{"id":30470,"date":"2023-02-16T15:07:01","date_gmt":"2023-02-16T14:07:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=30470"},"modified":"2023-02-16T15:07:01","modified_gmt":"2023-02-16T14:07:01","slug":"projekt-fusion-soll-region-und-uni-weiter-verbinden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/projekt-fusion-soll-region-und-uni-weiter-verbinden\/","title":{"rendered":"Projekt &#8222;FUSION&#8220; soll Region und Uni weiter verbinden"},"content":{"rendered":"<p>Wie kann umweltschonende Mobilit\u00e4t speziell in D\u00f6rfern aussehen? Was k\u00f6nnen Unternehmen au\u00dferhalb der Metropolen tun, um dem Fachkr\u00e4ftemangel entgegenzuwirken? Und welche Gesundheitsberufe sollte es in Zukunft geben, damit der l\u00e4ndliche Raum medizinisch gut versorgt werden kann? Im Projekt \u201eFUSION\u201c werden in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren L\u00f6sungen f\u00fcr solche dr\u00e4ngenden Zukunftsfragen entwickelt. Der Fokus liegt auf S\u00fcdwestfalen sowie den angrenzenden Kreisen im Dreil\u00e4ndereck, speziell Altenkirchen und der Lahn-Dill-Kreis. Das Besondere: Im Projekt arbeiten die Universit\u00e4t Siegen und die Region \u2013 also Verb\u00e4nde, Kommunen, Unternehmen, Gewerkschaften, Sozialpartner und B\u00fcrger*innen \u2013 eng zusammen, um den Wissensaustausch in alle Richtungen zu f\u00f6rdern. Mit ca. zehn Mio. Euro f\u00f6rdert das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) das Projekt im Rahmen der Initiative \u201eInnovative Hochschule\u201c.<\/p>\n<p>\u201eDie Uni Siegen nimmt die Verantwortung f\u00fcr die Region sehr ernst. Transfer ist f\u00fcr die Uni ein Muss\u201c, sagt Prof. Dr. Holger Burckhart, Rektor der Uni Siegen. \u201eJetzt geht es darum, Erkenntnis- und Erfahrungswissen, das aus der Grundlagen- und Anwendungsforschung gewonnen wird, auf die Stra\u00dfe zu bringen. Und gleichzeitig diesen Prozess auch mit Forschung zu begleiten.\u201c Prof. Dr. Volker Wulf, Prorektor f\u00fcr Digitales und Regionales, fasst die Fragestellungen zusammen: \u201eWas kann die Uni dazu beitragen, dass sich die Region weiterentwickelt? Und wie muss sich die Uni entwickeln, um sich zu vernetzen, und um international und national wettbewerbsf\u00e4hig zu sein?\u201c<\/p>\n<p><strong>Projekt &#8222;FUSION&#8220; umfasst f\u00fcnf Praxisfelder<\/strong><\/p>\n<p>Das Projekt umfasst f\u00fcnf Praxisfelder. Im Feld \u201eArbeit und Digitales\u201c erarbeiten die Forscher*innen gemeinsam mit Unternehmen der Region Schulungskonzepte f\u00fcr Digitalisierung, zum Beispiel mithilfe von Augmented Reality. Es geht darum, wie man digitale Assistenzsysteme so gestalten kann, dass Unternehmen dem Fachkr\u00e4ftemangel m\u00f6glichst gut entgegentreten k\u00f6nnen. Dabei soll ein Demonstrator eingesetzt werden, um mithilfe neuester Herstellungsmethoden Werkzeuge f\u00fcr regional ans\u00e4ssige Firmen herzustellen. Diese smarten Werkzeuge sind mit Sensoren ausgestattet, um den Anwendern in den Firmen zum Beispiel in Echtzeit hilfreiche R\u00fcckmeldungen zu geben und sie in ihrer t\u00e4glichen Arbeit aktiv zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Um \u201eRessourcenschonung und Dekarbonisierung\u201c geht es in einem weiteren Praxisfeld. Hier kooperieren die Wissenschaftler*innen zum Beispiel mit lokalen Energieversorgern. Unter anderem wird die Frage behandelt, wie man bestehende Systeme f\u00fcr Wasserstoff ert\u00fcchtigen kann. Au\u00dferdem stellen die Forscher*innen Fragen zur Mobilit\u00e4t speziell im l\u00e4ndlichen Raum. Sie schauen sich Mobilit\u00e4tsstr\u00f6me mit Blick auf Ressourcenschonung an und wollen wissen, wie ein Dorfauto-Carsharing-System aussehen kann und wie man mit smarten Sensoren Fuhrparks effizienter gestalten kann.