{"id":3080,"date":"2016-01-05T10:49:18","date_gmt":"2016-01-05T09:49:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=3080"},"modified":"2016-01-05T10:49:18","modified_gmt":"2016-01-05T09:49:18","slug":"niedrigste-dezember-arbeitslosigkeit-seit-1998","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/niedrigste-dezember-arbeitslosigkeit-seit-1998\/","title":{"rendered":"Niedrigste Dezember-Arbeitslosigkeit seit 1998"},"content":{"rendered":"<p>Im Dezember waren im Bezirk der Agentur f\u00fcr Arbeit Siegen 11.026 M\u00e4nner und Frauen arbeitslos. Das ist der tiefste Dezember-Stand seit 1998. Die Arbeitslosenquote betr\u00e4gt wie schon im November 4,8 Prozent, als 14 Menschen mehr arbeitslos waren. Letztes Jahr lag sie bei 5,1 Prozent, damals waren 598 Personen mehr arbeitslos. \u201eIm Dezember hat sich der Arbeitsmarkt ungew\u00f6hnlich gut entwickelt\u201c, betont Dr. Bettina Wolf, Vorsitzende der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Agentur f\u00fcr Arbeit Siegen. Im Dezember steige die Arbeitslosigkeit meist leicht an, bemerkt die Agentur-Chefin, da mit Beginn des Winters beispielsweise die Baubranche weniger Mitarbeiter einstelle oder sogar Mitarbeiter entlasse.<\/p>\n<p>\u201eDie wirtschaftliche Lage in der Region ist insgesamt betrachtet sehr gut, daher konnten wir viele Menschen in einen neuen Job vermitteln und das warme Wetter hat sicherlich auch einen Teil zur sehr guten Lage am Arbeitsmarkt beigetragen\u201c, analysiert Dr. Bettina Wolf. Der deutliche erneute R\u00fcckgang der Jugendarbeitslosigkeit wirke sich zudem positiv auf die Arbeitslosenquote aus. W\u00e4hrend im Juli 2015 noch \u00fcber 1.600 junge Menschen unter 25 Jahren ohne Arbeit waren, sind im Dezember noch 1.108 junge Menschen arbeitslos. Im Vergleich zu den drei Vorjahren waren im Agenturbezirk in der Altersgruppe 15 bis unter 25 Jahre noch nie so wenig Menschen arbeitslos wie Ende 2015. \u201eWir haben in den vergangenen Monaten viel Zeit in die Vermittlung junger Menschen investiert. Dieses Engagement zahlt sich nun aus.\u201c, betont Dr. Wolf und erg\u00e4nzt: \u201eAuch in diesem Jahr werden einige Auszubildende von ihren Betrieben nicht \u00fcbernommen. Diese jungen Menschen m\u00f6chten wir ermutigen, sich schon jetzt bei uns arbeitsuchend zu melden. Nur so k\u00f6nnen wir sie ohne Zeit der Arbeitslosigkeit nach der Ausbildung vermitteln.\u201c<\/p>\n<p>Im Rechtskreis der beiden Jobcenter (SGB II) sind im Dezember 7.189 Menschen arbeitslos. Das sind 61 weniger als im November und 260 weniger als vor einem Jahr. Im Rechtskreis der Arbeitsagentur (SGB III) steigt die Zahl der Arbeitslosen verglichen mit November um 47 Personen auf 3.837 M\u00e4nner und Frauen. Der Vergleich mit dem Vorjahr ist hingegen positiv: 338 Personen oder 8,1 Prozent sind weniger arbeitslos. Der R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit bei den beiden Jobcentern sei auf den ersten Blick \u00fcberraschend, bemerkt Dr. Wolf, denn im Rechtskreis der Arbeitsagentur sei die Zahl im Dezember ja leicht gestiegen. \u201eDie Nachfrage nach Fachkr\u00e4ften ist sehr hoch. Mit gezielten Qualifizierungen und F\u00f6rderungen k\u00f6nnen wir daher auch Arbeitslose, die schon l\u00e4nger eine Besch\u00e4ftigung suchen, erfolgreich in Arbeit vermitteln\u201c, erkl\u00e4rt die Agentur-Chefin. Hier setzen die Jobcenter gezielt individuelle F\u00f6rderma\u00dfnahmen ein und betreuen Langzeitarbeitslose besonders intensiv.<\/p>\n<p>Der Arbeitgeber-Service der Agentur hat im Dezember 693 neue Stellen eingeworben. Das sind zwar 88 neue Stellen weniger als im Vorjahr, doch der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen steigt im Jahresvergleich um 12,7 Prozent auf 2.322. Der leichte R\u00fcckgang an neuen Stellen verwundert Dr. Wolf nicht, sie rechnet vielmehr damit, dass die Nachfrage nach Arbeitskr\u00e4ften hoch bleibt: \u201eAm Ende des Jahres stellen die Unternehmen erfahrungsgem\u00e4\u00df zur\u00fcckhaltend neue Mitarbeiter ein. Doch sp\u00e4testens im Fr\u00fchjahr werden wieder verst\u00e4rkt Stellen ausgeschrieben, daher bin ich sicher, dass der Stellenbestand auf dem hohen Niveau bleibt. Wir nutzen die Zeit, um den arbeitslosen Frauen und M\u00e4nnern die notwendigen Qualifizierungen jetzt zu erm\u00f6glichen.\u201c<\/p>\n<p>Im Dezember waren in Siegen-Wittgenstein 7.916 Menschen ohne Arbeit, 42 weniger als im November. Die Arbeitslosenquote bleibt bei 5,2 Prozent. Im Vorjahr waren 317 Personen mehr arbeitslos und die Quote betrug 5,4 Prozent. Von den Arbeitslosen sind im Dezember 5.349 Personen Kunden des Jobcenters Kreis Siegen-Wittgenstein. Das sind 96 Personen weniger als im Vorjahr.<\/p>\n<p>Die Zahl der Arbeitslosen steigt im Kreis Olpe im Dezember leicht um 28 Personen auf 3.110 Personen. Die Arbeitslosenquote liegt jedoch wie im November bei 4,0 Prozent, im Vorjahr betrug sie 4,4 Prozent. Verglichen mit Dezember 2014 sinkt die Zahl der Arbeitslosen um 281 Personen. Das Jobcenter Kreis Olpe betreute im Dezember 1.840 Arbeitslose, 164 Personen weniger als im letzten Jahr.<\/p>\n<p>\u201eWir konnten ein Jahr mit viel Bewegung auf dem Arbeitsmarkt mit einer Quote abschlie\u00dfen, die zeigt, dass die Nachfrage nach Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Region gro\u00df ist\u201c, res\u00fcmiert Dr. Wolf. Gleichzeitig werde es aber immer schwieriger, Fachkr\u00e4fte zu gewinnen. \u201eWir m\u00fcssen nun mit Qualifizierungen und Ausbildungen mehr Menschen f\u00fcr den Arbeitsmarkt fit machen, damit Arbeitsstellen nicht frei bleiben m\u00fcssen\u201c, schlie\u00dft die Chefin der Siegener Arbeitsagentur.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Dezember waren im Bezirk der Agentur f\u00fcr Arbeit Siegen 11.026 M\u00e4nner und Frauen arbeitslos. Das ist der tiefste Dezember-Stand seit 1998. 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