{"id":3268,"date":"2016-02-17T14:27:18","date_gmt":"2016-02-17T13:27:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=3268"},"modified":"2016-02-17T14:27:18","modified_gmt":"2016-02-17T13:27:18","slug":"anforderungen-im-zeichen-der-digitalisierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/anforderungen-im-zeichen-der-digitalisierung\/","title":{"rendered":"Anforderungen im Zeichen der Digitalisierung"},"content":{"rendered":"<p>Das Thema Industrie 4.0 ist derzeit in aller Munde. Dabei geht es vor allem um die Frage, welche Herausforderungen durch die zunehmende Digitalisierung auf Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland zukommen. Andrea Hammermann \u00a0und Oliver Stettes vom Institut der deutschen Wirtschaft in K\u00f6ln haben sich in diesem Zusammenhang vor allem mit den Konsequenzen f\u00fcr die berufliche Qualifizierung besch\u00e4ftigt. Sie sind dabei zu folgenden Ergebnissen gekommen.<\/p>\n<p>Im digitalen Wandel nehmen die Anforderungen an die F\u00e4higkeiten, Fertigkeiten und das Wissen der Mitarbeiter zu. Die Einsch\u00e4tzungen der Unternehmen, die bereits einen hohen Grad der Digitalisierung ihrer gesch\u00e4ftlichen Aktivit\u00e4ten aufweisen, geben Orientierung, wie sich die fortschreitende Digitalisierung auf die Arbeitswelt auswirken k\u00f6nnte. Mehr als acht von zehn dieser Unternehmen, (82,2 Prozent) sehen Anpassungsbedarf in der schulischen und akademischen Bildung. Diese stellt die Grundlage daf\u00fcr dar, dass Besch\u00e4ftigte in einer sich stetig wandelnden Arbeitswelt im Laufe ihrer Erwerbsbiografie ihre berufliche Handlungsf\u00e4higkeit aufbauen, erhalten und weiterentwickeln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der Fokus richtet sich dabei insbesondere auf das Wissen \u00fcber die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien und den Umgang mit dem Internet als berufliches Medium. W\u00e4hrend es heute noch vielerorts ausreicht, dass lediglich ausgew\u00e4hlte Belegschaftsangeh\u00f6rige \u00fcber entsprechende IT-Kompetenzen verf\u00fcgen, wird dies in Zukunft auch von der Mehrheit der Besch\u00e4ftigten verlangt werden, um die Potenziale digitaler Technologien zur Steigerung der Effizienz von Arbeits- und Fertigungsprozessen aussch\u00f6pfen zu k\u00f6nnen. Davon sind zwei Drittel (beim IT-Fachwissen) bis drei Viertel (bei online-Kompetenzen) der stark digitalisierten Unternehmen \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p>Im digitalen Wandel steigen zugleich auch die Anforderungen an die sozialen Kompetenzen der Mitarbeiter noch einmal an. Flexible Arbeitsorganisationen, die Arbeit in virtuellen Teams und dezentrale Entscheidungsstrukturen bed\u00fcrfen Mitarbeiter mit hoher Kooperationsbereitschaft, ausgepr\u00e4gter Kommunikationsst\u00e4rke sowie der F\u00e4higkeit und der Bereitschaft sich und die eigene Arbeit eigenst\u00e4ndig und eigenverantwortlich zu organisieren. Eine zunehmende Bedeutung erwarten aber selbst sieben von zehn der Unternehmen, die sich im Zusammenhang mit der Digitalisierung der Arbeitswelt noch relativ zur\u00fcckhaltend zeigen. Unter den stark digitalisierten Betrieben sind es sogar mehr als acht von zehn.<\/p>\n<p>Die Unternehmen sind sich der eigenen Handlungsfelder bewusst, damit sie von einer zunehmenden Verbreitung des Internets wirtschaftlich profitieren k\u00f6nnen. Dies gilt gleicherma\u00dfen f\u00fcr betriebliche Qualifizierungsma\u00dfnahmen zur besseren beruflichen Nutzung des Internets \u2013 dies sagen sieben von zehn der stark digitalisierten Unternehmen \u2013 wie f\u00fcr den Erhalt und die Steigerung der Ver\u00e4nderungsbereitschaft der Mitarbeiter und F\u00fchrungskr\u00e4fte \u2013 dies sagen drei Viertel der stark digitalisierten Unternehmen. So zeigen sich stark digitalisierte Unternehmen dann auch bereits heute gut vorbereitet. Sie sind in der Personalentwicklung und Weiterbildung nicht nur engagierter, sondern auch vorausschauender. Die systematische Analyse von Kompetenzprofilen und beruflichen Ambitionen hilft den F\u00fchrungskr\u00e4ften, die Mitarbeiter f\u00fcr Ver\u00e4nderungen zu gewinnen und zu bef\u00e4higen. Ein lernf\u00f6rderliche Arbeitsumgebung, altersgemischte Teams und Wissenstransfersysteme leisten die Gew\u00e4hr, dass die Besch\u00e4ftigten in einem digitalisierten Umfeld das erforderliche berufliche und betriebliche Erfahrungswissen aufbauen, erhalten, weiterentwickeln und auch an andere weitergeben k\u00f6nnen. Jedes zweite stark digitalisierte Unternehmen ist in dieser Hinsicht gut ger\u00fcstet. Unter den Betrieben, die sich bislang eher zur\u00fcckhaltend mit dem Thema Digitalisierung auseinandersetzen, trifft dies nur auf jeden Vierten zu.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.iwkoeln.de\/studien\/iw-policy-papers\/beitrag\/andrea-hammermann-oliver-stettes-qualifikationsbedarf-und-qualifizierung-251836\" target=\"_blank\">Institut der deutschen Wirtschaft<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Thema Industrie 4.0 ist derzeit in aller Munde. 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