<\/p>\n<p>Im Praxisfeld \u201eGesundheit und Altern\u201c geht es um die Frage, wie S\u00fcdwestfalen mit Netzwerken und Technologien eine funktionierende medizinische Versorgung, und damit eine hohe Lebensqualit\u00e4t, sicherstellen kann. Dabei arbeiten die Wissenschaftler*innen unter anderem eng mit \u00e4lteren Menschen zusammen, um deren Bedarfe st\u00e4rker in den Fokus zu r\u00fccken. Au\u00dferdem sollen Konzepte entwickelt werden, um neue Gesundheitsberufe zu qualifizieren und die Berufswelt zu unterst\u00fctzen. Der Fokus liegt vor allem auf Pr\u00e4vention und Gesundheitsf\u00f6rderung.<\/p>\n<p>Das Praxisfeld \u201eSoziales und Inklusion\u201c setzt den Schwerpunkt auf Ans\u00e4tze integrierter Planung im Bereich der Pflege f\u00fcr Menschen mit Behinderung und gemeinpsychiatrischer Versorgung. Die Wissenschaftler*innen verkn\u00fcpfen hier den l\u00e4ndlichen Raum mit digitalen Anwendungen.<\/p>\n<p>\u201eKulturelle Kollaborationen und Post-Wachstum\u201c hei\u00dft ein weiteres Praxisfeld. Hier werden k\u00fcnstlerische Projekte speziell in den l\u00e4ndlichen Raum gebracht. In den n\u00e4chsten drei Jahren wird es nacheinander um die Schwerpunktthemen \u201eWald\u201c, \u201eLand\u201c und \u201eWasser\u201c gehen. Es gibt weitere spontane, kurzweilige k\u00fcnstlerische Projekte unter Beteiligung der B\u00fcrger*innen und mit Interaktionsm\u00f6glichkeiten. Au\u00dferdem geht es um Stadt-, Land- und Regionalentwicklung \u2013 auch darum, dass die Uni immer st\u00e4rker in die Innenstadt zieht. Hier\u00fcber sollen vermehrt Diskussionen mit der breiten \u00d6ffentlichkeit erm\u00f6glicht werden.<\/p>\n<p><strong>Strukturwandel innerhalb der Uni und Transfer sind Querschnittsthemen<\/strong><\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus gibt es zwei Querschnittsthemen: Der Strukturwandel innerhalb der Uni und der Transfer in die Region sowie aus der Region heraus. \u201eWir gehen mit \u201eFUSION\u201c die gro\u00dfen Herausforderungen der Gesellschaft und des zuk\u00fcnftigen Zusammenlebens an \u2013 und zwar als Kooperation zw. Universit\u00e4t und Region\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Rainer Wieching vom Lehrstuhl f\u00fcr Wirtschaftsinformatik und neue Medien. Er leitet und koordiniert das f\u00fcnfj\u00e4hrige Projekt. \u201eEine wichtige Frage, die sich jetzt stellt, ist: Wollen die regionalen Akteure Wettbewerber sein oder wollen sie kooperieren?\u201c, sagt Dr. Thomas Sattelberger, Staatssekret\u00e4r a.D..<\/p>\n<p>Im Rahmen des Projekts fand jetzt die Auftakttagung mit \u00fcber 150 regionalen und internationalen G\u00e4sten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik statt, die die Entwicklung und Zukunft des l\u00e4ndlich-industrialisierten Raums diskutierten. Der Vortrag von Prof. David Audretsch aus den USA brachte auch eine internationale Perspektive in das Thema. Audretsch und Wulf machten deutlich, dass nicht nur Deutschland und Europa, sondern auch andere L\u00e4nder weltweit vor teils \u00e4hnlichen Herausforderungen bez\u00fcglich der Entwicklung l\u00e4ndlicher R\u00e4ume stehen. Regional bedeute nicht provinziell, erl\u00e4utert Prof. Dr. Petra Vogel, Prorektorin f\u00fcr Internationales und Lebenslanges Lernen. \u201eWir haben das Internationale im Blick, zum Beispiel mit den Partnern der ATHENA-Hochschulallianz.\u201c Die Erkenntnisse, die in S\u00fcdwestfalen und anderen l\u00e4ndlich-industrialisierten Regionen gemacht werden, m\u00fcssten international ausgetauscht und Forschende und Akteure miteinander vernetzt werden, um das gegenseitige Lernen voneinander zu f\u00f6rdern, so Wulf.<\/p>\n<p>Text &amp; Foto: Uni Siegen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie kann umweltschonende Mobilit\u00e4t speziell in D\u00f6rfern aussehen? Was k\u00f6nnen Unternehmen au\u00dferhalb der Metropolen tun, um dem Fachkr\u00e4ftemangel entgegenzuwirken? 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