{"id":31041,"date":"2023-06-19T09:10:22","date_gmt":"2023-06-19T07:10:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=31041"},"modified":"2023-06-19T09:10:34","modified_gmt":"2023-06-19T07:10:34","slug":"ejot-finkernagel-und-arcelormittal-knuepfen-nachhaltigkeitskette","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/ejot-finkernagel-und-arcelormittal-knuepfen-nachhaltigkeitskette\/","title":{"rendered":"EJOT, Finkernagel und ArcelorMittal kn\u00fcpfen Nachhaltigkeitskette"},"content":{"rendered":"<p>Dass ambitionierte Klimaziele nur in einem Schulterschluss erreicht werden k\u00f6nnen, liegt auf der Hand. Die Zusammenarbeit zwischen ArcelorMittal, Finkernagel und EJOT ist ein gutes Beispiel und eine Premiere f\u00fcr eine Kooperation von Hersteller, Weiterverarbeiter und Endprodukthersteller zur Verringerung von Umweltauswirkungen: ArcelorMittal Hamburg produziert hochgradig CO2-reduzierten XCarb-Stahl aus recyceltem und erneuerbarem Material mit deutlich geringerem CO2-Fu\u00dfabdruck als konventionell hergestellter Stahl, den das Drahtwerk Finkernagel weiterverarbeitet; EJOT wiederum stellt aus dem gezogenen Draht in Kaltumformung Schrauben her, die am Ende f\u00fcr die Batterien in Elektroautos oder f\u00fcr die Befestigung von Solarmodulen verwendet werden. Durch den Einsatz von XCarb, recycelt und erneuerbar hergestellt, liegen die CO2-Einsparungen bei insgesamt 80 Prozent verglichen mit konventionellem Stahl, und der CO2-reduzierte Stahl kommt durch seinen Einsatz in Solarmodulen und E-Autos letztlich der Energiewende zugute. Am Sitz von Finkernagel in Altena, Nordrhein-Westfalen, machten die drei Unternehmen die Kooperation \u00f6ffentlich.<\/p>\n<p><strong>Dr. Uwe Braun, CEO von ArcelorMittal Hamburg:<\/strong> \u201eWir schaffen dank der Kooperation eine besondere Wertsch\u00f6pfungskette, die auf die Klimaziele der beteiligten Unternehmen einzahlt. Einmal mehr zeigt sich, dass Stahl mit geringen Kohlenstoffemissionen f\u00fcr den Aufbau der Infrastruktur, die wir f\u00fcr den \u00dcbergang zur Kohlenstoffneutralit\u00e4t ben\u00f6tigen, von entscheidender Bedeutung ist. Denn Solarmodule, effiziente Elektroautos oder Windkraftanlagen sind ohne Stahl nicht zu realisieren. Wir sind heute schon in der Lage, sehr kohlenstoffarmen und in einigen Jahren auch klimaneutralen Stahl herzustellen. F\u00fcr uns geht es darum, unsere Hausaufgaben zu machen und in Kooperation mit den Kunden solche zukunftstr\u00e4chtigen Projekte fortlaufend zu realisieren.\u201c<\/p>\n<p><strong>Timo Finkernagel, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Finkernagel:<\/strong> \u201eDurch unsere Erprobungen wissen wir, dass sich der XCarb-Stahl hervorragend verarbeiten l\u00e4sst und keine qualitativen Nachteile gegen\u00fcber konventionellem Stahl hat. Dass auch die Werkstoffeigenschaften im direkten Vergleich identisch sind, ist besonders erfreulich. Wir sind stolz darauf, unseren Kunden XCarb-recycelt und erneuerbar hergestellt anbieten zu k\u00f6nnen und zuversichtlich, dass dieser im Markt gut angenommen wird.\u201c<\/p>\n<p><strong>Markus Rathmann, Chief Supply Chain Officer der EJOT-Gruppe:<\/strong> \u201eDer Einstieg in die Verarbeitung von CO2-reduziertem Stahl markiert f\u00fcr die EJOT-Gruppe einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Klimaneutralit\u00e4t, zumal der gr\u00f6\u00dfte Teil der CO2-Emissionen in unseren Vorprodukten steckt (Scope 3). Wir werden die Nutzung von CO2-reduziertem Stahl sukzessive ausweiten.\u201c<\/p>\n<p>Seit 2021 b\u00fcndelt der weltweit f\u00fchrende Stahlhersteller ArcelorMittal mit der Dachmarke XCarb alle Bestrebungen Richtung klimaneutraler Stahlproduktion; durch Investitionen in Technologien und Start-ups, durch die Vergabe von Zertifikaten f\u00fcr CO2-Einsparungen in der Stahlherstellung und insbesondere durch kohlenstoffarme Herstellungsvarianten. Der XCarb-Stahl aus recyceltem und erneuerbarem Material wird in einem Elektrolichtbogenofen unter Verwendung von 100 % erneuerbarem Strom und abh\u00e4ngig von der Stahlsorte bis zu 100 % Schrott hergestellt. Bei diesen Stahlprodukten liegen die Emissionen teilweise bei bis zu 333 Kilogramm CO\u2082-\u00c4quivalenten pro Tonne des Endproduktes.<\/p>\n<p>Durch den bei Finkernagel beziehungsweise EJOT eingesetzten XCarb-Stahl aus recyceltem und erneuerbar hergestelltem Material reduzieren sich die Scope 3-Emissionen beider Unternehmen deutlich. Die EJOT-Gruppe will ihre CO2-Emissionen von derzeit ca. 190.000 Tonnen pro Jahr bis 2035 auf null senken. Neben vielf\u00e4ltigen eigenen Ma\u00dfnahmen zur Senkung von Emissionen (Scope 1 und Scope 2) setzt Finkernagel vor allem auf die Nutzung eines CO2-armen Stahl-Vormaterials. ArcelorMittal will nach seiner Dekarbonisierungsstrategie bis 2050 weltweit netto-null Emissionen erreichen.<\/p>\n<p>Text\/Foto: ArcelorMittal<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass ambitionierte Klimaziele nur in einem Schulterschluss erreicht werden k\u00f6nnen, liegt auf der Hand. 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