{"id":305,"date":"2012-01-16T15:23:48","date_gmt":"2012-01-16T14:23:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=305"},"modified":"2012-01-16T15:52:42","modified_gmt":"2012-01-16T14:52:42","slug":"die-me-branche-im-kreis-olpe-bleibt-auf-stabilem-kurs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/die-me-branche-im-kreis-olpe-bleibt-auf-stabilem-kurs\/","title":{"rendered":"Die M+E-Branche im Kreis Olpe bleibt auf stabilem Kurs"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/web0655.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-312\" title=\"Von links nach rechts: Stephan Stracke, Felix G. Hensel und Arndt G. Kirchhoff. \" src=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/web0655.jpg\" alt=\"\" width=\"246\" height=\"186\" \/><\/a>Olpe, 16. Januar 2012. Nach dem Kriseneinbruch der Jahre 2008 und 2009 hat Deutschland in den Jahren 2010 und 2011 mit einer Steigerung des Bruttoinlandsproduktes von 3,6 Prozent bzw. voraussichtlichen 3 Prozent\u00a0 starke Wachstumsraten aufweisen k\u00f6nnen. Auch die Wirtschaft im Kreis Olpe verzeichnete \u00a0eine positive Entwicklung: \u201eUnsere Mitgliedsunternehmen haben die Folgen der Wirtschaftskrise durchweg \u00fcberwunden. Mit politischer Hilfe &#8211; Thema: Kurzarbeit &#8211; konnte eine bewahrende und vorausschauende Besch\u00e4ftigungspolitik verwirklicht werden, die von massenhaften Entlassungen absah und die Unternehmen in die Lage versetzte, sich direkt am Aufschwung beteiligen zu k\u00f6nnen. Das f\u00fchrte dazu, dass wir heute nahezu einen Besch\u00e4ftigungsstand vorweisen k\u00f6nnen wie vor der Krise\u201c, betonte Felix G. Hensel, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes f\u00fcr den Kreis Olpe e.V., gestern im Hotel Albus in Olpe bei der Vorstellung einer Ende 2011 durchgef\u00fchrten Konjunkturumfrage. Daran hatten sich \u00a030 Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie (M+E) im Kreis Olpe mit rund 9.000 Besch\u00e4ftigten, darunter ca. 660 Auszubildenden, beteiligt.<\/p>\n<p>Sehr zufrieden zeigte sich der Verbandsvorsitzende mit der Arbeitsmarktentwicklung. \u201eMit einer f\u00fcr den Kreis Olpe im Dezember 2011 ausgewiesenen Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent (2010: 4,7 Prozent) werden sogar die Werte des wirtschaftlichen Boomjahres 2008 noch um 0,3 Prozentpunkte unterboten. Damit zeigt sich die Besch\u00e4ftigungsstruktur im Kreis Olpe einmal mehr robuster als in Siegen-Wittgenstein (5,4 \u00a0Prozent) oder gar im Bundesgebiet und Land NRW (6,6 \u00a0Prozent bzw. 7,6 Prozent. Der gesamte Bezirk der Arbeitsagentur Siegen weist f\u00fcr Dezember 2011 eine Arbeitslosenquote von 5 Prozent (2010: 5,6 Prozent) aus\u201c, fasste Felix G. Hensel die heimische Arbeitsmarktentwicklung zusammen.<\/p>\n<p>&#8222;Wir m\u00fcssen erreichen, dass auch die im Jahr 2012 anstehenden Tarifabschl\u00fcsse ein gesundes Augenma\u00df aufweisen. Das gilt besonders f\u00fcr den ab April 2012 geltenden neuen Tarifabschluss der M+E-Industrie, die das R\u00fcckgrat der deutschen Wirtschaft bildet. Produktionsseitig haben wir gerade mal eben den Vorkrisenstand erreicht. Hat der Aufholprozess aus der Krise im Jahre 2011 noch rund 12 Prozent gebracht, \u00a0rechnen wir f\u00fcr das Jahr 2012 nur noch mit einem Plus von 4 Prozent. Gro\u00dfe Verteilungsspielr\u00e4ume, die sich aus entsprechend hohen Wachstumsraten rechtfertigen, kann es demnach nicht geben, wenn wir die Wettbewerbsf\u00e4higkeit unserer Industrie am\u00a0 Standort Deutschland nicht gef\u00e4hrden wollen\u201c, so Felix G. Hensel.<\/p>\n<p>\u201eNach Auswertung der Befragung unserer Mitgliedsunternehmen vom Dezember 2011 ist als \u00fcberaus positiv zu vermerken, dass sich die Ausbildungsplanungen weiterhin auf Expansionskurs befinden\u201c, so Verbandsgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Stephan Stracke. \u201eNur 3,5 Prozent der Unternehmen rechnen laut Umfrage im Jahre 2012 mit einer Abnahme des Ausbildungsplatzangebotes. Demgegen\u00fcber gehen 82 Prozent von einer gleich bleibenden H\u00f6he aus. Eine Steigerung ihres Ausbildungsplatzangebotes streben 14,5 Prozent (2010: 20 Prozent) der Befragten an. Darin dr\u00fcckt sich auch die Sorge um einen zunehmenden Fachkr\u00e4ftemangel aus\u201c.