{"id":30668,"date":"2023-03-20T14:50:27","date_gmt":"2023-03-20T13:50:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=30668"},"modified":"2023-03-20T15:07:48","modified_gmt":"2023-03-20T14:07:48","slug":"mobiles-digitallabor-entsteht-in-wittgensteins-nachwuchsschmiede","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/mobiles-digitallabor-entsteht-in-wittgensteins-nachwuchsschmiede\/","title":{"rendered":"Mobiles Digitallabor entsteht in Wittgensteins Nachwuchsschmiede"},"content":{"rendered":"<p>Die Digitalisierung ist aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken. Daher gibt es in S\u00fcdwestfalen schon einige Ans\u00e4tze, die den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern die Chancen und Risiken der Digitalisierung n\u00e4herbringen sollen. Einer dieser Ans\u00e4tze ist das Projekt \u201eDiGITALUM (unterwegs)\u201c, bei dem ein umgebauter Linienbus zum Digitallabor umgebaut wird.<\/p>\n<p>Der ehemalige 18 Meter lange Gelenkbus, der fr\u00fcher als Linienbus in Dresden unterwegs war, wird demn\u00e4chst durch Wittgenstein rollen und zu den Menschen fahren, um sie in den Wittgensteiner D\u00f6rfern f\u00fcr die Technik der Zukunft zu begeistern. Auf diese Weise sollen auch diejenigen in Wittgenstein erreicht werden, die durch die schlechte \u00d6PNV-Verbindung m\u00f6glicherweise sonst vom Thema Digitalisierung ausgeschlossen werden.<\/p>\n<p>Um den ausrangierten Bus zu einem Digitallabor umzufunktionieren, sind seit Januar zw\u00f6lf engagierte Auszubildende des Bildungszentrums Wittgenstein dabei, ihn zu entkernen und anschlie\u00dfend mit verschiedenen Technologien, wie z.B. VR-Brillen, Lasercuttern, 3D-Druckern und Scannern, 360-Grad-Kameras, Drohnen und einem Podcast-Studio auszustatten. Die Auszubildenden von Wittgensteiner Unternehmen, wie EEW, EJOT, Osterrath und Keune &amp; Lauber sind im ersten Lehrjahr und erlernen unterschiedliche Metallberufe. Jetzt haben Sie in einem knapp zweit\u00e4gigen Workshop 3D-Drucker gebaut, die sp\u00e4ter im Bus eingebaut werden. Neben den Auszubildenden der verschiedenen Metallberufe war bei dem Workshop auch ein angehender Informatikkaufmann der Sparkasse Wittgenstein dabei.<\/p>\n<p>\u201eIn dem zweit\u00e4gigen Workshop haben die Azubis sechs 3D-Drucker gebaut, die in K\u00fcrze mit Namensplaketten ihrer Ersteller im rollenden Digitallabor an Board sein werden\u201c, sagt Andreas Kurth, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Digitalum Wittgenstein gGmbH. Ein Team von f\u00fcnf wissenschaftlichen Mitarbeitern des Fab Lab der Universit\u00e4t Siegen \u2013 eine f\u00fcr alle offene interdisziplin\u00e4re Kreativ-Werkstatt der Universit\u00e4t Siegen \u2013 hat den Workshop vorbereitet und die Auszubildenden und Ausbilder bei den einzelnen Arbeitsschritten bis zur Fertigstellung der 3D-Drucker unterst\u00fctzt. Marios Mouratidis, der Leiter des Fab Lab Siegen und Mitarbeiter im \u201eMittelstand Digital Zentrum L\u00e4ndliche Regionen\u201c ist, weist darauf hin, dass der Bausatz eines jeden Druckers aus mehreren Hundert Teilen besteht, der Bau durch die Auszubildenden allerdings viel wertiger sei, da man den Aufbau der Maschine von Grund auf versteht. \u201eVon der ersten Schraube bis zum fertigen Produkt bekommen die Auszubildenden alles mit\u201c, so Marios Mouratidis. Diese Ansicht teilt auch Andreas Kurth, der es besonders wichtig findet, dass die Auszubildenden bei diesem au\u00dfergew\u00f6hnlichen Projekt, fernab der klassischen Ausbildung in den verschiedenen Metallberufen, m\u00f6glichst viel Freiraum erhalten und in einer angenehmen Lernatmosph\u00e4re arbeiten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Eine detaillierte und multilinguale Anleitung hat den Teilnehmenden des Workshops dabei geholfen, innerhalb von knapp eineinhalb Tagen aus dem mehrteiligen Bausatz einsatzbereite 3D-Drucker herzustellen und eigenst\u00e4ndig in Betrieb zu nehmen. Dass in der Anleitung alles \u201egut erkl\u00e4rt\u201c sei, haben Noah-Joel Ha\u00dfler und Johann Schneider w\u00e4hrend des Workshops festgestellt. Beide angehenden Werkzeugmechaniker bei der Firma Osterrath waren zudem sehr froh dar\u00fcber, dass sie bei dem Projekt mitarbeiten konnten. Sobald die fertigen 3D-Drucker final im Bus eingebaut sind, \u201ekann man sehen, was man gemacht hat\u201c, so Noah-Joel Ha\u00dfler.<\/p>\n<p>Praktische Erfahrungen sind aber nicht nur f\u00fcr die Auszubildenden wichtig, sondern auch f\u00fcr k\u00fcnftige Besucherinnen und Besucher des rollenden Digitallabors. \u201eDer Bus ist der Prototyp bzw. eine Blaupause f\u00fcr den zweiten Teil unseres Vorhabens. Hier wird im Kleinen getestet, was technisch machbar ist\u201c, sagt Andreas Kurth, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Digitalum Wittgenstein gGmbH. Ende M\u00e4rz wird der Bus fertig sein und dann durch die D\u00f6rfer Wittgensteins rollen.<\/p>\n<p><strong><br \/>\n<\/strong><strong>Hintergrundinfos: <\/strong><\/p>\n<p>Das Projekt \u201eDigitalum unterwegs\u201c wird mit einem Projektvolumen von insgesamt 214.358,39 Euro umgesetzt. 139.812,14 Euro werden davon \u00fcber eine LEADER-F\u00f6rderung bereitgestellt. 75.025,44 Euro sind von den 17 Gesellschaftern der DIGITALUM Wittgenstein gGmbH.<\/p>\n<p>Text und Foto: Julia F\u00f6rster<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Digitalisierung ist aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken. 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