{"id":3735,"date":"2016-05-03T08:25:52","date_gmt":"2016-05-03T06:25:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=3735"},"modified":"2016-05-03T14:59:22","modified_gmt":"2016-05-03T12:59:22","slug":"bzw-ausbildungsleiter-werner-dreisbach-geht-in-ruhestand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/bzw-ausbildungsleiter-werner-dreisbach-geht-in-ruhestand\/","title":{"rendered":"BZW-Ausbildungsleiter Werner Dreisbach geht in Ruhestand"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gro\u00dfe Verdienste um die Facharbeiterausbildung in Wittgenstein &#8211;<\/strong><\/p>\n<p>Im Bildungszentrum Wittgenstein, der \u00fcberbetrieblichen Ausbildungsst\u00e4tte in Bad Berleburg, endet eine \u00c4ra: Der langj\u00e4hrige Ausbildungsleiter Werner Dreisbach geht nach zw\u00f6lf Jahren in den Ruhestand. Bei Kollegen, Vorgesetzten und Auszubildenden genie\u00dft der 63-J\u00e4hrige hohe Wertsch\u00e4tzung.\u00a0\u201eWerner Dreisbach hat sich gro\u00dfe Verdienste bei der Ausbildung junger Fachkr\u00e4fte in der Metall- und Elektroindustrie erworben\u201c, betont BZW-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Winfried Schwarz. Es sei nicht nur seine herausragende Fachkompetenz, die ihn auszeichnet: \u201eWerner Dreisbach strahlt Ruhe und Gelassenheit aus und hat immer auch ein offenes Ohr f\u00fcr die N\u00f6te und Sorgen der jungen Auszubildenden\u201c, so Schwarz weiter.<\/p>\n<p>\u201eEigentlich wollte ich Elektriker werden\u201c, erinnert sich Werner Dreisbach. Doch daraus wurde nichts. \u201eMein Vater\u201c, so Dreisbach, \u201ehat damals anders entschieden\u201c. Die Lehre zum Elektriker h\u00e4tte er gerne in Arfeld bei Irle angetreten. Aber wie sollte der Junge im Winter mit dem Fahrrad von Rinthe nach Arfeld p\u00fcnktlich zur Arbeit kommen? Unm\u00f6glich. Also entschied Dreisbachs Vater, dass der damals 14-J\u00e4hrige eine Lehre als Werkzeugmacher bei der Firma Adolf B\u00f6hl in Berghausen machen sollte. Durch das Altm\u00fchlbachtal nach Berghausen war der Weg zur Arbeit auch Wintertags gut zu erreichen. Fertig aus. Elf Geschwister seien sie damals zuhause gewesen, acht M\u00e4dchen und drei Jungen. \u201eDa wurde nicht lange gefackelt\u201c, schmunzelt Dreisbach. \u201eSo war das eben.\u201c<\/p>\n<p><strong>Als Werkzeugmacher bei Adolf B\u00f6hl in Berghausen<\/strong><\/p>\n<p>Nach der Gesellenpr\u00fcfung im Jahr 1971 hat er in Berghausen bei Adolf B\u00f6hl (sp\u00e4ter EJOT) als Werkzeugmacher gearbeitet. Als in Berghausen die Kunststoffproduktion aufgenommen wurde, hat er sich auch in dieses neue, sehr komplexe Themengebiet eingearbeitet, beherrschte also die Metall- und Kunststoffbearbeitung.<\/p>\n<p>In dieser Zeit sei das noch klassisches Handwerk gewesen, ohne CNC-Maschinen. F\u00fcr vieles war einfach kein Geld da: \u201eAlles, was wir nicht hatten, machten wir selber.\u201c Was zur Folge hatte, dass mit dem Material sehr sorgsam umgegangen werden musste. Einmal, so erinnert sich Dreisbach, habe er m\u00fchsam einen 1-mm-Bohrer geschliffen. Letztendlich sei der Bohrer aber dann doch gebrochen. Alles umsonst. Damals ging dann alles von vorn los, heute liegt der Ersatzbohrer in der Schublade. Das ist der Unterscheid. Beides hat Vorteile. Aber die handwerkliche Sorgfalt\u00a0 von der Pieke auf zu lernen, war eine sehr gute Grundlage f\u00fcr das sp\u00e4tere Arbeitsleben.<\/p>\n<p>Die Frage, ob er die Meisterschule besuchen soll oder nicht, hat Werner Dreisbach f\u00fcr sich auf einen kurzen Nenner gebracht: \u201eLass ich mir einen vor die Nase setzen oder mach\u2018 ich es selber? Ich habe es selber gemacht.\u201c F\u00fcnf Monate Meisterschule in Eslohe, in Vollzeit. Als Meister hat Dreisbach sp\u00e4ter den Werkzeugbau bei EJOT in Berghausen geleitet. Hier und da hat er auch die Auszubildenden betreut. \u201eBis ich pl\u00f6tzlich auch Ausbildungsleiter war.