{"id":29552,"date":"2022-09-26T12:35:40","date_gmt":"2022-09-26T10:35:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=29552"},"modified":"2022-09-26T12:35:40","modified_gmt":"2022-09-26T10:35:40","slug":"wahrscheinliche-ertragseinbrueche-werden-kommunale-haushalte-spuerbar-belasten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wahrscheinliche-ertragseinbrueche-werden-kommunale-haushalte-spuerbar-belasten\/","title":{"rendered":"Wahrscheinliche Ertragseinbr\u00fcche werden kommunale Haushalte sp\u00fcrbar belasten"},"content":{"rendered":"<p>15 von 18 kommunalen Haushalte im IHK-Bezirk profitierten 2021 deutlich von der insgesamt passablen Konjunktur und steigenden Ertr\u00e4gen der heimischen Unternehmen. In den 18 Kommunen in Siegen-Wittgenstein und Olpe zahlten die Firmen im vergangenen Jahr Gewerbesteuern in H\u00f6he von 361,4 Mio.Euro. \u201eDies sind satte 73,6 Mio. Euro mehr als im Vorjahr. Die Steigerung betr\u00e4gt 25,6 Prozent jedoch ungleich verteilt. Das Gewerbesteueraufkommen stieg im Kreis Olpe mit 42,8 Prozent deutlich st\u00e4rker als in Siegen-Wittgenstein, wo die Zunahme \u201anur\u2018 15,7 Prozent betrug. Diese Entwicklung ist sehr erfreulich, sie d\u00fcrfte jedoch schon bald der Vergangenheit angeh\u00f6ren. Das, was aller Voraussicht nach in n\u00e4chster Zeit vor uns liegt, d\u00fcrfte auch zahlreiche Kommunen vor massive zus\u00e4tzliche Probleme stellen.\u201c Mit diesen Worten kommentiert IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Klaus Gr\u00e4bener die derzeit d\u00fcsteren Konjunkturaussichten und die sich abzeichnenden r\u00fcckl\u00e4ufigen Auftragseing\u00e4nge mit Blick auf die heimischen Kommunen.<\/p>\n<p>Etliche der renommierten Wirtschaftsforschungsinstitute h\u00e4tten in den vergangenen Wochen ihre Erwartungen deutlich reduziert, einige hielten bereits eine Rezession f\u00fcr die wahrscheinliche Folge der derzeitigen Energiekrise. Sicherlich nicht alle, aber doch betr\u00e4chtliche Teile der heimischen Unternehmen st\u00fcnden vor Schwierigkeiten, die man sich noch zu Jahresbeginn nicht habe vorstellen k\u00f6nnen. Klaus Gr\u00e4bener: \u201eDie Lage ist ernst und f\u00fcr zahlreiche Unternehmen existenzbedrohend; im \u00dcbrigen nicht nur f\u00fcr energieintensive. Es sind nicht wenige Firmen, die im kommenden Jahr Zusatzkosten durch Strom- und Gasbezug von bis zu 10 Prozent ihres Jahresumsatzes (!) f\u00fcr m\u00f6glich halten. Die Konsequenzen f\u00fcr deren Investitionsverhalten und die Ertr\u00e4ge liegen auf der Hand. Wer derartige Mehrkosten nicht durch Preiserh\u00f6hungen im Markt durchsetzen kann, der fischt im Tr\u00fcben, wenn er denn \u00fcberhaupt noch fischt. Die Stimmung ist manchen Ortes daher beinahe depressiv.\u201c<\/p>\n<p>Da die kommunalen Haushalte zu einem betr\u00e4chtlichen Teil aus Gewerbesteuereinnahmen finanziert werden, m\u00fcssten sich wohl auch die St\u00e4dte und Gemeinden \u201ewarm anziehen\u201c. Daran \u00e4ndern nach Auffassung der IHK auch die nach wie vor halbwegs passablen Industrieums\u00e4tze nichts. In den ersten sieben Monaten setzten die Industrieunternehmen mit mehr als 50 Besch\u00e4ftigten in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe 10,12 Mrd. Euro um. Der Zuwachs gegen\u00fcber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres liegt damit bei 15,6 Prozent. \u201eUnter \u00e4u\u00dferst herausfordernden Rahmenbedingungen konnten etliche Industrieunternehmen ihre Ums\u00e4tze steigern. Das ist positiv, aber auch nur eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite schm\u00e4lern die Rekordpreise f\u00fcr Energie sowie die sprunghaft gestiegenen Kosten f\u00fcr Rohstoffe und, Vorprodukte die Ertr\u00e4ge. inflationsbereinigt bleibt von der Steigerung, wenn \u00fcberhaupt, nicht viel \u00fcbrig. Die Tendenz geht eher Richtung Null, wenn nicht sogar niedriger\u201c, interpretiert IHK-Referatsleiter Stephan H\u00e4ger die aktuellen Umsatzzahlen des Statistischen Landesamtes. Bereits im Juli sei der Umsatz im Vergleich zum Juni um mehr als 10 Prozent zur\u00fcckgegangen.<\/p>\n<p>Von Januar bis Juli setzten die Unternehmen im Kreis Siegen-Wittgenstein 5,92 Mrd. Euro um (+953,4 Mio. Euro). Die Steigerung gegen\u00fcber dem Vorjahreszeitraum betrug 19,2 Prozent und f\u00e4llt damit st\u00e4rker aus als im Landesdurchschnitt (16,9 Prozent). Hingegen fiel im Kreis Olpe der Zuwachs etwas schw\u00e4cher aus(+ 409,7 Mio. Euro bzw. 10,8 Prozent). Stephan H\u00e4ger: \u201eErfreulich ist: Die heimischen Erzeugnisse sind im Ausland wieder st\u00e4rker gefragt. Das Exportgesch\u00e4ft unserer Unternehmen lief \u00fcberdurchschnittlich gut und deutlich besser als der Inlandsumsatz &#8211; entgegen dem Trend der vergangenen Jahre. Die Exportquote steigt wieder.\u201c Im IHK-Bezirk entfielen Im Juli knapp 44 Prozent des Gesamtumsatzes auf den Export. Im Kreis Slegen-Wittgenstein wurde sogar fast jeder zweite Euro im Ausland umgesetzt. Im Kreis Olpe lag die Exportquote zuletzt bei 35 Prozent.<\/p>\n<p>Text:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.ihk-siegen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">IHK Siegen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>15 von 18 kommunalen Haushalte im IHK-Bezirk profitierten 2021 deutlich von der insgesamt passablen Konjunktur und steigenden Ertr\u00e4gen der heimischen Unternehmen. 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