{"id":31293,"date":"2023-08-23T16:16:49","date_gmt":"2023-08-23T14:16:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=31293"},"modified":"2023-08-23T16:18:19","modified_gmt":"2023-08-23T14:18:19","slug":"relativ-gute-noten-fuer-kommunen-im-kreis-olpe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/relativ-gute-noten-fuer-kommunen-im-kreis-olpe\/","title":{"rendered":"Relativ gute Noten f\u00fcr Kommunen im Kreis Olpe"},"content":{"rendered":"<p>Eine starke Wirtschaft braucht starke Kommunen und umgekehrt &#8211; Unter diesem Motto lud der Arbeitgeberverband f\u00fcr den Kreis Olpe Landrat Theo Melcher, den Kreisdirektor Philipp Scharfenbaum sowie die B\u00fcrgermeister der St\u00e4dte und Kommunen im Kreis Olpe zum gemeinsamen kommunal- und wirtschaftspolitischen Austausch ein. Hintergrund war die anl\u00e4sslich der zweiten H\u00e4lfte der kommunalpolitischen Wahlperiode vorgelegte erneute Regionalstudie des Instituts der Deutschen Wirtschaft in K\u00f6ln (IW Consult). Gemeinsam diskutierten Christopher Mennekes, Arndt G. Kirchhoff sowie Thorsten Holzh\u00e4user die auf den Kreis Olpe bezogenen Erkenntnisse dieser Studie mit Landrat, Kreisdirektor sowie den B\u00fcrgermeistern. Die Studie, welche erstmals 2020 durchgef\u00fchrt wurde und in diesem Jahr aktualisiert worden ist, untersucht anhand 17 verschiedener Indikatoren die Standortbedingungen sowohl in der Bestands- als<br \/>\nauch in der Entwicklungsperspektive der jeweiligen Kreise und stellt diese in einem vergleichenden Ranking der verschiedenen Kreise in Nordrhein-Westfalen dar. Anhand der Themenbereiche<br \/>\nWirtschaft, Wohnen, Arbeiten und Lebensqualit\u00e4t wurden daf\u00fcr ausgew\u00e4hlte Indikatoren wie beispielsweise die Gewerbesteuerhebes\u00e4tze, der Wohnungsneubau, die Besch\u00e4ftigungsrate von<br \/>\nFrauen oder die Kaufkraft untersucht. Gerade durch die Neuauflage der Studie konnten sich alle Beteiligten gemeinsam \u00fcber die jeweiligen Entwicklungen von der ersten zur jetzigen Studie austauschen. Laut der aktuellen Studie zeichnet sich der Kreis Olpe durch eine patentstarke solide und damit innovative Wirtschaft, eine hohe Attraktivit\u00e4t f\u00fcr \u00e4ltere Besch\u00e4ftigte, eine junge Einwohnerstruktur sowie eine hohe Kaufkraft aus.<\/p>\n<p><strong>\u00c4rzteversorgung im Kreis Olpe h\u00f6chst unterschiedlich<\/strong><br \/>\nArndt G. Kirchhoff erg\u00e4nzte, dass gerade die M+E-Industrie in Deutschland mit einem Anteil von rund 68 % der Ausgaben f\u00fcr Forschung &amp; Entwicklung an den gesamtwirtschaftlichen F &amp; E-Ausgaben Innovationstreiber Nr. 1 sei. Bezugnehmend auf eine weitere Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft unter dem Titel \u201eInnovation und Digitalisierung in der M+E-Industrie in Deutschland\u201c vom Juni 2023 betonte er, dass die F &amp; E-Quote in der M+E-Wirtschaft mehr als doppelt so hoch wie in der Gesamtwirtschaft liege. Die Redewendung &#8222;Wo Licht ist, ist auch Schatten&#8220; zeige jedoch auch, dass es noch Herausforderungen gebe, die es gemeinsam anzugehen gelte. So best\u00fcnden im Hinblick auf die gewerbliche Breitbandversorgung, die verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig geringe Anzahl an Baugenehmigungen, den Wohnungsneubau und die heterogen \u00c4rzteversorgung auch Optimierungspotenziale. Gerade bez\u00fcglich der \u00c4rzteversorgung gibt es zwischen den einzelnen Kommunen des Kreises Olpe hinsichtlich der Arztpraxendichte gro\u00dfe Unterschiede. Erfreulich f\u00fcr alle Beteiligten ist, dass der Kreis Olpe bzw. die einzelnen Kommunen in vielen Indikatoren gegen\u00fcber den weiteren NRW-Kommunen punkten konnten und dass der Kreis Olpe im Vergleich sehr stark sei.