{"id":30558,"date":"2023-03-03T09:20:12","date_gmt":"2023-03-03T08:20:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=30558"},"modified":"2023-03-03T09:20:12","modified_gmt":"2023-03-03T08:20:12","slug":"sms-erhaelt-milliardenauftrag-von-thyssenkrupp","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/sms-erhaelt-milliardenauftrag-von-thyssenkrupp\/","title":{"rendered":"SMS erh\u00e4lt Milliardenauftrag von Thyssenkrupp"},"content":{"rendered":"<p>Thyssenkrupp Steel beauftragt die SMS Group, D\u00fcsseldorf, mit dem Engineering, der Lieferung und dem Bau der ersten wasserstoffbetriebenen Direktreduktionsanlage am Standort Duisburg. Damit startet eines der weltweit gr\u00f6\u00dften industriellen Dekarbonisierungsprojekte, mit dem zuk\u00fcnftig bereits \u00fcber 3,5 Millionen Tonnen CO<sub>2<\/sub> pro Jahr vermieden werden k\u00f6nnen. Das Auftragsvolumen f\u00fcr SMS betr\u00e4gt \u00fcber 1,8 Milliarden Euro und markiert zugleich den gr\u00f6\u00dften Einzelauftrag in der Geschichte des Unternehmens. Dar\u00fcber hinaus sind erhebliche weitere bautechnische Leistungen sowie die Infrastruktur und Medienanbindung erforderlich. Im Rahmen der Gew\u00e4hrung eines vorgezogenen Ma\u00dfnahmenbeginns kann mit den Vorarbeiten unverz\u00fcglich begonnen werden. Die Fertigstellung der Anlage mit einer Kapazit\u00e4t von 2,5 Millionen Tonnen direkt reduziertem Eisen (DRI) ist f\u00fcr Ende 2026 geplant. Das Gesamtprojekt steht weiterhin unter den Vorbehalten der beihilferechtlichen Genehmigung durch die Europ\u00e4ische Union und des finalen Zuwendungsbescheides. Beides wird in den n\u00e4chsten Monaten erwartet. Das Land NRW und die Bundesregierung signalisierten bereits eine substanzielle finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr das Vorhaben.<\/p>\n<p><strong>Abl\u00f6sung der CO<sub>2<\/sub>-intensiven Prim\u00e4rstahlherstellung beginnt\u00a0<\/strong><br \/>\nDie Auftragsvergabe markiert f\u00fcr den gr\u00f6\u00dften deutschen Stahlhersteller eine entscheidende technologische Wende in seiner mehr als 200-j\u00e4hrigen Geschichte: Im Rahmen des Transformationskonzepts tkH2Steel beginnt nun der Ersatz der CO<sub>2<\/sub>-intensiven Stahlproduktion durch klimafreundliche Technologien. Bislang werden durch die kohlebasierte Roheisenproduktion im Hochofen gro\u00dfe Mengen CO<sub>2<\/sub> emittiert. Allein am Standort Duisburg sind dies rund 20 Millionen Tonnen pro Jahr. Wasserstoffbasierte Verfahren in Direktreduktionsanlagen bieten hier eine wesentliche Grundlage, Stahl in Zukunft klimaneutral herzustellen. thyssenkrupp Steel plant, 2030 bereits 6 Millionen Tonnen CO<sub>2<\/sub> und damit weit mehr als 30 Prozent seiner Emissionen zu vermeiden. Sp\u00e4testens 2045 soll die Transformation zur klimaneutralen Produktion abgeschlossen sein.<\/p>\n<p><strong>Auftrag geht an SMS group: Global t\u00e4tiger Anlagenbauer mit Sitz in NRW<\/strong><br \/>\nMit der SMS Group hat ein Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen den Zuschlag f\u00fcr die zukunftsweisende Anlage bei Thyssenkrupp Steel erhalten. SMS besch\u00e4ftigt an rund 100 Standorten gut 14.500 Mitarbeiter:innen und gestaltet als Spezialist f\u00fcr Produktionsanlagen der Stahlindustrie den Wandel der Branche aktiv mit. Auch f\u00fcr SMS ist der jetzt erteilte Auftrag historisch: Es ist der gr\u00f6\u00dfte Einzelauftrag in der \u00fcber 150-j\u00e4hrigen Geschichte.<\/p>\n<p><strong>Hightech f\u00fcr die klimaneutrale Stahlproduktion<\/strong><br \/>\nIm Streben nach der besten technologischen L\u00f6sung wird Thyssenkrupp als erster Stahlhersteller der Welt eine 100 Prozent wasserstofff\u00e4hige Direktreduktionsanlage mit innovativen Einschmelzern kombinieren. Durch die Positionierung der beiden Einschmelzer direkt neben der Direktreduktionsanlage wird das dort erzeugte feste Vormaterial unmittelbar in fl\u00fcssiges Eisen umgewandelt; dies macht den gesamten Prozess besonders effizient. