{"id":33867,"date":"2026-07-28T10:42:36","date_gmt":"2026-07-28T08:42:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=33867"},"modified":"2026-07-28T11:14:34","modified_gmt":"2026-07-28T09:14:34","slug":"azubis-von-ejot-und-rentkammer-pflegen-den-firmenwald-am-albrechtsplatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/azubis-von-ejot-und-rentkammer-pflegen-den-firmenwald-am-albrechtsplatz\/","title":{"rendered":"Azubis von EJOT und Rentkammer pflegen den Firmenwald am Albrechtsplatz"},"content":{"rendered":"<p data-path-to-node=\"5\"><strong>Bad Berleburg.<\/strong> Vier Jahre nach dem Start des Aufforstungsprojekts TREEATHLON\u00ae zeigt sich deutlich, wie erfolgreich sich der EJOT-Firmenwald am Albrechtsplatz zwischen Bad Berleburg und Winterberg entwickelt hat. \u201eMan sieht deutlich die Baumarten, die wir gepflanzt haben. Roteiche, Douglasie, K\u00fcstentanne, L\u00e4rche und Bergahorn haben sich sehr gut entwickelt und wachsen inzwischen sichtbar aus der Begleitvegetation heraus. Das ist f\u00fcr uns ein klarer Hinweis darauf, dass die Aufforstung gelungen ist\u201c, erl\u00e4utert Achim Fischer, Forstwirtschaftsmeister von der Wittgenstein-Berleburg\u2019schen Rentkammer. Gemeinsam mit Auszubildenden der Wittgenstein-Berleburg\u2019schen Rentkammer pflegten EJOT-Auszubildende jetzt die junge Waldfl\u00e4che, die seit 2022 St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck zu einem gesunden Mischwald heranw\u00e4chst.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"6\">Was im Jahr 2022 als gemeinsames Aufforstungsprojekt der EJOT-Gruppe und der Wittgenstein-Berleburg\u2019schen Rentkammer anl\u00e4sslich des 100-j\u00e4hrigen Firmenbestehens von EJOT begann, ist heute weit mehr als eine Pflanzaktion. TREEATHLON\u00ae verfolgt drei Ziele: Wald aufforsten, Wissen vermitteln und gemeinsam Verantwortung f\u00fcr die Region \u00fcbernehmen. Seit Projektbeginn wurden auf dem rund 3,2 Hektar gro\u00dfen Areal etwa 7.000 Setzlinge gepflanzt.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"8\"><strong>Heimische Arten kehren von selbst zur\u00fcck<\/strong><br \/>\nNeben den gepflanzten Baumarten kehren inzwischen auch zahlreiche heimische Arten von selbst zur\u00fcck. \u00dcber Naturverj\u00fcngung haben sich Birken, Buchen und Fichten auf nat\u00fcrliche Weise angesiedelt und zeigen, dass die Fl\u00e4che zunehmend wieder die Funktionen eines gesunden Wald\u00f6kosystems \u00fcbernimmt. Ein entscheidender Erfolgsfaktor war dabei die Einz\u00e4unung des Areals. Ohne diesen Schutz h\u00e4tten viele der jungen B\u00e4ume kaum eine Chance gehabt. \u201eReh-, Rot- und Muffelwild verbei\u00dfen bevorzugt die jungen Terminaltriebe, w\u00e4hrend Hasen die Pflanzen bereits im Bereich des Wurzelhalses sch\u00e4digen k\u00f6nnen\u201c, erkl\u00e4rt Fischer. Der Zaun werde daher noch etwa zehn bis f\u00fcnfzehn Jahre ben\u00f6tigt, bevor die B\u00e4ume ausreichend widerstandsf\u00e4hig seien und die Einz\u00e4unung wieder entfernt werden k\u00f6nne.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"10\">Gleichzeitig macht die Entwicklung der Fl\u00e4che deutlich, wie viel Geduld Waldentwicklung erfordert. Nach Einsch\u00e4tzung der Forstexperten befindet sich das Areal derzeit im \u00dcbergang von der Kultursicherungsphase zum Jungwuchs. Bis Besucher die Fl\u00e4che als echten Wald wahrnehmen, werden jedoch noch viele Jahre vergehen. \u201eEin richtiger Wald entsteht nicht innerhalb weniger Jahre. Bis hier ein f\u00fcr jeden sichtbar geschlossener Waldbestand entstanden ist, werden vermutlich noch zehn bis f\u00fcnfzehn Jahre vergehen\u201c, so Fischer.<\/p>\n<div id=\"attachment_33869\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2026-07-23_EJOT_TREEATHLON_Roteiche.