{"id":30042,"date":"2022-11-28T10:26:07","date_gmt":"2022-11-28T09:26:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=30042"},"modified":"2022-11-28T10:55:50","modified_gmt":"2022-11-28T09:55:50","slug":"universitaetsprojekt-mit-regionalen-unternehmen-stellt-weichen-fuer-die-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/universitaetsprojekt-mit-regionalen-unternehmen-stellt-weichen-fuer-die-zukunft\/","title":{"rendered":"Universit\u00e4tsprojekt mit regionalen Unternehmen stellt Weichen f\u00fcr die Zukunft"},"content":{"rendered":"<p>Die Klimastrategie der EU sieht eine Senkung der Treibhausgasemissionen um mindestens 55 Prozent bis zum Jahr 2030 und eine vollst\u00e4ndige Dekarbonisierung bis 2050 vor. Das stellt vor allem produzierende Unternehmen vor massive Herausforderungen, denn viele Vorprodukte und Rohmaterialien haben schon einen hohen CO2-Aussto\u00df, bevor sie \u00fcberhaupt verarbeitet werden. Genau hier setzt ein neues Projekt der Universit\u00e4t Siegen an. Ziel ist es, Strategien f\u00fcr eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft zu entwickeln und durch den Aufbau zirkul\u00e4rer Wertsch\u00f6pfungsketten Ressourcen und Rohstoffe in die Mehrfachnutzung zu \u00fcberf\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>Circular Economy: Projekt geht aus Arbeitskreis mit regionalen Unternehmen hervor <\/strong><\/p>\n<p>Entstanden ist das Projekt aus einem Arbeitskreis zur Dekarbonisierung an der Universit\u00e4t Siegen. Gemeinsam mit regionalen Unternehmen \u2013 darunter <a href=\"https:\/\/www.ejot.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">EJOT Holding GmbH &amp; Co. KG<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.aquatherm.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Aquatherm GmbH<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.dew-stahl.com\/home\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutsche Edelstahlwerke GmbH &amp; Co. KG<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.ohmundhaener.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ohm und H\u00e4ner Metallwerk GmbH &amp; Co. KG<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.achenbach.de\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Achenbach Buschh\u00fctten GmbH &amp; Co. KG<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.claas-draht.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Max W. Claas GmbH<\/a> \u2013 sind der Lehrstuhl f\u00fcr Wirtschaftsinformatik und Neue Medien um Prof. Dr. Volker Wulf und der Lehrstuhl f\u00fcr Materialkunde und Werkstoffpr\u00fcfung von Prof. Dr. Axel von Hehl der Frage nachgegangen, wie Unternehmen den CO2-Fu\u00dfabdruck ihrer Material- und Produktionsprozesse reduzieren k\u00f6nnen. F\u00fcr Walter Sch\u00e4fer, Projektleiter, ist die enge Zusammenarbeit mit den Unternehmen ein zentraler Baustein: \u201eWir sind bewusst auf Unternehmen zugegangen, die schwerpunktm\u00e4\u00dfig in der Metall- und Kunststoffverarbeitung t\u00e4tig sind, weil der Energieverbrauch und der CO2-Aussto\u00df hier besonders hoch sind. Zun\u00e4chst ging es darum, herauszufinden, vor welchen konkreten Herausforderungen die Unternehmen stehen und wo wir ansetzen m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n<p><strong>CO2-Aussto\u00df entlang der Wertsch\u00f6pfungskette ermitteln<\/strong><\/p>\n<p>Um L\u00f6sungsstrategien zur Senkung des CO2-Aussto\u00dfes zu erarbeiten, muss dieser zun\u00e4chst genau erfasst werden. Dazu geh\u00f6ren neben dem eigentlichen Produktionsprozess alle vor- und nachgelagerten Prozesse zur Identifizierung der Schadstoffwerte und Berechnung des gr\u00fcnen Fu\u00dfabdrucks. Ziel soll es laut Sch\u00e4fer sein, die Material- und Energiefl\u00fcsse entlang der kompletten Wertsch\u00f6pfungskette eines Produkts \u2013 vom Rohmaterialproduzenten \u00fcber die Logistik bis zum Endverbraucher \u2013 abzubilden und f\u00fcr jeden Fertigungsschritt konkrete Kennzahlen f\u00fcr den Schadstoffaussto\u00df zu hinterlegen. Auf dieser Basis kann eine Kosten-Nutzen-Schadstoff-Bilanz erstellt werden. \u201eDaf\u00fcr haben wir Unternehmen ausgew\u00e4hlt, die in ihrer Gesamtheit im Arbeitskreis eine geschlossene Prozesskette abbilden\u201c, so Walter Sch\u00e4fer.<\/p>\n<p>Die Identifikation der Prozesskette bildet die Grundlage f\u00fcr eine prototypische Software, die gemeinsam mit dem Lehrstuhl f\u00fcr Maschinenelemente und Systementwicklung der RWTH Aachen entwickelt wird. In der Software soll die komplette Lieferkette digital abgebildet werden. Die Produktdaten werden um den Aspekt der Nachhaltigkeit erweitert und liefern Kennzahlen zum Aussto\u00df sowie Anteil an Schadstoffen im kompletten Lebenszyklus eines Produkts. In die Pr\u00fcfung des Prototyps werden dann alle an der Arbeitsgruppe beteiligten Unternehmen wieder einbezogen.<\/p>\n<p><strong>Weichen f\u00fcr die Zukunft stellen: Dekarbonisierung durch zirkul\u00e4re Wertsch\u00f6pfungsketten <\/strong><\/p>\n<p>Konkretes Ziel der Arbeitsgruppe ist es, ein Modell der Kreislaufwirtschaft f\u00fcr bestimmte Produkte aufzubauen. Durch gezielte R\u00fccknahme, \u00dcberarbeitung, Aufwertung und R\u00fcckgabe der Produkte kann deren Nutzungsdauer erh\u00f6ht und der Schadstoffaussto\u00df verringert werden. Dazu bedarf es eines Paradigmenwechsels in den Unternehmen und neuer Gesch\u00e4ftsmodelle, die die wiederholte Aufwertung von Anfang an mitdenken und sowohl f\u00fcr den Anbieter als auch den Kunden einen Mehrwert bieten.<\/p>\n<p>Das derzeitige Projekt soll nach Vorstellung der Verantwortlichen in ein gemeinsames Forschungsprojekt m\u00fcnden. Dazu stellt die Universit\u00e4t Siegen zusammen mit dem Institut f\u00fcr Maschinenelemente und Systementwicklung der RWTH Aachen einen Forschungsantrag beim Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Klimaschutz.<\/p>\n<p>Text und Foto: <a href=\"https:\/\/www.uni-siegen.de\/start\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Universit\u00e4t Siegen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Klimastrategie der EU sieht eine Senkung der Treibhausgasemissionen um mindestens 55 Prozent bis zum Jahr 2030 und eine vollst\u00e4ndige Dekarbonisierung bis 2050 vor. 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