\u201c Das habe er gerne gemacht, weil er immer einen guten Zugang zu jungen Leuten hatte. Mit Ruhe, aber auch einem dicken Fell hier und da. \u201eWenn ich jedes Mal hoch gegangen w\u00e4re, h\u00e4tte ich das nicht \u00fcberstanden.\u201c Und als Ausgleich zum Arbeitsalltag hat Werner Dreisbach sein eigenes, individuelles Rezept: Radio an und hinterm Haus an der frischen Luft Holz hacken. \u201eDas ist Frust-Abbau pur.\u201c<\/p>\n<p>Nach 36 Jahren bei EJOT widmete sich Dreisbach 2004 komplett der Ausbildung und trat als 50-J\u00e4hriger die Stelle als Ausbildungsleiter im Bildungszentrum Wittgenstein an. Bis heute hat er etwa 700 junge Menschen zur Facharbeiterpr\u00fcfung begleitet. \u201eEin sch\u00f6nes Gef\u00fchl.\u201c Aber nach 49 Jahren ist Schluss.<\/p>\n<p>Es sei der richtige Beruf gewesen. Vielseitig und mit der rasanten technischen Entwicklung immer spannend. Und jetzt? Jetzt widmet sich der 63-J\u00e4hrige wieder mehr der Landwirtschaft. Zuhause in Weidenhausen betreut er mit seiner Familie eine Rinderaufzucht mit 25 Tieren und bewirtschaftet 15 Hektar landwirtschaftliche Fl\u00e4che. Und nat\u00fcrlich freut sich Werner Dreisbach darauf, mit seiner Frau zu verreisen und mehr Zeit f\u00fcr seine Enkelkinder zu haben.<\/p>\n<p>Einen Sonderplatz zu Hause bekommt sein Schulranzen aus Leder. Der hat ihn nicht nur durch seine Schulzeit begleitet, sondern auch durch sein 49-j\u00e4hriges Berufsleben \u2013 fr\u00fch morgens immer gef\u00fcllt mit Dungen und Thermoskanne.<\/p>\n<div id=\"attachment_3739\" style=\"width: 308px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Dreisbach5-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3739\" class=\"size-medium wp-image-3739\" src=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Dreisbach5-2-298x300.jpg\" alt=\"Werner Dreisbach (rechts) \u00fcbergibt den Schl\u00fcssel an seinen Nachfolger Helmut Zacharias (links). 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Immer dabei \u00fcbrigens der Schulranzen von Werner Dreisbach, w\u00e4hrend der Schulzeit und w\u00e4hrend seines 49-j\u00e4hrigen Arbeitslebens.<\/p><\/div>\n<p>Nachfolger von Werner Dreisbach wird Helmut Zacharias. Nach seiner Ausbildung zum Industriemechaniker bei EJOT und der Bundeswehrzeit hat der 40-J\u00e4hrige als Werkzeugmechaniker bei der Firma Formenbau Althaus gearbeitet.\u00a0Die Meisterschule zum Meister im Feinwerkmechaniker-Handwerk bei der Handwerkskammer in Arnsberg besuchte Zacharias in den Jahren 2006\/2007.\u00a0Anschlie\u00dfend war er zun\u00e4chst ein Jahr als Ausbilder im Bildungszentrum Wittgenstein t\u00e4tig. Seit 2009 ist Zacharias stellvertretender Ausbildungsleiter im BZW.\u00a0Dar\u00fcber hinaus ist er in verschiedenen Pr\u00fcfungsaussch\u00fcssen der Industrie- und Handelskammer (IHK) aktiv. Seit f\u00fcnf Jahren arbeitet Zacharias als freier Dozent am Berufsbildungszentrum (bbz) der IHK in Siegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gro\u00dfe Verdienste um die Facharbeiterausbildung in Wittgenstein &#8211; Im Bildungszentrum Wittgenstein, der \u00fcberbetrieblichen Ausbildungsst\u00e4tte in Bad Berleburg, endet eine \u00c4ra: Der langj\u00e4hrige Ausbildungsleiter Werner Dreisbach&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3736,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-3735","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-regionale-wirtschaft"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Dreisbach-2.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3735","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3735"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3735\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3745,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3735\/revisions\/3745"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3736"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3735"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3735"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3735"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}