{"id":3067,"date":"2015-12-21T09:39:44","date_gmt":"2015-12-21T08:39:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=3067"},"modified":"2015-12-21T09:39:44","modified_gmt":"2015-12-21T08:39:44","slug":"zukunftssicherung-der-region","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/zukunftssicherung-der-region\/","title":{"rendered":"Zukunftssicherung der Region"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"text\">Die Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) wird 2016 noch einmal 883.000 Euro aufwenden, um Projekte zur Fachkr\u00e4ftesicherung anzusto\u00dfen. Das beschloss die Vollversammlung der Kammer am Dienstagabend. Zusammen mit den Mitteln, die dazu in den letzten eineinhalb Jahren bereits eingesetzt wurden, summiert sich die F\u00f6rderung f\u00fcr diesen Zweck auf mittlerweile insgesamt 1,7 Millionen Euro.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"text\">IHK-Pr\u00e4sident Felix G. Hensel begr\u00fcndete die Entscheidung f\u00fcr die F\u00f6rderung von insgesamt elf neuen Projekten so: \u201eDie Zukunft unserer Region h\u00e4ngt davon ab, dass gen\u00fcgend Fachkr\u00e4fte hier leben und arbeiten wollen. Diese Zukunft liegt uns am Herzen. Deshalb ist es vern\u00fcnftig, hierf\u00fcr erhebliche Finanzmittel in die Hand zu nehmen.\u201c Zugleich betonte der IHK-Pr\u00e4sident, die Kammer habe bereits im vergangenen Jahr sehr unterschiedliche Projekte initiiert und nach vorne gebracht. In diesem Zusammenhang nannte er etwa die Beratungsstelle Fachkr\u00e4ftesicherung, die IHK-Promotionsstipendien, die befristete Absenkung der Berufsbildungsgeb\u00fchren sowie die Grundpraktika f\u00fcr Maschinenbaustudenten. Ein gro\u00dfer Teil des f\u00fcr 2016 vorgesehenen Budgets werde in Ideen investiert, die helfen sollen, die Qualit\u00e4t der Berufsausbildung langfristig zu verbessern oder zus\u00e4tzliche Auszubildende zu gewinnen, zum Beispiel auch aus anderen Regionen. Im Gegensatz zu Siegen-Wittgenstein und Olpe hat etwa das \u201eBergische St\u00e4dtedreieck\u201c damit zu k\u00e4mpfen, dass zu viele Jugendliche sich auf zu wenige Ausbildungsstellen bewerben. Umgekehrt gibt es insbesondere im Kreis Olpe bereits jetzt Unternehmen, die ihre Ausbildungspl\u00e4tze nicht besetzen k\u00f6nnen, weil sich niemand beworben hat. Deshalb sollen n\u00e4chstes Jahr bis zu zehn Jugendliche aus dem Bergischen Land motiviert werden, ihre Ausbildung im Kreis Olpe zu starten. Damit das den Jugendlichen ein wenig leichter f\u00e4llt, k\u00fcmmert die IHK sich um die betreute Unterbringung in einem Internat und bietet daf\u00fcr eine finanzielle Unterst\u00fctzung. Felix G. Hensel: \u201eWir wollen auch hier neue Wege gehen. Die Unternehmen verbinden damit die Hoffnung, dass die Auszubildenden auch nach der Ausbildung hier bleiben.\u201c<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"text\">Doch es geht auch um inhaltliche Fragen der Berufsbildung. Ein Projekt soll sich damit besch\u00e4ftigen, inwieweit sich die fortschreitende Digitalisierung auch in der gewerblich-technischen Ausbildung niederschl\u00e4gt. Unter dem Stichwort \u201eIndustrie 4.0\u201c wird die verst\u00e4rkte Internetanbindung in der Fertigung zusammengef\u00fchrt. Die IHK wird der Frage nachgehen, ob und wie sich dies auf die Ausbildungsinhalte auswirken sollte. So ist denkbar, dass IT-Wissen als Zusatzqualifikation die Ausbildung erg\u00e4nzt. IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Klaus Gr\u00e4bener ist \u00fcberzeugt, dass man diese Entwicklungen m\u00f6glichst fr\u00fchzeitig aufgreifen m\u00fcsse: \u201eVer\u00e4nderte Produktionsbedingungen gab es immer mal wieder. Neu ist die Geschwindigkeit, mit der diese eingef\u00fchrt werden. Darauf m\u00fcssen wir reagieren, indem wir versuchen, zuk\u00fcnftig notwendige Kompetenzen vorwegzunehmen.\u201c Weitere Projekte besch\u00e4ftigen sich mit der Frage, was Bachelor-Absolventen von ihren zuk\u00fcnftigen Arbeitgebern erwarten oder damit, den Erstsemestern der Universit\u00e4t Siegen die regionale Wirtschaft intensiver vorzustellen als dies bisher der Fall ist. Ein Trainee-Programm soll besch\u00e4ftigungslosen Hochschulabsolventen erste praktische Berufserfahrungen vermitteln und sie damit noch besser f\u00fcr einen betrieblichen Einsatz vorbereiten. Weitere 150.000 Euro investiert die IHK zudem in die zielgerichtete Qualifizierung von Fl\u00fcchtlingen in Siegen-Wittgenstein und Olpe. Diese sollen f\u00fcr einen schnellen Berufs- oder Ausbildungseinstieg fit gemacht werden. Mit insgesamt 40.000 Euro werden 2016 weitere Initiativen in Kinderg\u00e4rten und Schulen gef\u00f6rdert, die das Technik- und Wirtschaftsverst\u00e4ndnis von Kindern st\u00e4rken. \u201eWir hoffen, dass daraus sp\u00e4ter eine Art Sog in die gewerblich-technische Ausbildung entsteht\u201c, begr\u00fcndete Felix G. Hensel das Engagement der Wirtschaft. \u201eHier steht zun\u00e4chst der Spa\u00df der Kinder am Entdecken im Vordergrund, erst in zweiter Linie wird sich dies hoffentlich auf die sp\u00e4tere berufliche Orientierung auswirken.\u201c Bereits 2015 wurden 33 Konzepte f\u00fcr Kinder mit insgesamt fast 90.000 Euro finanziert.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"text\">Klaus Gr\u00e4bener dankte der Vollversammlung f\u00fcr den gro\u00dfen Gestaltungsspielraum, den die Unternehmer der IHK durch die gro\u00dfz\u00fcgig bemessenen Budgets f\u00fcr die Fachkr\u00e4ftesicherung einr\u00e4ume: \u201eUns ist bewusst, dass das alles andere als selbstverst\u00e4ndlich ist. Schlie\u00dflich h\u00e4tten Sie mit diesen Mitteln ebenfalls Beitragssenkungen finanzieren k\u00f6nnen. Wir wissen zu sch\u00e4tzen, dass Sie uns dieses Vertrauen entgegenbringen und werden die Mittel so effektiv wie m\u00f6glich einsetzen.\u201c<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) wird 2016 noch einmal 883.000 Euro aufwenden, um Projekte zur Fachkr\u00e4ftesicherung anzusto\u00dfen. 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