{"id":29576,"date":"2022-09-27T15:38:15","date_gmt":"2022-09-27T13:38:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=29576"},"modified":"2022-09-27T15:38:15","modified_gmt":"2022-09-27T13:38:15","slug":"explodierende-energiepreise-ihk-aussenwirtschaftsausschuss-fordert-dauerhafte-entlastung-fuer-betriebe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/explodierende-energiepreise-ihk-aussenwirtschaftsausschuss-fordert-dauerhafte-entlastung-fuer-betriebe\/","title":{"rendered":"\u201eExplodierende Energiepreise\u201c: IHK-Au\u00dfenwirtschaftsausschuss fordert dauerhafte Entlastung f\u00fcr Betriebe"},"content":{"rendered":"<p>\u201eWir k\u00f6nnen kaum noch verl\u00e4ssliche Aussagen zu Auftr\u00e4gen und Gesch\u00e4ften machen, weil wir einfach nicht wissen, ob wir in vier Monaten noch gen\u00fcgend Strom haben, um zu produzieren!\u201c Eindringlich beschrieb Dagmar Langenhan, Arthur Langenhan GmbH &amp; Co. KG, in der Sitzung des IHK-Au\u00dfenwirtschaftsausschusses die gegenw\u00e4rtigen Belastungen durch gestiegene Energiepreise. L\u00e4ngst wachse das Unverst\u00e4ndnis auch bei Kunden und Gesch\u00e4ftspartnern im Ausland. \u201eSie kennen uns als verl\u00e4ssliches Unternehmen und vermissen genau dies jetzt!\u201c<\/p>\n<p>Diese Einsch\u00e4tzung fand bei den weiteren anwesenden Unternehmensvertretern \u00fcberwiegend Best\u00e4tigung. Es sei sp\u00fcrbar, dass Kunden in Europa und den USA zunehmend ungeduldig und zum Teil schon fasst aggressiv auftr\u00e4ten, weil sie einen klaren Kurs in der deutschen Energiepolitik ebenso wenig erkennen k\u00f6nnten, wie man selbst, erkl\u00e4rte Arnold Vetter, VETTER Industrie GmbH. Damit setzten sich auch die Unsicherheiten der Versorgungsunternehmen im Au\u00dfenhandel fort. Viele Unternehmer wussten zu berichten, dass sich die Energieversorger derzeit h\u00e4ufig nicht in der Lage s\u00e4hen, Anschlussvertr\u00e4ge anzubieten. Im Gespr\u00e4ch stelle sich immer wieder heraus, dass die Anbieter selbst nicht w\u00fcssten, mit welchen Entwicklungen binnen drei Monaten zu rechnen sei. F\u00fcr die Betriebe, insbesondere diejenigen mit hohen Verbr\u00e4uchen, hat das gravierende Auswirkungen.<\/p>\n<p>\u201eBeinahe wie gel\u00e4hmt m\u00fcssen Unternehmer zuschauen, wie die bestehenden Vertr\u00e4ge in den kommenden Wochen ausliefen, ohne verl\u00e4ssliche Perspektive auf einen Anschlussvertrag. Die Planungssicherheit betr\u00e4gt null!\u201c beschrieb Felix G. Hensel, Gustav Hensel GmbH &amp; Co. KG, die gegenw\u00e4rtige Lage.<\/p>\n<p>Die Energiepreise l\u00e4gen in Deutschland seit jeher auf hohem Niveau. Jetzt, mit dem Krieg in der Ukraine, zahlten deutsche Betriebe acht Mal so viel f\u00fcr Gas wie US-amerikanische, betonte der IHK-Ehrenpr\u00e4sident.<\/p>\n<p><strong>Investitionen in die Energiewende geraten ins Hintertreffen<\/strong><\/p>\n<p>Auch die Strompreise sind in Deutschland st\u00e4rker gestiegen als in anderen Teilen der Welt und verst\u00e4rken die Unsicherheiten in der Wirtschaft: 83 Prozent der Unternehmen in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe sehen nach einer IHK-Blitzumfrage die gr\u00f6\u00dften Risiken f\u00fcr die wirtschaftlichen Entwicklungen in den weiter steigenden bzw. dauerhaft hohen Energie- und Kraftstoffpreisen. Jeder zehnte Betrieb zieht aufgrund der hohen Kosten in diesem Bereich Standortverlagerungen konkret in Erw\u00e4gung. Die Bundespolitik befasse sich seit Monaten mit kaum etwas anderem als mit Entlastungspaketen, insbesondere f\u00fcr Privathaushalte, hob Ausschussvorsitzender Rainer Dango, Dango &amp; Dienenthal GmbH &amp; Co. KG, hervor. \u201eDas gr\u00f6\u00dfere Problem sind aber die explodierenden Energiepreise f\u00fcr Wirtschaftsunternehmen. Hier muss der Staat wirksame Ma\u00dfnahmen entwickeln und f\u00fcr eine m\u00f6glichst nachhaltige Entlastung sorgen. Andernfalls ist die Wirtschaft nicht mehr in der Lage, Investitionen auch f\u00fcr die Energiewende zu leisten!