{"id":33482,"date":"2025-10-28T16:33:47","date_gmt":"2025-10-28T15:33:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=33482"},"modified":"2025-12-09T16:38:45","modified_gmt":"2025-12-09T15:38:45","slug":"indische-azubis-staerken-die-region","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/indische-azubis-staerken-die-region\/","title":{"rendered":"Indische Azubis st\u00e4rken die Region"},"content":{"rendered":"<p>Acht junge Menschen aus Indien, begleitet von ihren Ausbilderinnen, Ausbildern und Unternehmensvertreterinnen und -vertretern der Firmen EJOT, Erndtebr\u00fccker Eisenwerke und LEWA GmbH, waren am vergangenen Mittwoch im Siegener Berufsinformationszentrum (BiZ) zu Gast. Gemeinsam mit Vertreterinnen der Agentur f\u00fcr Arbeit Siegen ging es um den Austausch zur Integration und Ausbildung der Jugendlichen, die k\u00fcrzlich ihre Ausbildung in der Region aufgenommen haben.<\/p>\n<p><strong>Gemeinsamer Austausch zu Chancen, Herausforderungen und Perspektiven internationaler Ausbildung<br \/>\n<\/strong>Die angehenden Fachkr\u00e4fte haben einen Weg von mehreren tausend Kilometern fernab der Heimat auf sich genommen, um hier im Agenturbezirk eine berufliche Perspektive zu finden \u2013 und umgekehrt helfen sie dabei, den zunehmenden Fachkr\u00e4fteengpass zu lindern.<\/p>\n<p>Stephanie Kr\u00f6mer, Vorsitzende der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Agentur f\u00fcr Arbeit Siegen, betonte die Bedeutung dieser Initiative: \u201eAlle indischen Auszubildenden sind im gewerblich-technischen Bereich t\u00e4tig \u2013 das trifft ins Mark unserer Region. Wir brauchen genau diese Qualifikationen. Internationale Ausbildungspartnerschaften sind daf\u00fcr ein entscheidender Schl\u00fcssel.\u201c<\/p>\n<p><strong>Unternehmen zeigen Engagement und Offenheit<\/strong><br \/>\nAuch von Seiten der Unternehmen wurde die Resonanz als durchweg positiv beschrieben. Maja Linde, Ausbilderin bei EJOT, berichtet, dass die Kolleginnen und Kollegen im Betrieb zun\u00e4chst neugierig waren, als die neuen Azubis eintrafen: \u201eNat\u00fcrlich war das Interesse gro\u00df. Aber die Stimmung war von Anfang an offen und herzlich. Es war sofort eine Willkommenskultur sp\u00fcrbar.\u201c Sascha Stettner, Ausbildungsleiter bei den Erndtebr\u00fccker Eisenwerken, erg\u00e4nzt mit seinen Einsch\u00e4tzungen zur Bewerberlage: \u201eDas Recruiting ist in den letzten Jahren grunds\u00e4tzlich schwieriger geworden. Die Bewerbungen der inl\u00e4ndischen Jugendlichen reichen bei Weitem nicht aus. Die indischen Auszubildenden zeigen gro\u00dfes Engagement und Lernbereitschaft \u2013 sie sind eine echte Bereicherung.\u201c<\/p>\n<p><strong>Herausforderungen bleiben: Sprache und Wohnen<br \/>\n<\/strong>Neben den Erfolgen wurden auch die bestehenden Herausforderungen thematisiert. Der Wohnraummangel stellte die Betriebe und die Auszubildende anfangs vor Probleme. \u201eHier braucht es ein starkes Netzwerk aus Menschen und Unterst\u00fctzern, die pragmatische L\u00f6sungen finden\u201c, hie\u00df es aus den Reihen der Unternehmen. Auch die Sprache bleibt trotz beachtlicher Fortschritte noch eine H\u00fcrde im Alltag. Viele der jungen Leute verst\u00e4ndigen sich bereits gut auf Deutsch, sto\u00dfen im \u00f6ffentlichen Raum aber hier und da noch auf Barrieren.<\/p>\n<p><strong>\u201eIhr seid eine Bereicherung f\u00fcr uns\u201c<\/strong><br \/>\nClaudia B\u00fcgeler, Leitung Campus Aus- und Weiterbildung bei LEWA GmbH, berichtet von intensiven Vorbereitungen im Vorfeld: \u201eDer gesamte Auswahlprozess fand zun\u00e4chst online statt \u2013 umso emotionaler war es, die jungen Menschen nun pers\u00f6nlich kennenzulernen. Das Engagement ist gro\u00df, aber der Aufwand auch. Dennoch: Ihr seid eine Bereicherung f\u00fcr uns.\u201c Und mit einem Augenzwinkern f\u00fcgte sie hinzu, sie hoffe, dass die Lernbereitschaft und Motivation der indischen jungen Leute auch etwas auf die deutschen Kolleginnen und Kollegen abf\u00e4rbt.<\/p>\n<p><strong>Kulturelle Einblicke und pers\u00f6nliche Geschichten<\/strong><br \/>\nZum Abschluss sorgte ein interaktives Kartenspiel f\u00fcr einen lebhaften Austausch. Fragen wie \u201eWas vermisst du aus deiner Heimat?\u201c gaben Einblicke in die kulturellen Unterschiede \u2013 und Gemeinsamkeiten. Manish Manish, einer der Auszubildenden, res\u00fcmiert: \u201eDie Auswahl meiner Firma war der sch\u00f6nste Moment im ganzen Prozess. Ich freue mich darauf, Land und Leute noch besser kennenzulernen.\u201c<\/p>\n<p>Adityansh Ray stellte fest: \u201eIn Deutschland ist alles so organisiert \u2013 selbst die umfangreichen Stra\u00dfenregeln! Das ist ganz anders als in Indien.\u201c Auch das Thema Work-Life-Balance beeindruckte viele: W\u00e4hrend in Indien oft bis sp\u00e4t gearbeitet wird und sich kein rechter Feierabend einstellt, lernen die Jugendlichen hier, dass Freizeit und Arbeit im Gleichgewicht stehen d\u00fcrfen. Simone Stuhrmann, operative Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Siegener Arbeitsagentur, bedankte sich bei den Unternehmen f\u00fcr ihr gro\u00dfes Engagement: \u201eEs passt \u2013 die jungen Menschen bringen Begeisterung und Tatkraft mit. Ich w\u00fcnsche mir, dass viele diesem Beispiel folgen.\u201c Die Jugendlichen blicken nun gespannt auf ihre ersten Erlebnisse in Deutschland \u2013 auf Weihnachtsmarkt, das erste deutsche Oktoberfest im n\u00e4chsten Jahr und vor allem auf ihre berufliche Zukunft in der Region. In Indien herrscht eine hohe Jugendarbeitslosigkeit, w\u00e4hrend in Deutschland Fachkr\u00e4fte fehlen \u2013 ein Austausch, der beiden Seiten Chancen er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Text\/Foto: Arbeitsagentur<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Acht junge Menschen aus Indien, begleitet von ihren Ausbilderinnen, Ausbildern und Unternehmensvertreterinnen und -vertretern der Firmen EJOT, Erndtebr\u00fccker Eisenwerke und LEWA GmbH, waren am vergangenen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":33483,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[1,30,11],"tags":[],"class_list":["post-33482","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuell","category-vermischtes","category-regionale-wirtschaft"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Image-scaled.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33482","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=33482"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33482\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":33484,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33482\/revisions\/33484"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media\/33483"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=33482"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=33482"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=33482"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}