{"id":3546,"date":"2016-04-12T15:36:02","date_gmt":"2016-04-12T13:36:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=3546"},"modified":"2016-04-12T16:11:16","modified_gmt":"2016-04-12T14:11:16","slug":"inklusiver-ansatz-fuer-weiterbildung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/inklusiver-ansatz-fuer-weiterbildung\/","title":{"rendered":"Inklusiver Ansatz f\u00fcr Weiterbildung"},"content":{"rendered":"<p>Die Folgen des demografischen Wandels betreffen die Altenhilfe und ihre Institutionen in zweifacher Hinsicht: Die \u00dcberalterung der Gesellschaft f\u00fchrt zu einer Zunahme an Aufgaben und Institutionen in diesem Bereich, gleichzeitig geht die Anzahl potenzieller Besch\u00e4ftigter zur\u00fcck. Insbesondere l\u00e4ndliche Regionen wie S\u00fcdwestfalen und personennahe Dienstleistungen wie Pflege, beziehungsweise Branchen wie die Altenhilfe, werden im Wettbewerb um sowohl qualifizierte Auszubildende als auch gut ausgebildete Besch\u00e4ftigte das Nachsehen haben. Hinzu kommt, dass gleichzeitig die Anzahl von Jugendlichen ohne oder mit nicht hinreichendem Schulabschluss auf hohem Niveau stagniert und die Fachkr\u00e4ftequote im Arbeitsfeld Altenhilfe sukzessive herabgesetzt wird.<\/p>\n<p>Wie sich die berufliche Weiterbildung in der Altenhilfe auf diese Herausforderungen einstellen kann, untersucht ein neues Forschungsprojekt an der Universit\u00e4t Siegen. Es findet in enger Zusammenarbeit mit regionalen Partnern im Kreis Olpe statt. Ziel ist es, einen inklusiven Ansatz f\u00fcr eine nachhaltige Weiterbildungskultur zu erforschen. Das Projekt WB-inklusiv wird vom\u00a0<a class=\" cd_intlink\" href=\"http:\/\/www.bmbf.de\/\" target=\"_blank\">Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF)<\/a> mit 540.000 Euro gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Die Altenhilfe f\u00fcr neue Formen beruflicher Weiterbildung zu erschlie\u00dfen, macht die Spezifik, aber auch die Herausforderung des Forschungsprojekts an der der Universit\u00e4t Siegen aus. \u201eDie Altenhilfe eignet sich als exemplarisches Forschungsfeld f\u00fcr die Berufsbildungsforschung, weil sich dort prinzipielle Problemlagen und insbesondere curriculare Herausforderungen, wie sie sich in allen gesellschaftlichen Bereichen und Wirtschaftssegmenten abzeichnen, in geb\u00fcndelter Form untersuchen lassen\u201c so die Projektleiterin Prof. Dr. Ulrike Buchmann, Berufs- und Wirtschaftsp\u00e4dagogin in der <a class=\" cd_extlink\" href=\"http:\/\/www.uni-siegen.de\/bak\/fakultaet\/\" target=\"_blank\">Fakult\u00e4t II Bildung\u2219Architektur\u2219K\u00fcnste<\/a>.<\/p>\n<p>Der Umgang mit (sensor-)technischen L\u00f6sungen und digitalen Expertensystemen im Arbeitsalltag (Stichwort: \u201ePflege 4.0\u201c) etwa, die Notwendigkeit an der Entwicklung und Gestaltung von neuen abgestuften regionalen Versorgungssystemen mitzuwirken ebenso wie die F\u00fcrsorgepflicht gegen\u00fcber in ihrer physischen und psychischen Wahrnehmung zunehmend eingeschr\u00e4nkten Personen stellt alle Besch\u00e4ftigten in der Altenhilfe vor Herausforderungen, die ein hohes Ma\u00df an neuer Professionalit\u00e4t erfordern.