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-33869\" class=\"size-medium wp-image-33869\" src=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2026-07-23_EJOT_TREEATHLON_Roteiche-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2026-07-23_EJOT_TREEATHLON_Roteiche-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2026-07-23_EJOT_TREEATHLON_Roteiche-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2026-07-23_EJOT_TREEATHLON_Roteiche.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-33869\" class=\"wp-caption-text\">Vier Jahre nach dem Start von TREEATHLON\u00ae hat sich der EJOT-Firmenwald am Albrechtsplatz sichtbar entwickelt. Im Vordergrund sind die Roteichen zu sehen, die in Form des EJOT-Logos gepflanzt wurden.<\/p><\/div>\n<p data-path-to-node=\"11\">F\u00fcr die Auszubildenden ist gerade dieser langfristige Blick besonders wertvoll. Sie erleben unmittelbar, was es bedeutet, einen Wald nach den schweren Sch\u00e4den durch St\u00fcrme, Borkenk\u00e4ferbefall und Trockenheit wieder aufzubauen. Dabei lernen sie auch, dass ein Wald zwar grunds\u00e4tzlich von allein w\u00e4chst, sich jedoch nicht ohne Pflege in die gew\u00fcnschte Richtung entwickelt. Regelm\u00e4\u00dfige Pflegema\u00dfnahmen und fachgerechte Schnitte sorgen daf\u00fcr, dass sich stabile und vielf\u00e4ltige Mischw\u00e4lder entwickeln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"12\">\u201eUnsere Auszubildenden lernen hier weit mehr als das Pflanzen oder Pflegen von B\u00e4umen\u201c, sagt Helmut Zacharias, Leiter der Lernwerkstatt bei EJOT. \u201eGemeinsam mit den Auszubildenden der Rentkammer erfahren sie, wie lange Waldentwicklung dauert, welche Auswirkungen Klimawandel und Trockenheit haben und warum Pflege und Erhalt der Natur eine dauerhafte Aufgabe sind. Gleichzeitig erleben sie die Arbeit in und mit der Natur als wertvolle Erg\u00e4nzung zu ihrem Ausbildungsalltag.\u201c<\/p>\n<p data-path-to-node=\"12\"><strong>Auch aktuelle Herausforderungen wurden thematisiert<br \/>\n<\/strong>Die Folgen des Klimawandels bleiben dabei auch im Wittgensteiner Wald deutlich sichtbar. Nach Angaben der Forstexperten haben die Trockenjahre und die gro\u00dffl\u00e4chigen Waldverluste der vergangenen Jahre die Region nachhaltig ver\u00e4ndert. Umso wichtiger sei es, widerstandsf\u00e4hige Mischw\u00e4lder aufzubauen, die k\u00fcnftig wieder zur K\u00fchlung der Landschaft beitragen und langfristig CO\u2082 binden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"14\">Auch aktuelle Herausforderungen wurden beim Einsatz thematisiert. Dazu geh\u00f6rt die Afrikanische Schweinepest, die derzeit in der Region gro\u00dfe Aufmerksamkeit erf\u00e4hrt. Im Rahmen des TREEATHLON\u00ae-Einsatzes wurden deshalb die empfohlenen Vorsichts- und Hygienema\u00dfnahmen eingehalten. Dazu geh\u00f6rte insbesondere die Reinigung und Desinfektion von Schuhwerk und Arbeitsmaterialien nach dem Aufenthalt auf der Waldfl\u00e4che. Das Thema wurde zugleich genutzt, um den Auszubildenden weitere Zusammenh\u00e4nge zwischen Natur, Wildtiermanagement und Forstwirtschaft zu vermitteln. Die Schweinepest wird von den Projektverantwortlichen ausdr\u00fccklich als aktueller Einflussfaktor auf die Waldbewirtschaftung genannt. Mit TREEATHLON\u00ae wollen EJOT und die Wittgenstein-Berleburg\u2019sche Rentkammer die Entwicklung der Fl\u00e4che auch k\u00fcnftig begleiten. Denn die eigentliche Geschichte des Projekts beginnt erst jetzt: Aus tausenden jungen B\u00e4umen entsteht Schritt f\u00fcr Schritt der Wald von morgen.<\/p>\n<p data-path-to-node=\"14\">Fotos\/Text: EJOT<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bad Berleburg. 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