{"id":33621,"date":"2026-03-23T09:35:18","date_gmt":"2026-03-23T08:35:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=33621"},"modified":"2026-03-23T12:05:00","modified_gmt":"2026-03-23T11:05:00","slug":"austausch-vortraege-und-ein-markt-der-moeglichkeiten-in-der-ihk-gesundheitstag-mit-wertvollen-tipps-fuer-betriebe-und-mitarbeiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/austausch-vortraege-und-ein-markt-der-moeglichkeiten-in-der-ihk-gesundheitstag-mit-wertvollen-tipps-fuer-betriebe-und-mitarbeiter\/","title":{"rendered":"Austausch, Vortr\u00e4ge, und ein \u201eMarkt der M\u00f6glichkeiten\u201c in der IHK: Gesundheitstag mit wertvollen Tipps f\u00fcr Betriebe und Mitarbeiter"},"content":{"rendered":"<p>Gesundheit im Betrieb hat viele Facetten \u2013 von k\u00f6rperlicher Fitness \u00fcber psychisches Wohlbefinden bis hin zu Inklusion und der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Welche Bedeutung dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) zukommt, zeigte der Gesundheitstag in der <a href=\"https:\/\/www.ihk-siegen.de\/\">IHK Siegen<\/a>. Rund 90 Teilnehmer folgten der Einladung des Arbeitskreises Demografie und informierten sich \u00fcber aktuelle Entwicklungen sowie praxisnahe Ans\u00e4tze.<\/p>\n<p>\u201eDie Generation der Babyboomer scheidet zunehmend aus dem Erwerbsleben aus. Gerade in Zeiten des Fachkr\u00e4ftemangels ist es f\u00fcr Unternehmen wichtig, die Gesundheit der Belegschaft aktiv zu f\u00f6rdern und die Mitarbeiter zu unterst\u00fctzen \u2013 nicht zuletzt, weil jeder Krankheitstag auch einen wirtschaftlichen Verlust bedeutet\u201c, betonte IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Thilo Pahl in seiner Begr\u00fc\u00dfung. \u201eMa\u00dfnahmen der Gesundheitsf\u00f6rderung steigern nicht nur Motivation und Leistungsf\u00e4higkeit, sondern st\u00e4rken auch die Mitarbeiterbindung und wirken sich positiv auf die Gewinnung von Fachkr\u00e4ften aus.\u201c<\/p>\n<p>In einer Expertenrunde mit Moderator Patrick Kohlberger (IHK Siegen) stellten drei Unternehmensvertreter und Unternehmensvertreterinnen Erfahrungsberichte aus der Praxis vor. Dabei wurde deutlich, dass wirksames BGM keineswegs nur gro\u00dfen Firmen vorbehalten ist. Sandra Heisig von der Ergotherapie Joswiak, die 25 Mitarbeiter besch\u00e4ftigt, berichtete beispielsweise \u00fcber den erfolgreichen Einsatz einer Gesundheits-App. Diese unterst\u00fctzt die Besch\u00e4ftigten unter anderem durch Fitness\u00fcbungen, Ern\u00e4hrungsberatung und mentale Impulse. Sie fasste zusammen, dass auch kleine Betriebe mit begrenztem Budget im BGM viel erreichen k\u00f6nnen, Mitarbeiterbefragungen wertvolle Hinweise geben und es vor allem darauf ankomme, zuzuh\u00f6ren und einfach loszulegen.<\/p>\n<p>Das Softwareentwicklungsunternehmen ifm solution GmbH mit 450 Besch\u00e4ftigten am Standort Siegen setzt gezielt auf Pr\u00e4vention. Dina Zwiorek, dort unter anderem f\u00fcr innerbetriebliche Gesundheit verantwortlich, erl\u00e4uterte, dass Unterst\u00fctzung bei vielen Unternehmen erst dann einsetzt, wenn bereits Erkrankungen vorliegen. Der Softwareentwickler hingegen m\u00f6chte pr\u00e4ventiv handeln.<\/p>\n<p>Neben kleineren Aktionen wie Bewegungsimpulsen f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten geh\u00f6ren auch umfangreichere Ma\u00dfnahmen wie Hautscreenings zum Angebot.<br \/>\nMarc Langel, Corporate Health Expert bei Viega, gab Einblicke in die BGM-Strukturen eines gro\u00dfen Unternehmens mit allein mehr als 2.200 Mitarbeitern in S\u00fcdwestfalen. Neben Sensibilisierungsangeboten, etwa f\u00fcr \u00e4ltere Besch\u00e4ftigte oder Auszubildende, sowie unterst\u00fctzenden Ma\u00dfnahmen im Arbeitsalltag und bestm\u00f6gliche Pr\u00e4vention liegt hier ein besonderer Fokus auf der Unterst\u00fctzung von Mitarbeitern mit Krebserkrankungen. Viega ist Teil der Initiative \u201eWorking with Cancer\u201c und garantiert im Krankheitsfall eine Entgeltfortzahlung f\u00fcr die Dauer eines Jahres. Zus\u00e4tzlich bietet das Unternehmen finanzielle Unterst\u00fctzung durch die \u00dcbernahme des Eigenanteils bei Medikamenten- und die von den Krankenkassen nicht abgedeckten Reisekosten. Das Ziel dabei: Eine offene Unternehmenskultur zu schaffen, in der \u00fcber alle Erkrankungen gesprochen werden kann. Dies soll es den Mitarbeitern erleichtern auch bei anderen gesundheitlichen Belastungen offen zu sein.