{"id":3017,"date":"2015-12-03T14:13:47","date_gmt":"2015-12-03T13:13:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=3017"},"modified":"2015-12-03T14:13:47","modified_gmt":"2015-12-03T13:13:47","slug":"gelungene-industriearchitektur-in-siegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/gelungene-industriearchitektur-in-siegen\/","title":{"rendered":"Gelungene Industriearchitektur in Siegen"},"content":{"rendered":"<p>\u201eEs sollte unser aller Anliegen sein, Siegen jeden Tag noch ein bisschen sch\u00f6ner zu machen\u201c, so der Appell von Stadtbaurat Michael Stojan an die 130 G\u00e4ste der Veranstaltung \u201eArchitektur als \u201aGesicht\u2018 der Region\u201c im Bernhard-Weiss-Saal der IHK Siegen. In seinem Vortrag zeigte er auf, dass auch die Gestaltung von Industriegeb\u00e4uden und Gewerbeimmobilien einen positiven Beitrag zum Stadtbild leistet \u2013 und dies zum Teil schon seit Jahrzehnten. Er nannte viele Beispiele gelungener und gut erhaltener Architektur der Vergangenheit wie zum Beispiel bei der Karl Buch Walzengie\u00dferei GmbH &amp; Co. KG oder auch bei der Hundt &amp; Weber GmbH. Dabei wurde deutlich, dass schon in vergangenen Jahrzehnten bis zur\u00fcck an den Beginn der Industrialisierung die Geb\u00e4ude als Visitenkarte f\u00fcr das Unternehmen gestaltet wurden und die Bauherren damals wie heute durchaus Wert auf \u00c4sthetik gelegt haben. Als gute Beispiele neuerer Gestaltung mit Blick auf die Au\u00dfenanlagen nannte er unter anderem die Gontermann-Peipers GmbH und die Dango &amp; Dienenthal Maschinenbau GmbH, die sich um ein ansprechendes Aussehen rund um die Geb\u00e4ude bem\u00fchten. Auch das Bem\u00fchen der Hundhausen Bauunternehmung GmbH, die alte Bausubstanz des Stammsitzes wieder besser zur Geltung zu bringen, zeige, dass es den Bauherren keinesfalls nur um die Funktionalit\u00e4t gehe, so Stojan.<\/p>\n<p>IHK-Ehrenpr\u00e4sident Klaus Th. Vetter begr\u00fc\u00dfte zuvor die G\u00e4ste mit einem Blick zur\u00fcck. \u201eUnsere Region ist bereits seit mehr als 2000 Jahren ein wichtiges wirtschaftliches Zentrum und mit ihrem Wohlergehen eng mit der heimischen Industrie verkn\u00fcpft. Seit jeher ist die Industrie der Motor der wirtschaftlichen Entwicklung.\u201c Dies wirke sich bis heute aus. Somit spiele die Industriearchitektur in Vergangenheit und Gegenwart eine bedeutende Rolle im Bild von Stadt und Region.<\/p>\n<p>Bei den Vortr\u00e4gen wurden die unverwechselbare Siegerl\u00e4nder Wirtschaftsgeschichte sowie die Ber\u00fchrungspunkte von Architektur, Wirtschaft und Geschichte thematisiert. Prof. Dr. Karl Kiem von der Universit\u00e4t Siegen stellte \u201eDie von Bernd und Hilla Becher fotografierten Fachwerkh\u00e4user des Siegener Industriegebietes als H\u00e4user\u201c vor. Dabei wurden die f\u00fcr das Siegerland typischen und als Fotografien weltber\u00fchmten H\u00e4user in ihrer Typologie gezeigt. Die Forschung von Kiem zeigt, dass die im Siegerland so allt\u00e4glichen H\u00e4user nicht nur einzigartig im Aufbau sind, sondern fast eine Vorstufe zum industriellen Bauen darstellen. Besonders eindrucksvoll war der Bildvergleich von H\u00e4usern aus den 60er und 70er Jahren mit ihrem Aussehen in der heutigen Zeit \u2013 Ver\u00e4nderungen bis zur Unkenntlichkeit, liebevolle Restauration, aber auch das Verschwinden des H\u00e4usertyps wurden dadurch deutlich.<\/p>\n<p>Im Anschluss daran pr\u00e4sentierte Hans-Wilhelm Fuchs, ehemaliger Vizepr\u00e4sident der IHK Siegen, in seiner Diashow \u201eGru\u00df aus Siegen: Ein Gang durch die Baugeschichte der Stadt Siegen von 1865 bis heute\u201c Bilder aus dem Stadtgebiet Siegen. Sie stellten die wechselvolle Geschichte der Stadt anschaulich dar und machten deutlich, wie weit Siegens Weg \u201ezu neuen Ufern\u201c war. Die Geb\u00e4ude mussten nach dem zweiten Weltkrieg fast vollst\u00e4ndig neu aufgebaut werden, weil in der Innenstadt kaum noch ein Stein auf dem anderen stand. Dies wurde besonders an den beeindruckenden Bildern von vor 1944, von der vollst\u00e4ndigen Zerst\u00f6rung und aus j\u00fcngerer Zeit deutlich. Vor allem die \u00e4lteren Menschen im Publikum zeigten sich durch diesen Weg in die Vergangenheit ihrer Stadt ber\u00fchrt.<\/p>\n<p>\u201eWie sch\u00f6n, dass so viele G\u00e4ste unserer Einladung zu einer Veranstaltung gefolgt sind, die nicht gerade typisch f\u00fcr eine IHK ist.\u201c IHK-Pr\u00e4sident Felix G. Hensel unterstrich in seinem Schlusswort: \u201eWir freuen uns umso mehr, weil viele von Ihnen nicht zu unseren regelm\u00e4\u00dfigen Besuchern z\u00e4hlen.\u201c Die IHK als Vertreter und F\u00fcrsprecher der Wirtschaft sei am Austausch interessiert und so auch offen f\u00fcr Themen, die das Zusammenspiel von Geschichte, Architektur und Wirtschaft zeigen. Dieser Dialog werde fortgesetzt. \u201eFirmenjubil\u00e4en, Neu- oder Umgestaltung von Gewerbeimmobilien, Neugr\u00fcndungen, Beginn und Ende von Firmengeschichten \u2013 die wirtschaftliche Entwicklung wirkt sich immer auch auf das Stadtbild und das Bild der Region aus. Damit sind wir als IHK immer auch Teil des Geschehens und Gestaltens\u201c, so Hensel zu den Beweggr\u00fcnden der Industrie- und Handelskammer f\u00fcr die Vortr\u00e4ge und die begleitende Ausstellung von historischen Fotos aus dem Archiv der Siegener Zeitung sowie Architekturmodellen der \u201eBecher\u2019schen Fachwerkh\u00e4user\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eEs sollte unser aller Anliegen sein, Siegen jeden Tag noch ein bisschen sch\u00f6ner zu machen\u201c, so der Appell von Stadtbaurat Michael Stojan an die 130&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3018,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[30],"tags":[],"class_list":["post-3017","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-vermischtes"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/100-15-Architektur-2.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3017","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3017"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3017\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3019,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3017\/revisions\/3019"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3018"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3017"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3017"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3017"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}