<\/p>\n<p>\u201eMit diesem Projekt erforschen wir die M\u00f6glichkeiten \u00fcber eine Verzahnung von Lebens-, Erwerbs- und Weiterbildungsangeboten, Kompetenzen in der Pflege, Betreuung und Versorgung von Seniorinnen und Senioren \u00fcber eine entwicklungsf\u00f6rderliche Arbeitsgestaltung in Einrichtungen der Altenhilfe zu erwerben. Damit wollen wir dazu beitragen, zuk\u00fcnftig neue Potentiale f\u00fcr qualifizierte Facharbeit in der Region zu gewinnen und f\u00fcr die Region zu sichern\u201c, hebt <a class=\" cd_extlink\" href=\"http:\/\/www.bildung.uni-siegen.de\/berufspaedagogik\/home\/buchmann\/?lang=de\" target=\"_blank\">Prof. Dr. Ulrike Buchmann<\/a> hervor.<\/p>\n<p>Dazu wird gemeinsam mit den regionalen Partnern Franziskaner-Hof und Seniorenzentrum St. Gerhardus, die als Einrichtungen in der GFO Altenhilfe an den Standorten Attendorn und Drolshagen unterschiedliche Beratungs- und Versorgungsm\u00f6glichkeiten anbieten, sowie unter Beteiligung\u00a0 der Forschungs- und Universit\u00e4tsschule BK Olpe und der Jugendkunstschule Schmallenberg e.V. ein inklusives Weiterbildungscurriculum entwickelt, evaluiert und umgesetzt. Dieses soll vor allem den gesellschaftlichen Ver\u00e4nderungen und Bedingungen in der Altenhilfe Rechnung tragen.<\/p>\n<p>In Zukunft ver\u00e4ndert sich das Verh\u00e4ltnis von Fach-, Geringbesch\u00e4ftigten- und ehrenamtlicher Arbeit nachhaltig zugunsten der beiden letztgenannten Arbeitsformen. \u201eBei diesen Herausforderungen setzt das neue Forschungsprojekt an, um die Einrichtungen unabh\u00e4ngiger von den Eingangsqualifikationen der Besch\u00e4ftigten zu machen\u201c, best\u00e4tigen Sonja K\u00f6hler und Martina Schr\u00f6der, die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen im Projekt.<\/p>\n<p>Mittelfristig ist die Etablierung eines regionalen Netzwerks bzw. eines regionalen Mentoringsystems geplant, um eine \u201eWeiterbildungskultur Beratung und Versorgung im Kreis Olpe\u201c aufzubauen. Zudem ist die Einrichtung einer RegionalWerkstatt Weiterbildung geplant, um ein Forum zur flexiblen Bearbeitung regionaler Weiterbildungsbed\u00fcrfnisse zu schaffen und einen m\u00f6glichen Transfer der Forschungsergebnisse auf weitere Wirtschaftssegmente zu unterst\u00fctzen. Die wissenschaftlichen Ergebnisse flie\u00dfen unmittelbar in die Lehre ein \u2013 beispielsweise in den Lehramtsstudiengang Berufskolleg und den<a class=\" cd_extlink\" href=\"http:\/\/www.bildung.uni-siegen.de\/pdi\/\" target=\"_blank\">Bachelorstudiengang P\u00e4dagogik: Entwicklung und Inklusion (BASTEI)<\/a> der Universit\u00e4t Siegen. Die Studierenden haben innerhalb ihrer Praktikumsphasen die Gelegenheit, Einblicke in die Projektarbeit zu nehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Folgen des demografischen Wandels betreffen die Altenhilfe und ihre Institutionen in zweifacher Hinsicht: Die \u00dcberalterung der Gesellschaft f\u00fchrt zu einer Zunahme an Aufgaben und&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3549,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[32],"tags":[],"class_list":["post-3546","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-infos"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/altenhilfehp2.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3546","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3546"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3546\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3551,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3546\/revisions\/3551"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3549"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3546"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3546"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3546"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}