{"id":3979,"date":"2016-06-15T15:05:29","date_gmt":"2016-06-15T13:05:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=3979"},"modified":"2016-06-17T12:04:27","modified_gmt":"2016-06-17T10:04:27","slug":"gibt-es-doch-noch-eine-chance-fuer-die-route-57","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/gibt-es-doch-noch-eine-chance-fuer-die-route-57\/","title":{"rendered":"Gibt es doch noch eine Chance f\u00fcr die Route 57?"},"content":{"rendered":"<p>Die unendliche Geschichte in Sachen Verkehrsanbindung Wittgenstein, sprich Route 57, geht weiter und findet vielleicht doch noch ein Happy End. Das deutete jetzt Oliver Wittke bei einem Besuch in Bad Berleburg an. Der ehemalige Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen und jetziges Mitglied des deutschen Bundestages f\u00fcr die CDU informierte sich auf Einladung der Industrie- und Handelskammer Siegen bei der BSW Berleburger Schaumstoffwerk GmbH \u00fcber die Notwendigkeit einer besseren Verkehrsanbindung Wittgensteins an das Siegerland. Dabei traf er auf eine ganze Reihe von namhaften Vertretern aus der heimischen Wirtschaft, den Unternehmen, Gewerkschaften und Betriebsr\u00e4ten. Ebenso mit dabei waren Bad Berleburgs B\u00fcrgermeister Bernd Fuhrmann, Volkmar Klein (MdB) sowie die NRW-Landtagsabgeordneten Falk Heinrichs und Jens Kamieth.<\/p>\n<p>Die schlechte Verkehrsanbindung Wittgensteins an das Siegerland sei nicht nur f\u00fcr die hier ans\u00e4ssigen Unternehmen ein immer gr\u00f6\u00dferes Problem, auch die hier lebenden Menschen m\u00fcssten schon \u00fcber Jahrzehnte stra\u00dfenbautechnischer Unt\u00e4tigkeit hinweg Zeit und Geld f\u00fcr ihren Weg von und zur Arbeit investieren, machte Dirk P\u00f6ppel, Gesellschafter von BSW, gleich zu Beginn deutlich. Es gehe also bei dem Projekt Route 57 nicht nur um die Belange der Wirtschaft, vielmehr leide die gesamte Region unter der schlechten Verkehrsinfrastruktur. Das Thema Verkehrsanbindung Wittgenstein k\u00f6nne demnach nicht nur eindimensional betrachtet werden, es geht alle an. \u201eIch finde es schon seltsam, dass die Politik einerseits vollmundig von einem mittelst\u00e4ndisch gepr\u00e4gten, innovativen S\u00fcdwestfalen spricht, angeblich ja ein Land voller Hidden Champions, die zusammen mit ihren Mitarbeitern vor allem eines k\u00f6nnen, n\u00e4mlich kr\u00e4ftig Steuern zahlen, und andererseits als strategischer Weichensteller verkehrsinfrastrukturell f\u00fcr Wittgenstein nichts tut\u201c, so Dirk P\u00f6ppel. Wittgenstein m\u00fcsse wohl f\u00fcr die D\u00fcsseldorfer so etwas wie ein Zonenrandgebiet sein.<\/p>\n<p>Ingo Degenhardt, Regionsgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der DGB-Region S\u00fcdwestfalen, unterstrich in seinen Ausf\u00fchrungen vor allem die Allianz von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in dieser Frage. \u201eWir setzen uns gemeinsam ein f\u00fcr die Verwirklichung der Route 57, weil daran auch \u00fcber 30.000 Arbeitspl\u00e4tze h\u00e4ngen.\u201c Und gerade die Unternehmensvertreter zeigten dem Besucher aus Berlin sehr deutlich die schon jetzt vorhandenen Probleme der schlechten Verkehrsanbindung auf.<\/p>\n<p>Die Bikar Metalle GmbH mit Stammsitz in Bad Berleburg ist beispielsweise eines der f\u00fchrenden H\u00e4user im Handel mit Aluminium, Kupfer, Messing, Rotguss, Bronzen, Sonderlegierungen und Kunststoffen &#8211; und das weltweit. \u201eWir sind als Handelsunternehmen auf gute Verkehrswege angewiesen, um unsere Kunden schnell und zuverl\u00e4ssig beliefern zu k\u00f6nnen. Das ist aber von hier aus kaum noch m\u00f6glich. Das war f\u00fcr uns mit ein Grund, au\u00dferhalb der Region zu investieren\u201c, erl\u00e4uterte Claudia Bikar.