{"id":3503,"date":"2016-04-06T11:05:19","date_gmt":"2016-04-06T09:05:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=3503"},"modified":"2016-04-06T11:05:19","modified_gmt":"2016-04-06T09:05:19","slug":"ein-fussboden-der-stuerze-erkennt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/ein-fussboden-der-stuerze-erkennt\/","title":{"rendered":"Ein Fu\u00dfboden der St\u00fcrze erkennt"},"content":{"rendered":"<p>In einer Wohnung in der Eichenallee 21 in Siegen liegt ein besonderer Boden. Er ist 3 Millimeter stark, wird als Trittschalld\u00e4mmung direkt unter dem Bodenbelag verbaut \u2013 und ist intelligent. Er besteht aus vielen Feldern, die mit Sensoren ausgestattet sind. Schritte auf dem Boden erzeugen elektrische Sensorsignale, die zu einem Empf\u00e4nger gefunkt werden. Wenn ein Mensch auf diesem Boden st\u00fcrzt, wird Alarm ausgel\u00f6st und Hilfe verst\u00e4ndigt. Die Testwohnung mit dem intelligenten Boden namens \u201eSensFloor\u201c ist ein Teil des Forschungsprojekts \u201eCognitive Village \u2013 Vernetztes Dorf\u201c der Universit\u00e4t Siegen.<\/p>\n<p>Bereits seit 2012 gibt es den patentierten SensFloor in Frankreich auf dem Markt, einige Pflegeheime dort sind schon mit der neuen Technik ausgestattet. Prof. Dr. Marcin Grzegorzek und sein Team am Forschungskolleg \u201eZukunft menschlich gestalten\u201c forschen daran, die bereits vorhandene Technik des SensFloors weiter auszubauen und mit anderen Systemen zu vernetzen. Das Projekt wird vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Forschungszwecke hat die Kreiswohnungsbau- und Siedlungsgesellschaft mbH Siegen eine Wohnung zur Verf\u00fcgung gestellt. Dort ist der SensFloor bereits installiert und die Wohnung kann in K\u00fcrze von Probanden bezogen werden. \u201eDer intelligente Boden ist eine innovative technische Unterst\u00fctzung, die Alarm schl\u00e4gt, sobald Gefahr besteht, damit der Mensch vor Ort helfen kann\u201c, sagt Christl Lauterbach, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Projektpartners FutureShape GmbH.<\/p>\n<p>Die Sensoren des SensFloor liefern Daten, deren mathematische Auswertungen auf kapazitiven Messungen basieren. \u201eMit dieser Messung geht man eigentlich auf die Fl\u00fcssigkeit im K\u00f6rper ein. Sie ist leitf\u00e4hig und \u00e4ndert das elektrische Feld\u201c, erkl\u00e4rt Lauterbach. L\u00e4uft eine Person \u00fcber den Boden, passiert nichts. St\u00fcrzt eine Person, liegt der K\u00f6rper auf mehreren Sensorfeldern. Der Wassergehalt im K\u00f6rper wird erkannt und ein Sturzalarm ausgel\u00f6st.<\/p>\n<p>Raoul Hoffman, Doktorand bei FutureShape, arbeitet an der Optimierung der Ganganalyse, die \u00fcber die vorhandene Grundtechnik des SensFloors erfolgen soll. Die Sensoren der Bodenunterlage sollen fr\u00fchzeitig erkennen, wenn eine Person sturzgef\u00e4hrdet ist. Bei Schwindel oder anderen k\u00f6rperlichen Beeintr\u00e4chtigungen ver\u00e4ndert sich der Schwerpunkt des Ganges. Das fr\u00fchzeitige Erkennen k\u00f6nnte somit in Zukunft einen Sturz mit Folgen verhindern. Mittlerweile kann die Sensortechnik sogar eine laufende Katze von einem Menschen unterscheiden.<\/p>\n<p>Die Forschung erfolgt im direkten Alltag der Probanden in deren Wohnung, zeitgleich aber auch au\u00dferhalb der Wohnung mit mobilen Systemen. Ziel des gesamten Vorhabens ist ein langes unabh\u00e4ngiges und selbstst\u00e4ndiges Wohnen im Alter mittels technischer Schutzsysteme. Diese Schutzsysteme werden zum einen in der Wohnung installiert, wie beispielsweise der SensFloor. Zum anderen handelt es sich um mobile Schutzsysteme. Beispiele hierf\u00fcr sind spezielle Brillen und Armb\u00e4nder.<\/p>\n<p><a class=\"\n\t  cd_extlink\" href=\"http:\/\/www.cognitive-village.de\/\" target=\"_blank\">Weitere Informationen zum Forschungsprojekt finden Sie hier.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einer Wohnung in der Eichenallee 21 in Siegen liegt ein besonderer Boden. Er ist 3 Millimeter stark, wird als Trittschalld\u00e4mmung direkt unter dem Bodenbelag&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3504,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"class_list":["post-3503","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ausbildung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/smartbodenhp.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3503","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3503"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3503\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3505,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3503\/revisions\/3505"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3504"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3503"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3503"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3503"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}