{"id":2966,"date":"2015-11-24T14:01:48","date_gmt":"2015-11-24T13:01:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=2966"},"modified":"2015-11-24T14:01:48","modified_gmt":"2015-11-24T13:01:48","slug":"auf-dem-richtigen-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/auf-dem-richtigen-weg\/","title":{"rendered":"Auf dem richtigen Weg"},"content":{"rendered":"<p>Deutschland ist heute deutlich familienfreundlicher als noch vor zehn Jahren. Im europ\u00e4ischen Vergleich konnte sich kaum ein anderes Land \u00e4hnlich stark verbessern. Das zeigt der neue Familienfreundlichkeitsindex des Instituts der deutschen Wirtschaft K\u00f6ln (IW). Dennoch bleibt noch einiges zu tun. So sollten die Bundesl\u00e4nder insbesondere die Ganztagsbetreuung f\u00fcr Schulkinder weiter ausbauen.<\/p>\n<p>Familienpolitik kann unterschiedliche Ziele verfolgen: Kinder sollen sich gut entwickeln, Familien sollen genug Geld haben und Eltern soll die M\u00f6glichkeit einger\u00e4umt werden, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Der Staat kann das \u00fcber verschiedene Stellschrauben steuern \u2013 vom Kindergeld \u00fcber Steuererleichterungen bis zur Elternzeit. Die m\u00f6glichen Staatseingriffe sind jedoch so vielf\u00e4ltig, dass ein internationaler Vergleich schwer f\u00e4llt. Den erm\u00f6glicht nun das IW K\u00f6ln mit seinem Familienfreundlichkeitsindex.<\/p>\n<p>Dieser zeigt, dass sich die Lage f\u00fcr Familien in Deutschland in den vergangenen Jahren wesentlich verbessert hat. 2005 schnitt Deutschland im europ\u00e4ischen Vergleich lediglich bei den Geldleistungen gut ab, inzwischen sind auch die Betreuung besser und die bezahlte und vorbehaltene Elternzeit umfassender geworden. Gleichzeitig gehen mehr Frauen arbeiten, und Familien sind wirtschaftlich stabiler aufgestellt als noch vor zehn Jahren. Im europ\u00e4ischen Vergleich geht es Kindern in Deutschland am viertbesten.<\/p>\n<p>Um an die Spitze zu kommen, bleibt allerdings noch einiges zu tun. \u201eTrotz gro\u00dfer Fortschritte ist unsere Kinderbetreuung nicht so gut wie etwa in Skandinavien\u201c, sagt Wido Geis, Familienexperte des IW K\u00f6ln. Insbesondere fehlen weiterhin Ganztagsangebote f\u00fcr Schulkinder, sodass der Schuleintritt f\u00fcr erwerbst\u00e4tige Eltern zu einer Herausforderung werden kann. Das IW K\u00f6ln fordert daher, z\u00fcgig fl\u00e4chendeckend Ganztagsschulen zu er\u00f6ffnen, deren Betreuungszeiten die typischen Arbeitszeiten von Eltern abdecken. Hingegen k\u00f6nne Deutschland bei den Geldleistungen sparen. Bis zu 2.137 Euro zahlt der deutsche Staat f\u00fcr ein Kind pro Jahr \u2013 nur Luxemburg gibt mehr. \u201eW\u00fcrden die Leistungen zielorientierter gestaltet und besser miteinander verzahnt, k\u00f6nnten mit dem gleichen Einsatz an Geld bessere Ergebnisse erzielt werden\u201c, so Familienexperte Geis.<\/p>\n<div>\n<p>Wido Geis: Familienfreundlichkeit in Europa heute \u2013 St\u00e4rken und Schw\u00e4chen Deutschlands. Aktueller Stand und Entwicklung<\/p>\n<div>\n<p><a href=\"http:\/\/www.iwkoeln.de\/_storage\/asset\/253913\/storage\/master\/file\/8127749\/download\/Wido%20Geis%20Familienfreundlichkeit%20in%20Europa%20IW%20Policy%20Paper.pdf\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.iwkoeln.de\/img\/bgi\/iconDownload-53b9e851.png\" alt=\"Icon\" \/>Download<\/a> | PDF<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutschland ist heute deutlich familienfreundlicher als noch vor zehn Jahren. Im europ\u00e4ischen Vergleich konnte sich kaum ein anderes Land \u00e4hnlich stark verbessern. 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