{"id":3606,"date":"2016-04-19T11:16:33","date_gmt":"2016-04-19T09:16:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=3606"},"modified":"2016-04-19T11:16:33","modified_gmt":"2016-04-19T09:16:33","slug":"betriebliche-altersvorsorge-mehr-forschung-statt-aktionismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/betriebliche-altersvorsorge-mehr-forschung-statt-aktionismus\/","title":{"rendered":"Betriebliche Altersvorsorge: Mehr Forschung statt Aktionismus"},"content":{"rendered":"<p>Mit dem \u201eSozialpartnermodell Betriebsrente\u201c will Bundessozialministerin Andrea Nahles Versorgungsl\u00fccken im Alter schlie\u00dfen. Doch eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft K\u00f6ln (IW) zeigt: Politischer Handlungsbedarf besteht vor allem bei Arbeitslosigkeit. Ausgerechnet in diesen F\u00e4llen hilft aber eine weitere Variante der betrieblichen Altersvorsorge (BAV) wenig.<\/p>\n<p>Bei Fragen rund um die Betriebliche Altersvorsorge (BAV) mangelt es vor allem an einem: verl\u00e4sslichen Daten. \u201eDas Vorsorgeverhalten der Deutschen ist komplex, aber bislang nur ausschnittsweise erforscht\u201c, sagt IW-Steuerexperte Martin Beznoska. Einschl\u00e4gige Studien werfen h\u00e4ufig mehr Fragen auf, als sie beantworten. Deshalb bezweifelt das IW den Sinn der aktuell diskutierten Vorschl\u00e4ge zur Reform der Alterssicherung. So sollen im Sozialpartnermodell die Tarifpartner gemeinsam Pensionsfonds betreiben und Beitragszahlungen zur BAV in Tarifvertr\u00e4gen verankern.<\/p>\n<p>Auf Basis von Haushaltsdaten untersuchen die IW-Autoren, wie weit die BAV in Deutschland verbreitet ist. Nach deren Berechnungen gibt es in bis zu 66 Prozent der Paar-Haushalte mindestens eine BAV. Es sei jedoch nicht sinnvoll, bei der Altersvorsorge nur auf die BAV zu schauen, so die Autoren der Studie. Werden alle privaten Vorsorgem\u00f6glichkeiten betrachtet, verf\u00fcgen bis zu 90 Prozent der Paar-Haushalte \u00fcber eine Zusatzvorsorge. \u201eVor allem Paaren ist klar, dass sie eine erg\u00e4nzende Altersvorsorge brauchen \u2013 und sie sorgen in der Regel vor\u201c, sagt Jochen Pimpertz, Leiter des Kompetenzfeldes Soziale Sicherung im IW K\u00f6ln.<\/p>\n<p>Ohnehin ist laut IW-Studie die Arbeitslosigkeit das gr\u00f6\u00dfte Hindernis bei der Vorsorge. \u201eDas ist ein Problem, das die Politik mit Vorschl\u00e4gen zur betrieblichen Vorsorge allein nicht l\u00f6sen kann\u201c, sagt Beznoska. Zudem bleibt unklar, was der optimale Verbreitungsgrad der betrieblichen Altersvorsorge ist. \u201eDie Analysen zeigen, dass viel mehr Forschung n\u00f6tig ist als politischer Handlungsbedarf\u201c, so Pimpertz.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.iwkoeln.de\/_storage\/asset\/278639\/storage\/master\/file\/9229409\/download\/IW-Trends_2016-02-01_Beznoska-Pimpertz.pdf\" target=\"_blank\">Neue Empirie zur betrieblichen Altersvorsorge<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.iwkoeln.de\/presse\/pressemitteilungen\/beitrag\/betriebliche-altersvorsorge-forschung-statt-aktionismus-276008\" target=\"_blank\">IW, K\u00f6ln<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem \u201eSozialpartnermodell Betriebsrente\u201c will Bundessozialministerin Andrea Nahles Versorgungsl\u00fccken im Alter schlie\u00dfen. 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