{"id":3220,"date":"2016-02-05T11:06:43","date_gmt":"2016-02-05T10:06:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=3220"},"modified":"2016-02-05T11:06:43","modified_gmt":"2016-02-05T10:06:43","slug":"oepnv-ist-teil-der-grundversorgung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/oepnv-ist-teil-der-grundversorgung\/","title":{"rendered":"\u00d6PNV ist Teil der Grundversorgung"},"content":{"rendered":"<p>Seit dem 1. Februar gibt es jetzt also eine neue Schnellbusverbindung zwischen Bad Laasphe und Bad Berleburg. Zwar erst einmal nur testweise, aber immerhin. \u201eDiese Linie verkehrt montags bis freitags mit acht durchgehenden Fahrten je Richtung. Die Fahrzeit von Bad Berleburg nach Bad Laasphe betr\u00e4gt 29 Minuten; in der Gegenrichtung 28 Minuten. Das Angebot ist so ausgelegt, dass in Bad Berleburg passend zum Arbeitsbeginn und zum Arbeitsende die Firma EJOT ebenfalls bedient wird.\u201c Sehr sch\u00f6n. Das ist doch mal ein Fortschritt. Da darf man gespannt sein, ob die Buslinie von den Wittgensteinern auch so angenommen wird, dass ein dauerhafter Betrieb wirtschaftlich Sinn macht. \u201eWir hoffen auf eine gro\u00dfe Resonanz in der Bev\u00f6lkerung und eine entsprechend gro\u00dfe Nachfrage nach dieser neuen Schnellbusverbindung\u201c, so G\u00fcnter Padt, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der ZWS. \u201eDie Bev\u00f6lkerung erh\u00e4lt quasi die Chance mit ihrer Nutzung dar\u00fcber abzustimmen, ob diese Linie fester Bestandteil des neuen Nahverkehrsplans wird.\u201c So die Pressemitteilung der Kreisverwaltung.<\/p>\n<p>Stop. Kurze Denkpause.<\/p>\n<p>Einige Informationen in dieser Meldung sollten doch nachdenklich stimmen. Zun\u00e4chst einmal soll getestet werden, ob die Strecke angenommen wird. Und dann stellt sich selbstverst\u00e4ndlich auch noch die Frage nach der Wirtschaftlichkeit. Letztlich soll die Bev\u00f6lkerung dar\u00fcber abstimmen, ob sie diese Linie will oder nicht. Da sind einige kritische Anmerkungen durchaus erlaubt.<\/p>\n<p>Generell kann man fast immer davon ausgehen, dass der \u00f6ffentliche Personennahverkehr im l\u00e4ndlichen Raum kaum wirtschaftlich betrieben werden kann. Dazu bedarf es eigentlich keiner Tests. Gleichzeitig hat er aber f\u00fcr die Menschen, die dort leben und nicht selber motorisiert sind, eine erhebliche, wenn nicht sogar existenzielle Bedeutung. Daf\u00fcr braucht es auch keine Abstimmung. Deshalb ist der \u00d6PNV, ebenso wie das \u00f6ffentliche Schulwesen oder die kommunale Infrastruktur, letztlich ein Bestandteil der durch den Staat vorzuhaltenden Grundversorgung. \u00dcber viele Jahre war das auch so. Erst durch die Privatisierungswellen der achtziger und neunziger Jahre hat sich das ge\u00e4ndert, haben sich gleichzeitig aber auch Qualit\u00e4t und Angebot f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung im l\u00e4ndlichen Raum kontinuierlich verschlechtert.<\/p>\n<p>F\u00fcr die \u00f6ffentlichen Haushalte war das zwar eine ganz erhebliche finanzielle Entlastung. F\u00fcr die betroffenen Menschen aber eine deutliche Verschlechterung ihrer Lebensqualit\u00e4t. Da eine R\u00fcckbesinnung auf die Grundprinzipien staatlicher Daseinsvorsorge trotz permanent steigender Steuereinnahmen derzeit wohl nicht abzusehen ist, bleibt also nur zu hoffen, dass die Menschen in Wittgenstein das neue Schnellbusangebot so annehmen, dass es auch dauerhaft erhalten bleibt.<\/p>\n<p>Nachtrag: Anscheinend geht man schon jetzt davon aus, dass der Linienbetrieb am Wochenende unwirtschaftlich ist, denn es sind nur Verbindungen von Montag bis Freitag vorgesehen. Samstags und Sonntags d\u00fcrfen die Wittgensteiner dann wieder mit dem Auto von Bad Berleburg nach Bad Laasphe fahren oder\u00a0umgekehrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit dem 1. Februar gibt es jetzt also eine neue Schnellbusverbindung zwischen Bad Laasphe und Bad Berleburg. 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