{"id":32,"date":"2011-12-02T11:41:15","date_gmt":"2011-12-02T10:41:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=32"},"modified":"2011-12-02T12:13:55","modified_gmt":"2011-12-02T11:13:55","slug":"bad-laasphe-muss-jetzt-prioritaten-setzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/bad-laasphe-muss-jetzt-prioritaten-setzen\/","title":{"rendered":"Bad Laasphe muss jetzt Priorit\u00e4ten setzen"},"content":{"rendered":"<p>Bad Laasphe, 9. November 2011. &#8222;Bis 2019 wird die Zahl der Schulabg\u00e4nger um 25 Prozent zur\u00fcckgehen. Die Unternehmen m\u00fcssen dann um jeden Auszubildenden k\u00e4mpfen. Das ist eine neue Situation. Uns droht dann ein Fachkr\u00e4ftemangel. Darauf m\u00fcssen wir uns alle einstellen&#8220;. So er\u00f6ffnete Franz J. Mockenhaupt, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) ein Wirtschaftsgespr\u00e4ch, zu dem die IHK die Bad Laaspher Unternehmen, den B\u00fcrgermeister der Stadt sowie die Fraktionsvorsitzenden der Ratsfraktionen in die Gesch\u00e4ftsr\u00e4ume der Weber Maschinentechnik GmbH eingeladen hatte.<\/p>\n<p>Dass die demographische Entwicklung f\u00fcr Bad Laasphe zu einer gro\u00dfen Herausforderung werden wird, darin waren sich alle Anwesenden einig. Welche Ideen und Projekte des gemeinsam mit B\u00fcrgern erarbeiteten Leitbildes der Stadt umgesetzt werden, muss nun die Politik entscheiden. Noch gleiche das Leitbild \u201eeinem Wunschkonzert ohne gro\u00dfe Linie\u201c, wie es einer der Anwesenden ausdr\u00fcckte.<\/p>\n<p>&#8222;Wollen wir ein Industrie-, ein Tourismus- oder ein Wohnstandort sein? Oder wollen wir von allem etwas?&#8220; Diese Frage eines Unternehmers blieb unbeantwortet. Nach Ansicht der IHK sollte die Industrie erste Priorit\u00e4t haben. &#8222;Die Industrie ist in Bad Laasphe der wichtigste Arbeitgeber\u201c. Wir m\u00fcssen sie hegen und pflegen ohne den Dienstleistungsbereich und Einzelhandel zu vernachl\u00e4ssigen&#8220;, so Mockenhaupt. &#8222;Man darf die Zukunftsfragen aber nicht auf das Problem der schlechten Verkehrsanbindung und auf die Ausweisung neuer Gewerbefl\u00e4chen reduzieren&#8220;, so eine Teilnehmerin, &#8222;wir m\u00fcssen unsere Stadt gleichzeitig so attraktiv gestalten, dass die Menschen sich hier niederlassen und es hier so spannend finden, dass sie hier bleiben. Sonst, kommen auch keine neuen Betriebe zu uns.\u201c Der Tourismus habe nicht nur die Aufgabe, G\u00e4ste von au\u00dfen anzuziehen. \u201eEr ist auch f\u00fcr die B\u00fcrger Bad Laasphes von gro\u00dfer Bedeutung. Aber der Tourismus hat keine Lobby&#8220;, so die Teilnehmerin<\/p>\n<p>B\u00fcrgermeister Dr. Torsten Spillmann betonte, dass es in Bad Laasphe eine &#8222;attraktive Mischung&#8220; von produzierenden Betrieben und Dienstleistungsunternehmen gebe und es gelingen m\u00fcsse, die Attraktivit\u00e4t der Stadt auf dieser Basis zu erhalten und zu verbessern. \u201eWir m\u00fcssen uns alle Optionen offen halten\u201c, so Dr. Spillmann. &#8222;Die Probleme beginnen aber schon bei der Grundausstattung mit Kinderg\u00e4rten und Schulen&#8220;, so Karl-Heinz Lehmann, 1. Stellvertretender B\u00fcrgermeister der Stadt. &#8222;Wenn wir noch weniger Sch\u00fcler haben, stellt sich die Frage, ob es m\u00f6glich und zumutbar ist, bestehende Einrichtungen zu schlie\u00dfen und die Kinder morgens und mittags in den Bus zu setzen. Wir m\u00fcssen die M\u00f6glichkeit haben, auch kleinere Eingangsklassen einzurichten. Dazu muss die Mindestsch\u00fclerzahl abgesenkt werden, etwa auf 15 Sch\u00fcler\u201c.