\u201c<\/p>\n<p>Entscheidend hierf\u00fcr sei eine bezahlbare Energie, um die Wettbewerbsf\u00e4higkeit zu erhalten. Ein H\u00f6chstma\u00df an Klarheit und Verl\u00e4sslichkeit biete nur ein Industriestrompreis, der dauerhaft gelte, zeigte bei dieser Gelegenheit IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Klaus Gr\u00e4bener auf. Ziel m\u00fcsse sein, die aus dem Ruder laufenden Energiepreise auf Dauer zu stabilisieren. \u201eIm Wahlkampf hatte Bundeskanzler Olaf Scholz erkl\u00e4rt, sein Ziel sei ein Industriestrompreis von vier Cent je Kilowattstunde Strom. Ein Wert, der von Fachleuten als durchaus realistisch eingesch\u00e4tzt wird. Angesichts der aktuellen Debatten fragt man sich, wie lange mit der Einf\u00fchrung des Industriestrompreises noch gewartet werden soll. Jetzt sind die Existenzen bedroht. In wenigen Monaten sind sie wom\u00f6glich schon aufgegeben\u201c, so Klaus Gr\u00e4bener.<\/p>\n<p>Immerhin sei der Wirtschaftsstandort seit geraumer Zeit erheblichen Herausforderungen ausgesetzt, erinnerte IHK-Pr\u00e4sident Walter Viegener: \u201eWir laufen seit Jahren einen Krisenmarathon. Wenn jetzt nicht schnell die richtigen politischen Weichen gestellt werden, kann das kein gutes Ende nehmen!\u201c Die einhellige Meinung im Au\u00dfenwirtschaftsausschuss: Die Politik m\u00fcsse jetzt ihre wirtschaftspolitische Handlungsf\u00e4higkeit unter Beweis stellen und dabei wirklich \u201ealle Register ziehen\u201c. Dazu geh\u00f6re beispielsweise auch, ideologische Vorbehalte gegen einen vor\u00fcbergehenden Weiterbetrieb der verbleibenden Atomkraftwerke zur\u00fcckzustellen.<\/p>\n<p style=\"margin: 0cm; font-stretch: normal;\">Text:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.ihk-siegen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">IHK Siegen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eWir k\u00f6nnen kaum noch verl\u00e4ssliche Aussagen zu Auftr\u00e4gen und Gesch\u00e4ften machen, weil wir einfach nicht wissen, ob wir in vier Monaten noch gen\u00fcgend Strom haben,&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":4018,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[32,30,11],"tags":[],"class_list":["post-29576","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-infos","category-vermischtes","category-regionale-wirtschaft"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/wronline-ihk.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29576","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=29576"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29576\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":29577,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29576\/revisions\/29577"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4018"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=29576"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=29576"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=29576"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}