{"id":31471,"date":"2023-10-09T09:45:34","date_gmt":"2023-10-09T07:45:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=31471"},"modified":"2023-10-09T09:45:34","modified_gmt":"2023-10-09T07:45:34","slug":"vorlaeufige-ihk-lehrstellenbilanz-2023-besser-als-erwartet-dennoch-nicht-wirklich-zufriedenstellend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/vorlaeufige-ihk-lehrstellenbilanz-2023-besser-als-erwartet-dennoch-nicht-wirklich-zufriedenstellend\/","title":{"rendered":"Vorl\u00e4ufige IHK-Lehrstellenbilanz 2023: Besser als erwartet, dennoch nicht wirklich zufriedenstellend"},"content":{"rendered":"<p>Die Unternehmen in Industrie und Handel schlossen bis Ende September in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe 1.977 Lehrvertr\u00e4ge ab. Der Zuwachs gegen\u00fcber dem Vorjahr betr\u00e4gt 4,6 Prozent. Im Kreis Siegen-Wittgenstein steigerten die Firmen die Anzahl der geschlossenen Lehrvertr\u00e4ge um 7 Prozent. Dem gegen\u00fcber blieb das Ausbildungsvolumen im Kreis Olpe nahezu unver\u00e4ndert. \u201eBei oberfl\u00e4chlicher Betrachtung kann man von einem erfreulichen Ergebnis sprechen. Zuwachs ist immer besser als R\u00fcckgang. Nach wie vor gilt jedoch: In diesem Jahr w\u00e4re deutlich mehr ,drin\u2018 gewesen. Zahlreiche Unternehmen blieben im wahrsten Sinne des Wortes auf leeren Lehrstellen sitzen.\u201c Mit diesen Worten kommentiert IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Klaus Gr\u00e4bener die vorl\u00e4ufige Ausbildungsbilanz 2023. Man sch\u00e4tze, dass die Unternehmen allein im IHK-Bereich sicherlich etwa 300 Ausbildungsvertr\u00e4ge mehr h\u00e4tten abschlie\u00dfen k\u00f6nnen, wenn es denn passende Bewerbungen gegeben h\u00e4tte. Das sei bitter. Schlie\u00dflich fehlten die jungen Menschen, die derzeit nicht eingestellt w\u00fcrden, in den kommenden Jahren im Besch\u00e4ftigungssystem. Hinzu komme, dass derzeit wichtige konjunkturelle Indikatoren wie der Auftragseingang oder die zu erwartenden Ertr\u00e4ge eindeutig nach unten zeigten.<\/p>\n<p>Dies gelte auch f\u00fcr die Einstellungsdynamik der heimischen Wirtschaft, die nachlasse, wie eine aktuelle Umfrage bei rund 450 Unternehmen belege. Nur noch 11 Prozent der befragten Firmen wollten ihren Besch\u00e4ftigtenstand ausbauen, 27 Prozent planten dem gegen\u00fcber, ihre Besch\u00e4ftigung zu reduzieren. Klaus Gr\u00e4bener: \u201eDies sollten wir ernst nehmen. Wer meint, die Besch\u00e4ftigung w\u00fcrde sich dauerhaft von der konjunkturellen Lage abkoppeln, ist auf dem Holzweg. Die Einstellungsdynamik der Unternehmen hat offenkundig ihren H\u00f6hepunkt \u00fcberschritten. Wenn junge Leute immer weniger Interesse an der Lehre haben und gleichzeitig die Unternehmen aus konjunkturellen Gr\u00fcnden ihr Angebot reduzieren, werden steigende Ausbildungszahlen im kommenden Jahr nicht wahrscheinlicher. Das ist alles andere als gut.\u201c<\/p>\n<p>Zwischen beiden Kreisen gab es in den ersten neun Monaten erhebliche Unterschiede, betont IHK-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Sabine Bechheim. \u201eDer Zuwachs von 7 Prozent in Siegen-Wittgenstein resultierte im Wesentlichen daraus, dass die Anzahl geschlossener gewerblich-technischer Lehrvertr\u00e4ge um satte 11,6 Prozent anstieg. In den f\u00fcr die industrielle Entwicklung so wichtigen Metall- und Elektroberufen registrierten wir sogar einen Zuwachs von 17,5 Prozent. Das erstaunt und erfreut zugleich.\u201c Eine andere Entwicklung vollziehe sich derzeit im Kreis Olpe. Hier stagnierte bei abgeschlossenen 628 Lehrvertr\u00e4gen das realisierte Ausbildungsvolumen. Die kaufm\u00e4nnischen Vertr\u00e4ge stiegen um 6,4 Prozent an, w\u00e4hrend die gewerblich-technischen Vertr\u00e4ge um satte 6,6 Prozent abnahmen. Die Zahl der in den industriellen Metall- und Elektroberufen im Kreis Olpe abgeschlossenen Lehrvertr\u00e4ge sank binnen f\u00fcnf Jahren um mehr als ein Viertel. Dies verdeutlicht, wo im Kreis Olpe der Schuh dr\u00fcckt. Denn trotz der ged\u00e4mpften Konjunktur w\u00fcrden auch zuk\u00fcnftig Fachkr\u00e4fte gebraucht. Diese m\u00fcsse man heute schon ausbilden. Sabine Bechheim: \u201eWas auff\u00e4llt: Das Durchschnittsalter der Ausbildungsanf\u00e4nger im IHK-Bezirk liegt inzwischen bei 19,3 Jahren. Junge Menschen lassen sich immer mehr Zeit damit, sich f\u00fcr einen Berufsweg zu entscheiden. Und: 37 Prozent der diesj\u00e4hrigen Auszubildenden bringen die (Fach-)Hochschulreife mit.\u201c Demzufolge m\u00fcssten Informations- und Orientierungsangebote rund um die Ausbildung auch an Gymnasien eine gr\u00f6\u00dfere Rolle spielen. Daf\u00fcr biete die IHK sich gerne als Partner an.<\/p>\n<p>Im Altkreis Siegen registrierte die IHK in Hilchenbach (+ 36 Prozent), Netphen (+ 55 Prozent), Neunkirchen (+ 19 Prozent) und Wilnsdorf (+ 13 Prozent) deutliche Zuw\u00e4chse. R\u00fcckg\u00e4nge wurden in Freudenberg (- 24 Prozent) und in Kreuztal (- 14 Prozent) verzeichnet. Das Lehrstellenvolumen in Wittgenstein lag bei 158 Vertr\u00e4gen um gut 20 Prozent \u00fcber dem Vorjahresergebnis. Sabine Bechheim: \u201eDas ist prima. Dennoch h\u00e4tten wir uns einen gr\u00f6\u00dferen Zuwachs gerade hier gew\u00fcnscht, auch um den Berufsschulstandort in Bad Berleburg noch besser abzusichern.\u201c Im Kreis Olpe wurden die h\u00f6chsten Zuw\u00e4chse in der Stadt Olpe (+ 9 Prozent), Drolshagen (+ 7 Prozent) und Lennestadt (+ 19 Prozent) realisiert. R\u00fcckg\u00e4nge gab es in Attendorn (- 6 Prozent), Finnentrop (- 7 Prozent) und Wenden (- 17 Prozent).<\/p>\n<p>Text: <a href=\"https:\/\/www.ihk-siegen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">IHK Siegen<\/a>; Foto: Pixabay<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Unternehmen in Industrie und Handel schlossen bis Ende September in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe 1.977 Lehrvertr\u00e4ge ab. 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