{"id":28943,"date":"2022-06-27T12:02:38","date_gmt":"2022-06-27T10:02:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=28943"},"modified":"2022-06-27T12:09:41","modified_gmt":"2022-06-27T10:09:41","slug":"jobcenter-starten-mit-innovativem-angebot-gemeinsam-neue-wege-gehen-mit-rehapro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/jobcenter-starten-mit-innovativem-angebot-gemeinsam-neue-wege-gehen-mit-rehapro\/","title":{"rendered":"Jobcenter starten mit innovativem Angebot: Gemeinsam neue Wege gehen mit \u201erehapro\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Der Service Point Gesundheit und Arbeit, kurz S.P.G., ist zum 1. Juni gestartet. Die vier beteiligten Jobcenter haben mit ihrem jeweils eigenen S.P.G ein gemeinsames Ziel: durch innovative Leistungen und organisatorische Ma\u00dfnahmen Menschen mit andauernden gesundheitlichen Einschr\u00e4nkungen zu helfen, erwerbsf\u00e4hig zu bleiben oder wieder zu werden. Verbunden damit ist ein St\u00e4rken der beruflichen und sozialen Teilhabe. Das Projekt des Jobcenterverbundes Jobcenter Holzminden, Jobcenter Landkreis Northeim, Jobcenter Hameln-Pyrmont und Jobcenter Kreis Siegen-Wittgenstein wird gef\u00f6rdert durch das Bundesministerium f\u00fcr Arbeit und Soziales im Rahmen des Bundesprogramms rehapro mit den Grunds\u00e4tzen: \u201ePr\u00e4vention vor Rehabilitation\u201c und \u201eRehabilitation vor Rente\u201c.<\/p>\n<p>\u201eMenschen abholen, mit ihnen individuelle Hilfe passend zur Lebenslage entwickeln und umsetzen, das ist unsere Aufgabe, unser Ziel. Wir alle m\u00fcssen in neuen Strukturen denken, wenn wir Teilhabe verbessern wollen. Mit unserem Projekt werden wir vielen Menschen diese Chance geben\u201c, so Michael Schmitz, Projektleiter des Verbundes, zum Start. \u00a0Schmitz erkl\u00e4rt: \u201eLangzeitarbeitslos sein hat die unterschiedlichsten Ursachen. Einen gro\u00dfen Platz nehmen dabei gesundheitliche Einschr\u00e4nkungen ein. Hier setzt der S.P.G. mit individuell auf die einzelne Person abgestimmter Unterst\u00fctzung an. Wir haben ganz bewusst unsere Service Points r\u00e4umlich getrennt von der jeweiligen Beh\u00f6rde Jobcenter eingerichtet. So grenzt sich das Projekt klar vom Regelgesch\u00e4ft der Jobcenter ab.\u201c Mit dem Unternehmen Softdoor hat das Projekt an allen vier Standorten einen professionellen Tr\u00e4ger. Gemeinsam mit Fachkr\u00e4ften der jeweiligen Jobcenter werden die Teilnehmenden durch Coaches von Softdoor betreut. Die Einbindung von Fach\u00e4rzten, Psychologen, Sozial- und Arbeitsmedizinern ist dabei auf kurzem Weg jederzeit m\u00f6glich. Eingesetzt werden hierzu digitale Services wie Telemedizin. Das alles in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Rentenversicherung.<\/p>\n<p>Zum Start ging es im Vorfeld darum, Teilnehmende f\u00fcr das Projekt zu gewinnen. \u201eDabei wird kein Zwang ausge\u00fcbt, alles ist auf freiwilliger Basis\u201c, so Anja Zebahl. Sie ist Koordinatorin am Standort Hameln. \u201eIch habe an einigen Beratungsgespr\u00e4chen teilgenommen und direkt unser neues Projekt vorgestellt. Durchweg war das Feedback positiv, teilweise richtig dankbar. Da kam z.B.: da f\u00fchle ich mich gut aufgehoben, es geht weiter, mir f\u00e4llt ein Stein vom Herzen. So konnten wir zum Start in Hameln 120 Personen aus unserem Kundenbestand gewinnen.\u201c \u00c4hnliche Erfahrungen sammelten auch die anderen drei Koordinatorinnen. Die k\u00fcnftig Teilnehmenden sind motiviert, mitzuwirken. Gut finden alle bereits im Vorfeld, dass der S.P.G. keine klassische Ma\u00dfnahme ist, sondern eher eine Begegnungsst\u00e4tte mit umfassenden Hilfsm\u00f6glichkeiten. Das alles unter dem gro\u00dfen Aspekt der Freiwilligkeit.<\/p>\n<p>Insgesamt bietet das Projekt in seiner 5-j\u00e4hrigen Laufzeit f\u00fcr den gesamten Jobcenterverbund ca. 3375 Menschen die Chance, von dem Angebot S.P.G. zu profitieren. Mit rollierendem Einstieg werden in vier aufeinander aufbauenden Phasen die erforderlichen Hilfen unter Einbeziehen von psychologischem und \u00e4rztlichem Fachpersonal herausgearbeitet. In der insgesamt 8 bis zu 12 Monate dauernden Teilnahme werden in der 4. Hauptphase diese Hilfen angegangen und umgesetzt.<\/p>\n<p><strong>Hintergrund: <\/strong><\/p>\n<p>Rechtliche Grundlage f\u00fcr den \u201eService Point Gesundheit und Arbeit \u2013 S.P.G.\u201c\u00a0 ist das Bundesteilhabegesetz (BTHG) als die bisher gr\u00f6\u00dfte Gesetzesreform des Neunten Buches Sozialgesetzbuch \u2013 Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen (SGB IX) seit dessen Entstehung im Jahr 2001. Mit ihm soll die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung durch mehr Selbstbestimmung und mehr Teilhabe verbessert werden. Das BTHG wurde im Dezember 2016 verk\u00fcndet und tritt bis zum 1. Januar 2023 sukzessive in Kraft.<\/p>\n<p>Aufgrund von stetig hohen Zug\u00e4ngen in die Erwerbsminderungsrente und die Eingliederungs- bzw. Sozialhilfe hat der Bundesgesetzgeber im Rahmen des BTHG mit \u00a7 11 SGB IX den Auftrag zur Durchf\u00fchrung von Modellvorhaben zur St\u00e4rkung der Rehabilitation im Aufgabenbereich der Grundsicherung f\u00fcr Arbeitssuchende und der gesetzlichen Rentenversicherung erteilt. Diesen Auftrag setzt das Bundesministerium f\u00fcr Arbeit und Soziales (BMAS) mit dem Bundesprogramm \u201e<strong>Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben \u2013<\/strong> <strong>rehapro<\/strong>\u201c um. Modellprojekte zur St\u00e4rkung der Rehabilitation im Aufgabenbereich der Grundsicherung f\u00fcr Arbeitssuchende und der gesetzlichen Rentenversicherung werden gef\u00f6rdert und umgesetzt.<\/p>\n<p>Die vier im Verbund agierenden Jobcenter Holzminden, Landkreis Northeim, Hameln-Pyrmont und Kreis Siegen-Wittgenstein haben sich gemeinsam erfolgreich f\u00fcr eine Teilnahme ihres Modelprojekts Service-Point Gesundheit und Arbeit beworben. Jedes dieser vier Jobcenter hat einen eigenen S.P.G. an seinem Standort.<\/p>\n<p>Text und Foto: Jobcenterverbund zu S.P.G.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Service Point Gesundheit und Arbeit, kurz S.P.G., ist zum 1. Juni gestartet. 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