<\/p>\n<p>Viele Mitarbeiter von SMS in Hilchenbach k\u00e4men aus Wittgenstein. Auch sie seien auf eine gute Verkehrsanbindung angewiesen, unterstrich SMS-Logistikleiter Ralph Helsper. Harald Rackel, Mitglied im Vorstand der SMS group, verwies dar\u00fcber hinaus auf die akute Schwerlastproblematik, die \u00fcber kurz oder lang zu Produktionsverlagerungen f\u00fchren k\u00f6nnte. Au\u00dferdem sei es dringend notwendig, die Planungszeiten f\u00fcr Verkehrsprojekte deutlich zu beschleunigen. Bis 2030 k\u00f6nne man nun wirklich nicht mehr warten.<\/p>\n<p>Winfried Schwarz, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der EJOT Gruppe aus Bad Berleburg, machte seinem Unmut \u00fcber die bisherige Behandlung der Wittgensteiner Verkehrsprobleme durch die Politik noch deutlicher Luft: \u201eWie Wittgenstein in den letzten 40 Jahren verkehrspolitisch behandelt wurde, ist eine Zumutung.\u201c Unterst\u00fctzt wurde er dabei von IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Klaus Gr\u00e4bener: \u201eDass sich die industriest\u00e4rkste Region in Nordrhein-Westfalen aus Sicht der Politik eine schlechte Infrastruktur leisten kann, ist ein Skandal.\u201c<\/p>\n<p>Andere Unternehmensvertreter wiesen auf die negative demografische Entwicklung in der Region hin und auf die Schwierigkeiten, Auszubildende und qualifizierte Fachkr\u00e4fte zu gewinnen. Das Problem werde in Zukunft immer akuter und durch die schlechte Verkehrsanbindung der Region zus\u00e4tzlich versch\u00e4rft.<\/p>\n<p>Gen\u00fcgend Stoff also f\u00fcr Oliver Wittke, der den anwesenden Gespr\u00e4chsteilnehmern aber gleich deutlich machte, dass die Aussichten, die Route 57 doch noch in den vordringlichen Bedarf des neuen Bundesverkehrswegeplans aufzunehmen, gar nicht so schlecht seien. \u201eWir haben uns mit den Vertretern aus Nordrhein-Westfalen im Verkehrsausschuss des Bundestages darauf verst\u00e4ndigt, aus der Vielzahl von Einspr\u00fcchen und Vorschl\u00e4gen drei ganz konkret nachzubessern. Ein Projekt davon ist die Route 57. Ich bin daher recht optimistisch, dass wir es schaffen werden, die Kette von Ortsumgehungen als Ganzes in den vordringlichen Bedarf aufzunehmen.\u201c Allerdings, so Wittke weiter, m\u00fcsse dann auch das Land die notwendigen Planungen zeitnah in Angriff nehmen und vorantreiben.<\/p>\n<p>Auch hier werde die Region am Ball bleiben und der Landespolitik Druck machen, versprach Klaus Gr\u00e4bener. \u201eWie k\u00f6nnen, was die Route 57 angeht, sehr penetrant sein.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die unendliche Geschichte in Sachen Verkehrsanbindung Wittgenstein, sprich Route 57, geht weiter und findet vielleicht doch noch ein Happy End. Das deutete jetzt Oliver Wittke&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3980,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-3979","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-regionale-wirtschaft"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/IMG_4436.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3979","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3979"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3979\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3985,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3979\/revisions\/3985"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3980"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3979"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3979"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3979"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}