<\/p>\n<p>Deutlich verhaltener zeigen sich hingegen die Gesch\u00e4ftserwartungen der heimischen Unternehmen. \u201eIn den n\u00e4chsten sechs Monaten rechnen \u00a0nur rd. 13 Prozent der Unternehmen mit besseren Inlandsauftr\u00e4gen (Vorjahr: rd. 20 Prozent). Bei den Auslandsorders sind es 18,5 Prozent (2010: 28 Prozent). Eine Verschlechterung der Lage sieht demgegen\u00fcber jeweils jedes dritte Unternehmen,\u201c betonte Stephan Stracke beim Pressegespr\u00e4ch.<\/p>\n<p>Die aktuelle Ertragslage der Unternehmen, so die Ergebnisse der Umfrage, \u00a0wird von gut 93 Prozent der Unternehmen als befriedigend oder gut (37 Prozent) angesehen. Nur noch jedes f\u00fcnfzehnte Unternehmen stuft sie als schlecht ein. Die Erwartungen f\u00fcr das Jahr 2012 sind allerdings stark ged\u00e4mpft. Fast 47 Prozent der Unternehmen rechnen aber mit einer sich verschlechternden Ertragslage. Infolge dessen planen nur noch knapp 27 Prozent (2010: 36 Prozent) der Unternehmen steigende Investitionen. Mit einem gleichbleibenden Niveau rechnen \u00a063 Prozent. Ebenso wie im Vorjahr \u00a0glauben nur 10 Prozent an eine Verschlechterung.<\/p>\n<p>Die etwas geringere Investitionsdynamik\u00a0 korrespondiert mit den verhaltenen Wachstumserwartungen und der sich nur noch abgeschw\u00e4cht verbessernden Lage auf dem Arbeitsmarkt. Mit Kurzarbeit rechnen 10 Prozent der befragten Unternehmen. Allerdings erwarten auch gut 13 Prozent die Notwendigkeit von Mehrarbeit. Jedes sechste Unternehmen will neue Arbeitskr\u00e4fte einstellen. Gut 83 Prozent gehen von einer unver\u00e4nderten Besch\u00e4ftigungslage aus.<\/p>\n<p>Betont werden muss, so Felix G. Hensel, dass sich die zugrunde liegende Auswertung der Konjunkturumfrage 2011 \/ 2012 auf Erwartungen und Prognosen der Unternehmen st\u00fctzt. Infolge dessen k\u00f6nnen die hier getroffenen Aussagen lediglich als StimmungslageVerwendung finden. Er rechne auch f\u00fcr das anstehende Jahr 2012 mit einem gesamtwirtschaftlichen Wachstum, wenngleich auf bescheidenem Niveau.<\/p>\n<p>\u201eDie g\u00fcnstige konjunkturelle Entwicklung der Jahre 2010 und 2011 sowie der Umstand, dass die Unternehmen der M+E-Industrie durchweg gut aufgestellt seien, hat es erm\u00f6glicht, dass von den in der Krise verlorenen 216.000 Stellen zuletzt wieder fast 200.000 aufgebaut werden konnten\u201c, so Arndt G. Kirchhoff, der stellvertretende Vorsitzende des AGV Olpe und Vorsitzende der Fachgruppe Metall. Sofern der n\u00e4chste Tarifabschluss die wirtschaftlichen Gegebenheiten der Unternehmen ausreichend ber\u00fccksichtige, erwarte er, dass das Vorkrisenniveau noch vor dem diesj\u00e4hrigen Sommer wieder erreicht werde. Alleine im letzten Jahr habe der Arbeitskr\u00e4ftezuwachs 4,2 Prozent betragen, so dass im September 2011 die 3,6-Millionen-Marke durchbrochen worden sei.<\/p>\n<p>Sehr kritisch sieht Arndt G. Kirchhoff die Vorab-Forderung der IG Metall nach einer unbefristeten \u00dcbernahme von Auszubildenden. \u201eDie durchweg hohe Ausbildungsquote der M+E-Industrie, die im Kreis Olpe \u00fcbrigens bei gut 7 Prozent liege, beinhaltet einen betr\u00e4chtlichen Anteil von \u00dcberbedarfausbildung. Damit \u00a0zeigen unsere Unternehmen auch ein soziales Engagement, um den betreffenden Jugendlichen einen leichteren Einstieg in die Arbeitswelt zu erm\u00f6glichen. Schlie\u00dflich ist der Jobeinstieg mit einer qualifizierten Berufsausbildung allemal leichter als ohne Ausbildung. Die von der IG Metall f\u00fcr die n\u00e4chste Tarifrunde geforderte Regelung wird aber gerade diese \u00dcberbedarfausbildung in den weitaus meisten Betrieben wegfallen lassen, so Arndt G. Kirchhoff. \u201eAn dieser Stelle m\u00fcssen wir unbedingt \u00dcberzeugungsarbeit leisten\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Olpe, 16. Januar 2012. 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