{"id":299,"date":"2012-01-05T09:35:03","date_gmt":"2012-01-05T08:35:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=299"},"modified":"2012-01-05T09:35:03","modified_gmt":"2012-01-05T08:35:03","slug":"siegen-wittgenstein-referenzkommune-beim-uebergang-schule-beruf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/siegen-wittgenstein-referenzkommune-beim-uebergang-schule-beruf\/","title":{"rendered":"Siegen-Wittgenstein Referenzkommune beim \u00dcbergang Schule-Beruf"},"content":{"rendered":"<p>Siegen, 5. Januar 2012. Der Kreis Siegen-Wittgenstein \u00fcbernimmt k\u00fcnftig eine Koordinierungsfunktion f\u00fcr die vielf\u00e4ltigen Angebote beim \u00dcbergang von der Schule in den Beruf. Damit ist Siegen-Wittgenstein eine von sieben Referenzkommunen in Nordrhein-Westfalen, die das Vorhaben der Landesregierung, bis zum Schuljahr 2018\/2019 fl\u00e4chendeckend ein neues \u00dcbergangssystem von der Schule in den Beruf zu etablieren, umsetzen. Einen F\u00f6rderbescheid \u00fcber rund 70.000 Euro f\u00fcr die Einrichtung einer entsprechenden Koordinierungsstelle hat der Kreis jetzt von der Bezirksregierung erhalten. Damit f\u00f6rdert das Land 50 Prozent der zun\u00e4chst zu erwartenden Kosten.<\/p>\n<p>\u201eEs gibt kaum einen Kreis in Nordrhein-Westfalen, der sich in der Vergangenheit so engagiert im Bereich des \u00dcbergangs von der Schule in den Beruf bet\u00e4tigt hat, wie Siegen-Wittgenstein\u201c, sagt Landrat Paul Breuer. \u201eDass wir jetzt als Referenzkommune f\u00fcr das neue Landesprogramm ausgew\u00e4hlt worden sind, verstehe ich auch als eine Anerkennung f\u00fcr die vorbildliche und nachhaltige Arbeit, die wir partnerschaftlich mit vielen engagierten Akteuren wie der Agentur f\u00fcr Arbeit, IHK und Handwerkskammer, Arbeitgebern, Gewerkschaften, Schulen und privaten Bildungstr\u00e4gern auf diesem Gebiet bereits geleistet haben\u201c, freut sich Breuer.<\/p>\n<p>So ist der Kreis bereits seit 2006 Tr\u00e4ger das Programms\u201eEin-Topf\u201c, das von Experten aus der Region heraus entwickelt und landesweit \u00fcbernommen wurde. Ziel von \u201eEin-Topf\u201c ist es, aus der Vielzahl der F\u00f6rderangebote f\u00fcr jeden Sch\u00fcler das m\u00f6glichst passgenaue zu finden und bereits fr\u00fchzeitig in der Schule mit der Vorbereitung auf die Berufswahl und die Qualifizierung f\u00fcr eine Ausbildung zu beginnen.<\/p>\n<p>Auch das Regionale Haus der Berufsvorbereitung, ma\u00dfgeblich organisiert und umgesetzt vom Berufsbildungszentrum (bbz) der IHK, ist ein Modellprojekt, das \u00fcberregional gro\u00dfe Beachtung findet und inzwischen vielfach \u00fcbernommen wurde. Es erm\u00f6glicht j\u00e4hrlich rund 100 Hauptsch\u00fclern durch zus\u00e4tzlichen Unterricht und Berufspraktika direkt nach dem Schulabschluss eine Ausbildung zu erhalten.<\/p>\n<p>Neu ist das Projekt \u201eStartklar\u201c. Hierbei geht es um eine vertiefte Berufsbildung f\u00fcr Hauptsch\u00fcler ab der Klasse 8 in Ganztagshauptschulen. Schon fr\u00fchzeitig werden in einem Kompetenzcheck die Neigungen und F\u00e4higkeiten der Sch\u00fcler ermittelt. Anschlie\u00dfend erhalten sie in Kooperation mit Bildungstr\u00e4gern Einblicke in das Berufsleben.<\/p>\n<p>\u201eZiel all dieser Bem\u00fchungen ist es, die Zahl von Ausbildungs- oder Studienabbr\u00fcchen zu verringern. Gleichzeitig m\u00f6chten wir die ber\u00fcchtigten \u201aWarteschleifen\u2019 zwischen Schulabschluss und Berufsausbildung bzw. Studiumsbeginn m\u00f6glichst minimieren\u201c, erl\u00e4utert Breuer: \u201eVor dem Hintergrund des demografischen Wandels und dem sich schon jetzt abzeichnenden Fachkr\u00e4ftemangel k\u00f6nnen wir es uns gar nicht leisten, Potenziale junger Menschen ungenutzt liegen zu lassen. Vielmehr m\u00fcssen sie entwickelt und gehoben werden \u2013 im Interesse der jungen Menschen und der ganzen Region.\u201c<\/p>\n<p>In Siegen-Wittgenstein verlassen jedes Jahr rund 3.000 Sch\u00fcler die Schule und stehen dann vor der Entscheidung, sich auf eine berufliche Ausbildung bzw. einen Studiengang festlegen zu m\u00fcssen. Im Rahmen der Berufswahl gibt es vielf\u00e4ltige Angebote f\u00fcr die unterschiedlichsten Bedarfe und Zielgruppen. \u201eGerade die Agentur f\u00fcr Arbeit leistet im Bereich der Berufsorientierung hervorragende Arbeit und setzt gro\u00dfe Personal- und Finanzressourcen in diesem Bereich ein\u201c, sagt Kreiswirtschaftsreferent Reinhard K\u00e4mpfer. Hinzu kommen vielf\u00e4ltige Angebote weiterer Bildungstr\u00e4ger. \u201eIm Dschungel dieser Vielfalt ein wenig Orientierung zu geben und f\u00fcr jede Zielgruppe das passende Angebot m\u00f6glichst niederschwellig zur Verf\u00fcgung zu stellen, ist eine zentrale Aufgabe der Koordinierungsstelle\u201c, so K\u00e4mpfer: \u201eWir m\u00fcssen das Rad nicht neu erfinden und k\u00f6nnen dabei auf eine sehr gute Kommunikation zwischen den beteiligten Bildungstr\u00e4gern in der Region aufbauen. Aber die Passgenauigkeit der einzelnen Instrumente und Angebote kann durch eine systematische Koordination sicher noch optimiert werden.\u201c<\/p>\n<p>Die neue Koordinierungsstelle Schule\/Beruf wird organisatorisch beim Regionalen Bildungsb\u00fcro im Fachservice Schule der Kreisverwaltung angebunden sein und soll im regionalen Arbeitskreis Schule\/Beruf regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber ihre T\u00e4tigkeit berichten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Siegen, 5. Januar 2012. 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