<\/p>\n<p>Was wird aus der Altstadt? An dieser Frage entz\u00fcndete sich eine lebhafte Diskussion. &#8222;Wir m\u00fcssen uns fragen, ob wir nicht zu viel Altstadt im Angebot haben&#8220;, so ein Unternehmer, &#8222;wir k\u00f6nnen kein Freilichtmuseum f\u00fcr ein paar Touristen sein&#8220;. Nach Ansicht eines Einzelh\u00e4ndlers der Stadt gibt es auch f\u00fcr die Altstadt zukunftsf\u00e4hige Nutzungskonzepte unter Einschluss von Wohnen und gewerblicher Nutzung. Er vermisse aber den Mut und den Willen zu Ver\u00e4nderungen: &#8222;Wir k\u00f6nnen die Stadt nur gemeinsam nach vorne bringen&#8220;, so sein Statement.<\/p>\n<p>Wie wichtig es f\u00fcr die Stadt ist, nach au\u00dfen geschlossen aufzutreten, zeigte Hermann-Josef Droege, stellvertretender Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der IHK. Das Land habe die Ortsumgehung Bad Laasphe zun\u00e4chst einmal aus seiner Priorit\u00e4tenliste gestrichen, in der \u00dcberzeugung, dass es hier an einem Konsens vor Ort fehle. &#8222;Dass der Rat der Stadt bereits vor vielen Jahren einen verbindlichen Beschluss f\u00fcr die Umsetzung einer Planungsvariante gefasst hatte, ist hierbei v\u00f6llig untergegangen&#8220;, so Droege, &#8222;wenn die Stadt hier \u00fcberhaupt noch etwas erreichen kann, dann nur durch eine klare politische Entscheidung. Insofern w\u00e4re es sehr hilfreich, wenn sie den damaligen Beschluss noch einmal ausdr\u00fccklich bekr\u00e4ftigen k\u00f6nnte.&#8220; Unternehmen, Gewerkschaften und Einwohner aus der Region h\u00e4tten mit einer Unterschriftenaktion f\u00fcr die &#8222;Route57&#8220; bereits der &#8222;schweigenden Mehrheit&#8220; f\u00fcr eine bessere Stra\u00dfenanbindung Wittgensteins eine Stimme gegeben. &#8222;In kurzer Zeit haben bereits mehr als 12.000 B\u00fcrger unterschrieben&#8220;, so Droege, &#8222;damit konnten wir in D\u00fcsseldorf den falschen Eindruck korrigieren, die Region sei in dieser Frage gespalten.&#8220;<\/p>\n<p>F\u00fcr die Stadt Bad Laasphe sind gute Entwicklungsperspektiven wichtig. Denn &#8222;sie muss bis 2020 ihren Haushalt ausgleichen&#8220;, so B\u00fcrgermeister Dr. Spillmann. Gegenw\u00e4rtig ist noch nicht klar, wie das gelingen kann. Die Stadt arbeitet derzeit mit einem Nothaushalt. \u201eDer Bev\u00f6lkerungsr\u00fcckgang und absehbare weitere Einbu\u00dfen im kommunalen Finanzausgleich werden die Finanzierbarkeit unserer Vorhaben noch weiter erschweren\u201c, so der B\u00fcrgermeister. \u201eUmso wichtiger ist es, jetzt die richtigen Priorit\u00e4ten zu setzen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bad Laasphe, 9. November 2011. &#8222;Bis 2019 wird die Zahl der Schulabg\u00e4nger um 25 Prozent zur\u00fcckgehen. Die Unternehmen m\u00fcssen dann um jeden Auszubildenden k\u00e4mpfen. Das&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-32","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-regionale-wirtschaft"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=32"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":53,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32\/revisions\/53"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=32"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=32"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=32"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}