{"id":30835,"date":"2023-05-08T16:42:44","date_gmt":"2023-05-08T14:42:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=30835"},"modified":"2023-05-08T16:42:44","modified_gmt":"2023-05-08T14:42:44","slug":"talbruecke-rahmede-erfolgreich-gesprengt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/talbruecke-rahmede-erfolgreich-gesprengt\/","title":{"rendered":"Talbr\u00fccke Rahmede erfolgreich gesprengt"},"content":{"rendered":"<p>Die A45-Talbr\u00fccke Rahmede ist am Sonntag erfolgreich gesprengt worden. Sprengmeister Michael Schneider aktivierte um Punkt 12 Uhr mittags mit den Worten \u201eDrei, zwei, eins, Z\u00fcndung\u201c die \u00fcber 2.000 Sprengladungen und lie\u00df so die f\u00fcnf Pfeilerpaare der Br\u00fccke einst\u00fcrzen. Mit der Sprengung wurde f\u00fcr den Neubau ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einer neuen Br\u00fccke erreicht.<\/p>\n<p>Dr. Volker Wissing, Bundesminister f\u00fcr Digitales und Verkehr: \u201eDie Sprengung ist ein wichtiges Signal f\u00fcr die ganze Region. Damit kommen wir dem Neubau einen weiteren gro\u00dfen Schritt n\u00e4her. Der Baufortschritt ist nun f\u00fcr alle sichtbar. Wir haben in den vergangenen Monaten viel erreicht. Mit unserer Gesetzes\u00e4nderung zum L\u00e4rmschutz erm\u00f6glichen wir, dass Aufwendungen f\u00fcr Schallschutz an der Umleitungsstrecke durch den Bund erstattet werden k\u00f6nnen. Das bedeutet mehr L\u00e4rmschutz f\u00fcr L\u00fcdenscheid. Au\u00dferdem haben wir es nach intensiven Gespr\u00e4chen mit Betroffenen, Kommunen und den Verb\u00e4nden geschafft, dass kein formales Planfeststellungsverfahren durchlaufen werden muss, sondern dass wird auf k\u00fcrzestem Weg zum Bau kommen k\u00f6nnen. Wir tun alles daf\u00fcr, dass die Talbr\u00fccke Rahmede so schnell wie m\u00f6glich neu gebaut wird und die wichtige Sauerlandlinie A 45 wieder durchg\u00e4ngig befahrbar wird.\u201c<\/p>\n<p>Stephan Krenz, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Autobahn GmbH des Bundes: \u201eAlle Beteiligten haben in den vergangenen Monaten mit gro\u00dfem Engagement den Neubau der Talbr\u00fccke Rahmede vorangetrieben. Technisch war diese Sprengung angesichts der anspruchsvollen Hanglage und der nahen Bebauung eine besondere Herausforderung. Nun geht es darum, das Baufeld f\u00fcr den Neubau vorzubereiten.\u201c<\/p>\n<p><strong>Br\u00fccke hat sich wie geplant ins Fallbett gelegt<\/strong><br \/>\nSeit Oktober wurde an den steilen H\u00e4ngen unterhalb der Talbr\u00fccke Rahmede ein Fallbett gesch\u00fcttet. Eine echte Herausforderung, da schwere Maschinen im anspruchsvollen Gel\u00e4nde arbeiten mussten. Mehr als 100 000 Kubikmeter Erde wurden \u00fcber die Autobahn angeliefert und in den beiden H\u00e4ngen rechts und links der Altenaer Stra\u00dfe verteilt. In dem steil abfallenden Gel\u00e4nde wurden Terrassen eingebaut, auf denen zum Schluss eine Schicht lose gesch\u00fctteter Schotter den Aufprall der Br\u00fccke ged\u00e4mpft hat. Drei Wochen vor dem Sprengtermin war auch die Altenaer Stra\u00dfe gesperrt und \u00fcbersch\u00fcttet worden. \u201eIn dieses gemachte Bett hat sich die Br\u00fccke passgenau gelegt\u201c, zog Sprengmeister Michael Schneider wenige Minuten nach der Sprengung eine erste Bilanz. Mit nur 150 Kilogramm Sprengstoff hatten Schneider und sein Team die Pfeiler an den entscheidenden Stellen so geschw\u00e4cht, dass sie sich unter der Br\u00fccke wie ein Zollstock zusammenfalteten.<\/p>\n<p>Aufw\u00e4ndig waren neben den technischen Vorbereitungen der Sprengung auch die konkreten Sicherungsma\u00dfnahmen am Tag der Sprengung. So mussten gut 110 Sicherungsposten des Technischen Hilfswerks (THW) schon fr\u00fch am Morgen die waldreichen und steilen H\u00e4nge rund um die Br\u00fccke absichern. \u201eWir mussten sicherstellen, dass sich niemand mehr im Sperrbezirk befindet\u201c, betonte Michael Schneider und lobte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt L\u00fcdenscheid, Feuerwehr, Polizei und den ehrenamtlichen Mitarbeitern des THW. F\u00fcr die Menschen, die w\u00e4hrend der Sprengung ihre H\u00e4user verlassen mussten, hatte die Evangelische Kirchengemeinde Oberrahmede im Gemeindehaus einen Platz angeboten. Bei Kaffee und Waffeln konnten sie von dort aus das Ende der Br\u00fccke beobachten.<\/p>\n<p><strong>9000 Tonnen Stahl und 8000 Tonnen Beton<br \/>\n<\/strong>Nach der Sprengung ist vor dem Neubau: \u201eHauptaufgabe in den kommenden Wochen ist der Abtransport der alten Br\u00fccke, als erstes nat\u00fcrlich an der Altenaer Stra\u00dfe\u201c, sagte Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin der Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH des Bundes. Gut 9000 Tonnen Stahl und 8000 Tonnen Beton werden zun\u00e4chst \u00fcber die H\u00e4nge auf die gesperrte Autobahn transportiert und dort f\u00fcr das Recycling vorbereitet. \u201eW\u00e4hrend wir vor Ort das Baufeld freimachen, l\u00e4uft parallel das Vergabeverfahren f\u00fcr den Neubau\u201c, so die Niederlassungsdirektorin. Drei Bieter sind aufgefordert, eine Planung f\u00fcr einen m\u00f6glichst schnellen Neubau vorzulegen. \u201eNach Abschluss des Vergabeverfahrens werden wir mit einem leistungsstarken und innovativen Partner aus der Wirtschaft mit dem Bau beginnen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Text &amp; Foto:<\/strong> Autobahn Westfalen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die A45-Talbr\u00fccke Rahmede ist am Sonntag erfolgreich gesprengt worden. 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