{"id":29495,"date":"2022-09-16T15:44:04","date_gmt":"2022-09-16T13:44:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=29495"},"modified":"2022-10-14T11:14:52","modified_gmt":"2022-10-14T09:14:52","slug":"praesident-kirchhoff-acht-prozent-forderung-der-ig-metall-wirkt-wie-aus-der-zeit-gefallen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/praesident-kirchhoff-acht-prozent-forderung-der-ig-metall-wirkt-wie-aus-der-zeit-gefallen\/","title":{"rendered":"Pr\u00e4sident Kirchhoff: \u201eAcht-Prozent-Forderung der IG Metall wirkt wie aus der Zeit gefallen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Als \u201eso ernst wie selten zuvor\u201c haben die NRW-Metallarbeitgeber die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland bezeichnet. Die Industrie befinde sich inmitten einer dramatischen Energiepreiskrise. Au\u00dferdem bereite den Unternehmen die Versorgungssicherheit bei Strom und Gas in den beiden kommenden Wintern weiterhin erhebliche Sorgen. \u201eBeides ist f\u00fcr unseren Industriestandort und damit auch f\u00fcr die Arbeitspl\u00e4tze eine existenzielle Bedrohung\u201c, erkl\u00e4rte der Pr\u00e4sident des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW), Arndt G. Kirchhoff, am Freitag in Gelsenkirchen. Bei der ersten Tarifverhandlung f\u00fcr die rund 700.000 Besch\u00e4ftigten dieses Industriezweigs in NRW betonte er, die Tarifrunde 2022 finde in einem noch schwierigeren und unsicheren Umfeld statt als w\u00e4hrend der Corona-Pandemie. \u201eVor diesem Hintergrund wirkt die Acht-Prozent-Forderung der IG Metall wie aus der Zeit gefallen\u201c, sagte Kirchhoff. Er verstehe die Sorgen der Besch\u00e4ftigten, erwarte aber, dass die IG Metall auch die Ausnahmesituation in den Betrieben zur Kenntnis nehme.<\/p>\n<p>Kernaufgabe der n\u00e4chsten Wochen und Monate m\u00fcsse es sein, die Wettbewerbsf\u00e4higkeit und Zukunftsf\u00e4higkeit der Industrie in Deutschland zu gew\u00e4hrleisten. Dazu m\u00fcsse auch die Tarifpolitik<br \/>\nbeitragen. F\u00fcr viele M+E-Unternehmen stelle sich die Frage, ob hierzulande Investitionen noch wirtschaftlich darstellbar seien. \u201eEs muss alles getan werden, damit wir auch in zehn Jahren noch Industriestandort sind\u201c, so Kirchhoff. Das werde aber nicht zu schaffen sein, wenn die Kosten der Unternehmen durch eine \u00fcberzogene Tarifpolitik zus\u00e4tzlich massiv in die H\u00f6he getrieben w\u00fcrden. Tarifvertr\u00e4ge m\u00fcssten auch jene Betriebe verkraften k\u00f6nnen, denen es wirtschaftlich nicht gut gehe. Deren Zahl werde sich ganz sicher noch erh\u00f6hen. Auf diese zunehmende Heterogenit\u00e4t m\u00fcsse die Tarifpolitik langfristige Antworten geben. \u201eHier brauchen wir dauerhafte Instrumente, die automatisch greifen\u201c, betonte er. Eine Zuspitzung der politischen und wirtschaftlichen Lage im Herbst sei nicht auszuschlie\u00dfen. Metallarbeitgeber und IG Metall m\u00fcssten sich umso mehr bewusst sein, dass der Umgang miteinander in der Tarifrunde auch stilbildend f\u00fcr die gesellschaftspolitische<br \/>\nDebatte im Land sein k\u00f6nne. \u201eDieser Verantwortung m\u00fcssen wir gerecht werden\u201c, sagte Kirchhoff.<\/p>\n<p>Text und Foto:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.metall.nrw\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Metall NRW<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als \u201eso ernst wie selten zuvor\u201c haben die NRW-Metallarbeitgeber die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland bezeichnet. Die Industrie befinde sich inmitten einer dramatischen Energiepreiskrise. 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