{"id":4052,"date":"2016-06-23T14:37:16","date_gmt":"2016-06-23T12:37:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=4052"},"modified":"2016-06-24T09:57:15","modified_gmt":"2016-06-24T07:57:15","slug":"konsolidierung-in-einem-schwierigen-marktumfeld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/konsolidierung-in-einem-schwierigen-marktumfeld\/","title":{"rendered":"Konsolidierung in einem schwierigen Marktumfeld"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Die Auslastung der Stahlproduzenten weltweit ist zu niedrig, als dass sie ernsthaft \u00fcber Neuinvestitionen nachdenken. Deshalb sind wir gezwungen, unsere Kapazit\u00e4ten an die ver\u00e4nderte Marktsituation anzupassen&#8220;, erl\u00e4uterte Burkhard Dahmen, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der SMS group, auf der heutigen Bilanzpressekonferenz in D\u00fcsseldorf. Eine Folge der notwendigen Kapazit\u00e4tsanpassungen ist die Reduzierung des Personals in den deutschen Werkst\u00e4tten. &#8222;Wir haben bereits 2014 entsprechende Ma\u00dfnahmen eingeleitet, die bis 2017 eine Verringerung von insgesamt 1.200 Arbeitspl\u00e4tzen vorsehen. Gemeinsam mit dem Betriebsrat ist es in sozialpartnerschaftlicher und konstruktiver Abstimmung gelungen, den Gro\u00dfteil der Personalreduktion \u00fcber Regelungen zur Altersteilzeit, der Rente mit 63 f\u00fcr langj\u00e4hrige Versicherte, einen Einstellungsstop und Versetzungen in das weiter wachsende Servicegeschaft umzusetzen.&#8220; Aktuell, so Burkhard Dahmen weiter, seien bereits 582 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter \u00fcber diese M\u00f6glichkeiten ausgeschieden. F\u00fcr 225 Besch\u00e4ftigte wurde ein Sozialplan vereinbart. &#8222;Zum 1. Juli gr\u00fcnden wir hierf\u00fcr eine Transfergesellschaft.&#8220; Trotz der Kostensenkungsprogramme wird die SMS group auch weiterhin an ihrem \u00fcberdurchschnittlichen Engagement in der Ausbildung junger Nachwuchskr\u00e4fte festhalten.<\/p>\n<p>Trotz des Stellenabbaus an den deutschen Standorten der SMS group ist die Gesamtmitarbeiterzahl 2015 um 339 auf insgesamt 14.342 gestiegen. Das liegt nach Angaben von Burkhard Dahmen vor allem an dem Ausbau der Serviceaktivit\u00e4ten. &#8222;Wir sehen hier ein deutliches Entwicklungspotenzial. Da die Serviceangebote aber immer nah beim Kunden angesiedelt sein m\u00fcssen, erfolgte der Personalzuwachs in diesem Bereich vor allem im Ausland.&#8220;<\/p>\n<p>Bezogen auf das Jahresergebnis 2015 habe man quasi eine &#8222;schwarze Null&#8220; erreicht. Genauer gesagt erzielte das Unternehmen im abgelaufenen Gesch\u00e4ftsjahr einen Ergebnis von sieben Millionen Euro vor Steuern. Der Auftragseingang belief sich auf 2,758 Milliarden Euro\u00a0(2014: 3,167 Milliarden Euro). Der Umsatz lag bei 3,310 Milliarden Euro (2014: 3,406 Milliarden Euro). &#8222;Im metallurgischen Anlagen- und Maschinenbau haben wir einen Auftragseingang von 2,476 Milliarden Euro realisiert. 2014 waren es noch 2,921 Milliarden Euro. W\u00e4hrend das Anlagengesch\u00e4ft auf 1,882 Milliarden Euro zur\u00fcckging (2014: 2,406 Milliarden Euro), wuchs das Servicegesch\u00e4ft auf 594 Millionen Euro (2014: 515 Millionen Euro)&#8220;, so Burkhard Dahmen weiter. Aufgrund des geringeren Auftragseingangs lag auch der Auftragsbestand in H\u00f6he von 4,018 Milliarden Euro unter dem Wert von 2014 in H\u00f6he von 4,613 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>&#8222;Auch wenn wir unsere Kapazit\u00e4ten marktbedingt anpassen m\u00fcssen, werden wir auch in Zukunft ein Anbieter der gesamten metallurgischen Prozesskette bleiben&#8220;, unterstrich der Vorsitzende der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung. Hinzu kommen neue Gesch\u00e4ftsfelder, beispielsweise im Bereich der Logistik. Hier sollen die beiden Tochtergesellschaften CTI Systems S.A. in Luxemburg und die SMS Logistiksysteme GmbH in Netphen zu einer gr\u00f6\u00dferen Gesch\u00e4ftseinheit zusammengefasst werden. Ziel ist dabei der Ausbau des Gesch\u00e4fts in dem wachsenden Markt logistischer Anwendungen, beispielsweise im Bereich Luftfracht. Dabe machte Burkhard Dahmen deutlich, dass der Standort Netphen in seiner jetzigen Struktur erhalten bleibt.<\/p>\n<p>&#8222;Aufgrund der weltweit vorhandenen \u00dcberkapazit\u00e4ten sind unsere Kunden weiter zur\u00fcckhaltend bei Investitionen in neue Anlagen. Zus\u00e4tzlich belasten die weiter anhaltenden politischen Unsicherheiten in den f\u00fcr uns wichtigen M\u00e4rkten Russland und Ukraine das Gesch\u00e4ft. Im Iran hingegen bieten sich uns nach der schrittweisen \u00d6ffnung des Landes Chancen, in absehbarer Zeit unseren Beitrag bei der Modernisierung und dem Neuaufbau der Stahlindustrie zu leisten. Vor diesem Hintergrund haben wir bereits Absichtserkl\u00e4rungen \u00fcber Projekte im Volumen von \u00fcber einer Milliarde Euro unterzeichnet. Daneben haben wir mit einem iranischen Unternehmen ein Joint Venture im Bereich Technischer Service und Reparaturen gegr\u00fcndet. Wir sehen weiterhin gro\u00dfes Potenzial bei Modernisierungen hin zu energieeffizienter und umweltorientierter Anlagentechnik, im Bereich Digitalisierung sowie im gesamten Feld der Serviceleistungen. Insgesamt erfordert die Marktlage aber eine Konsolidierung und Reduzierung der Kapazit\u00e4ten. Vor diesem Hintergrund rechnen wir f\u00fcr das laufende Gesch\u00e4ftsjahr 2016 nur mit einem Auftragseingang auf dem Niveau des Vorjahres. Der Umsatz wird wegen des r\u00fcckl\u00e4ufigen Auftragsbestands geringer ausfallen. Beim Ergebnis vor Steuern erwarten wir aufgrund des R\u00fcckgangs der Restrukturierungsaufwendungen eine moderate Verbesserung&#8220;, beschrieb Burkhard Dahmen abschlie\u00dfend die Erwartungen\u00a0der SMS group f\u00fcr das laufende Gesch\u00e4ftsjahr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Die Auslastung der Stahlproduzenten weltweit ist zu niedrig, als dass sie ernsthaft \u00fcber Neuinvestitionen nachdenken. 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