<\/p>\n<p><strong>Einsparpotenziale bei der Digitalisierung von Verwaltungsprozessen<\/strong><br \/>\nSo bewegen sich die Gewerbesteuerhebes\u00e4tze der Kommunen im Kreis Olpe mit einer Ausnahme auf einem im NRW-Vergleich unterdurchschnittlichen Niveau. Hier betonten Christopher<br \/>\nMennekes und Arndt G. Kirchhoff, dass gerade im Hinblick auf die Entwicklung von Gewerbesteuerhebes\u00e4tzen auch die Ausgabenseite im Fokus bleiben m\u00fcsse und auch Gewerbesteuersenkungen kein Tabu sein d\u00fcrften. So w\u00e4re laut Mennekes und Kirchhoff die Digitalisierung von Verwaltungsstrukturen und -prozessen ein m\u00f6glicher Ansatz, um entsprechende Einsparpotenziale zu generieren. Dies setze jedoch voraus, dass Top-Down ein einheitlicher Software-Standard vorgegeben werde, so Landrat und B\u00fcrgermeister unisono. Baugenehmigungen sowie Wohnungsneubau weisen im Vergleich zum f\u00fcr die erste Studie relevanten Erhebungsjahr 2018 gegen\u00fcber 2021 geringe oder negative Wachstumsraten auf. Hier m\u00fcsse dringend nachgesteuert werden. Auch hier zeige sich, dass die Vorgaben der Fl\u00e4chennutzungsplanung gewisse Grenzen setzen. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen die Kommunen nur bedingt in Konkurrenz zur freien<br \/>\nWirtschaft im Wohnungsneubau t\u00e4tig werden. Die aktuellen Preise verhinderten eine st\u00e4rkere Beteiligung. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Arbeits- und Fachkr\u00e4ftesituation m\u00fcsse jedoch eine entsprechende Infrastruktur f\u00fcr zugezogene Arbeitskr\u00e4ften vorhanden sein. Hier geht es neben den Fragen von bezahlbarem und vorhandenem Wohnraum auch um Fragen der<br \/>\nKinderbetreuung sowie der \u00c4rzteversorgung. F\u00fcr alle Teilnehmenden war es ein wertvoller Austausch, der zeigte: Nur im Schulterschluss von Wirtschaft und Kommunalpolitik kann es gelingen, die St\u00e4rken des Kreises Olpe auszubauen und die Herausforderungen zu meistern, damit der Kreis Olpe auch morgen noch ein Industriestandort mit hoher Lebensqualit\u00e4t bleibt.<\/p>\n<p>Text: AGV Olpe\/Foto: Pixabay<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine starke Wirtschaft braucht starke Kommunen und umgekehrt &#8211; Unter diesem Motto lud der Arbeitgeberverband f\u00fcr den Kreis Olpe Landrat Theo Melcher, den Kreisdirektor Philipp&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":31294,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[1,30,11],"tags":[],"class_list":["post-31293","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuell","category-vermischtes","category-regionale-wirtschaft"],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/welding-2178127_1280.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31293","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31293"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31293\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31297,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31293\/revisions\/31297"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media\/31294"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31293"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31293"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31293"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}