<\/p>\n<p><strong>Kleinmesse \u201eMarkt der M\u00f6glichkeiten\u201c und praxisnahe Vortr\u00e4ge<\/strong><br \/>\nZudem nutzten die Teilnehmer den \u201eMarkt der M\u00f6glichkeiten\u201c, um sich auf der parallellaufenden Kleinmesse zu informieren. Acht Aussteller pr\u00e4sentierten Angebote zur Gesundheitsf\u00f6rderung im Betrieb. So konnten Besucher bei \u201eFast Coaches\u201c ihre Fitness testen und einen pers\u00f6nlichen Mobilit\u00e4tstest machen. Die Universit\u00e4t Siegen stellte ein Exoskelett vor, das k\u00f6rperliche Belastungen im Arbeitsalltag reduziert. Weitere Einblicke boten unter anderem das Unternehmen Besser Sehen Krumm mit Augenanalysen, die iGuS \u2013 Gesund im Beruf GmbH mit Informationen zu ihrer Gesundheits- und Sozialhotline sowie die reselve gGmbH, das Arbeitsmedizinische Zentrum Siegerland, die AOK NordWest und Anna Simon mit verschiedenen Angeboten zur F\u00f6rderung der mentalen und k\u00f6rperlichen Gesundheit.<\/p>\n<p>In ihrem anschlie\u00dfenden Vortrag widmete sich Anna Simon dem Thema \u201eTechno-Stress\u201c. In einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt entstehen psychische Belastungen h\u00e4ufig durch permanente Erreichbarkeit, Bildschirmarbeit oder Multitasking. Zur Pr\u00e4vention empfahl sie unter anderem Ma\u00dfnahmen wie digitale Hygiene \u2013 etwa das bewusste Abschalten von Benachrichtigungen \u2013, digitales Monotasking mit klarem Fokus auf einzelne Aufgaben sowie verbindliche Kommunikations- und Erreichbarkeitsregeln im Unternehmen. Auch eine bewusste Unternehmenskultur, in der Pausen und Erholungszeiten eingehalten werden, sei von zentraler Bedeutung.<\/p>\n<p>Anja Feldmann, Psychologin beim Arbeitsmedizinischen Zentrum Siegerland sensibilisierte f\u00fcr das Erkennen und den Umgang mit psychischen Erkrankungen wie Burnout, Depressionen, Angstst\u00f6rungen und Traumata. Anhand praxisnaher Beispiele erl\u00e4uterte sie typische Verhaltensweisen Betroffener und gab Hinweise f\u00fcr einen angemessenen Umgang im betrieblichen Umfeld.<\/p>\n<p>Mitorganisator Adrian Sch\u00f6ps von der IHK Siegen zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz des Gesundheitstags: \u201eDie durchweg positiven R\u00fcckmeldungen und die hohe Teilnehmerzahl zeigen die Bedeutung. Im n\u00e4chsten Jahr wollen wir dieses Format mit vielf\u00e4ltigen Themen weiterf\u00fchren.\u201c Auch Melanie Schreier von der Regionalagentur Siegen-Wittgenstein\/Olpe betonte das gro\u00dfe Interesse: \u201eWir freuen uns schon auf viele weitere Themen in der Workshop-Reihe der Gesundheitsscouts, die in K\u00fcrze wieder startet.\u201c<\/p>\n<p><strong>Zum Hintergrund<\/strong><br \/>\nDer \u201eArbeitskreis Demografie\u201c setzt sich aus der federf\u00fchrenden Regionalagentur der Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe, der IHK Siegen, dem Arbeitsmedizinischen Zentrum Siegerland e.V., der AOK Nordwest Regionaldirektion Siegen, dem Deutschen Gewerkschaftsbund Region S\u00fcdwestfalen, der IG Metall Siegen, den Arbeitgeberverb\u00e4nden Siegen-Wittgenstein und Olpe, der Universit\u00e4t Siegen sowie dem Kreis Siegen-Wittgenstein zusammen. Ziel der regionalen Kooperation ist ein gemeinsames Service- und Informationsangebot zum Thema Gesundheitsmanagement, insbesondere f\u00fcr die betriebliche Praxis.<\/p>\n<p>Text:\/Foto: IHK Siegen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gesundheit im Betrieb hat viele Facetten \u2013 von k\u00f6rperlicher Fitness \u00fcber psychisches Wohlbefinden bis hin zu Inklusion und der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. 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