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen die r\u00e4umlichen Gegebenheiten eines komplexen H\u00fcttenwerks ber\u00fccksichtigt werden. Die Direktreduktionsanlage basiert auf der MIDREX Flex-Technologie, SMS liefert auch die innovativen Einschmelzer, die Schlackengranulierung und andere Hilfseinrichtungen, zum Beispiel die Wasseraufbereitung. SMS errichtet die Anlage auf EPC-Basis, das hei\u00dft, das Unternehmen tr\u00e4gt die Gesamtverantwortung f\u00fcr die Entwicklung (engineering), die Beschaffung (procurement) und den Bau (construction) der Anlage. Dar\u00fcber hinaus sind erhebliche weitere Arbeiten im Bereich des Hoch- und Tiefbaus, der Infrastruktur und der Medienversorgung notwendig.<\/p>\n<p>Das innovative Konzept gew\u00e4hrleistet eine gleichbleibend hohe Produktqualit\u00e4t, da es sich nahtlos in das bestehende H\u00fcttenwerk integriert. Es erm\u00f6glicht die Beibehaltung aller nachfolgenden Prozessschritte ab dem Stahlwerk. Damit kann auf effiziente Weise die bestehende Anlagenstruktur genutzt werden. Die Kunden erhalten weiterhin das komplette, hochwertige Produktportfolio in der gewohnten Premiumqualit\u00e4t.<\/p>\n<p><strong>Gro\u00dfer Schritt f\u00fcr innovativen, industriellen Klimaschutz\u00a0<\/strong><br \/>\nDie Kooperation zwischen thyssenkrupp Steel und SMS ist auch ein starkes Signal f\u00fcr den Industriestandort Nordrhein-Westfalen. Beide Unternehmen bilden durch den Bau der Direktreduktionsanlage eine Partnerschaft f\u00fcr Innovation und f\u00fcr effizienten industriellen Klimaschutz. Verursacht thyssenkrupp Steel heute noch 2,5 Prozent der deutschen CO<sub>2<\/sub>-Emissionen, k\u00f6nnen mit der ersten Direktreduktionsanlage bereits \u00fcber 3,5 Millionen Tonnen CO<sub>2<\/sub> eingespart werden. Das entspricht rund 20 Prozent der heutigen Emissionen des Unternehmens. Damit unterstreicht thyssenkrupp Steel seine f\u00fchrende Rolle bei der Transformation der Stahlindustrie. Das zugrunde liegende technologische Konzept kann zugleich Vorbild f\u00fcr viele weitere Dekarbonisierungsprojekte der Branche in Europa und dar\u00fcber hinaus werden.<\/p>\n<p>Zugleich werden mit diesem Schritt in die Transformation viele tausend gute und qualifizierte Arbeitspl\u00e4tze erhalten. Durch den Innovationsverbund zwischen Thyssenkrupp Steel und SMS werden im Zuge der Errichtung der gr\u00f6\u00dften deutschen Direktreduktionsanlage auch neue Qualifikationen ben\u00f6tigt und Arbeitspl\u00e4tze geschaffen.<\/p>\n<p>Im Rahmen der von der Bundesregierung erteilten Gew\u00e4hrung des vorzeitigen Ma\u00dfnahmenbeginns wird mit der Detailplanung und den vorbereitenden Arbeiten zum Bau der Direktreduktionslage unmittelbar begonnen. Zu den jetzt anstehenden Ma\u00dfnahmen z\u00e4hlt zum Beispiel die Vorbereitung des Baufeldes auf dem Werksgel\u00e4nde von Thyssenkrupp Steel.<\/p>\n<p>Thyssenkrupp Steel wird projektbegleitend in einen offenen und transparenten Dialog mit Nachbarschaft, Politik und Zivilgesellschaft treten, um das nun entstehende, wegweisende Projekt zur Dekarbonisierung der Stahlherstellung am Standort Duisburg vorzustellen.<\/p>\n<p>Text\/Foto: Thyssenkrupp<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Thyssenkrupp Steel beauftragt die SMS Group, D\u00fcsseldorf, mit dem Engineering, der Lieferung und dem Bau der ersten wasserstoffbetriebenen Direktreduktionsanlage am Standort Duisburg. 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