, besonders streng auf die Hygiene achten. Krankheitserreger d\u00fcrfen auf keinen Fall mit Fleisch, Gem\u00fcse oder anderen Nahrungsmitteln weitergereicht werden. \u201eDie Keime verstecken sich unter Fingerringen, an Uhren und Schmuck und selbst in den feinen Rissen eines Nagellacks&#8220;, erl\u00e4uterte Michaela Baier, Tier\u00e4rztin des Labors QuhLab aus Siegen-Gosenbach, anl\u00e4sslich einer Informationsveranstaltung, zu der die Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) Unternehmer und Besch\u00e4ftigte Lebensmittel verarbeitender Betriebe eingeladen hatte. In ihrem gut zweist\u00fcndigen Vortrag gab Baier den Teilnehmern zahlreiche Hinweise f\u00fcr die Praxis: \u201eDie H\u00e4nde sind nicht nur vor dem Arbeitsbeginn zu reinigen und zu desinfizieren, sondern auch zwischendurch immer dann, wenn der Besch\u00e4ftigte mit empfindlichen Produkten, insbesondere Fleisch, in Ber\u00fchrung kommt oder gekommen ist.\u201c Ziel sei es, die \u00dcbertragungskette zu unterbrechen. Die Referentin r\u00e4umte mit der Vorstellung auf, durch Tiefk\u00fchlung Keime abt\u00f6ten zu k\u00f6nnen. \u201eDas funktioniert nicht, die Bakterien \u00fcberleben dies. Wohl aber k\u00f6nnen die \u00fcbertragbaren Krankheitserreger durch ausreichend langes Erhitzen auf mehr als 65 Grad Celsius beseitigt werden.&#8220;<\/p>\n<p>Was aber geschieht, wenn der Besch\u00e4ftigte selbst an einer \u00fcbertragbaren Krankheit leidet? \u201eEr darf dann auf keinen Fall mit Lebensmitteln in Ber\u00fchrung kommen und muss rechtzeitig seinen Arbeitgeber informieren\u201c, so die Veterin\u00e4r-Medizinerin. \u201eBei bestimmten Krankheiten wie einer Salmonellose gibt es nach dem Infektionsschutzgesetz sogar ein vom Gesundheitsamt verf\u00fcgtes T\u00e4tigkeits- und Besch\u00e4ftigungsverbot.\u201c<\/p>\n<p>Wer mit Lebensmitteln umgeht, muss sich mit dem Lebensmittelrecht der EU auseinandersetzen. Dort steht, was zu tun ist, um Lebensmittel sicher zu verarbeiten. Ein Beispiel: \u201eSeit dem 1. Januar 2006 m\u00fcssen alle Unternehmen, die mit Lebensmitteln umgehen, ein komplettes HACCP-System haben&#8220;, erl\u00e4uterte die Referentin. HACCP steht f\u00fcr &#8222;Hazard Analysis Critical Control Point&#8220;. An zentraler Stelle eines solchen HACCP-Systems steht eine sorgf\u00e4ltige Gefahrenanalyse. Diese betrachtet den gesamten Prozess beginnend mit den eingehenden Lebensmitteln. Sie setzt sich mit der Hygiene im gesamten Verarbeitungsprozess auseinander und untersucht etwa, wie die Einhaltung der K\u00fchltemperatur und das Erreichen der Mindesttemperatur beim Erhitzen von Lebensmitteln sichergestellt werden. Ein wichtiger Punkt ist zum Beispiel die Hygiene der Arbeitsr\u00e4ume und Arbeitsfl\u00e4chen und der Schutz vor Ungeziefer. Baier weiter: \u201eEin HACCP-System kann f\u00fcr kleine Betriebe sehr einfach sein. Es muss aber erkennen lassen, dass im Betrieb alle Ma\u00dfnahmen zur Gew\u00e4hrleistung der Lebensmittelsicherheit getroffen worden sind. Wichtig ist dann noch, dass sie im Alltag auch umgesetzt werden, die regelm\u00e4\u00dfig Dokumentation inbegriffen. Dazu reichen oft einfache Unterlagen aus.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Appetitlich und lecker soll es sein, unser Essen. Mitunter aber enth\u00e4lt es krank machende Keime, die sogar lebensgef\u00e4hrlich sein k\u00f6nnen. 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