{"id":28307,"date":"2022-04-27T10:58:26","date_gmt":"2022-04-27T08:58:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=28307"},"modified":"2022-04-27T10:58:26","modified_gmt":"2022-04-27T08:58:26","slug":"kreisklinikum-siegen-fuehrt-elektronische-patientenakte-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/kreisklinikum-siegen-fuehrt-elektronische-patientenakte-ein\/","title":{"rendered":"Kreisklinikum Siegen f\u00fchrt elektronische Patientenakte ein"},"content":{"rendered":"<p>Das Kreisklinikum Siegen hat dem Papier den Kampf angesagt. Nach mehr als einem Jahr intensiver Planungen und Vorbereitungen wurde k\u00fcrzlich im Kreisklinikum Siegen in Zusammenarbeit mit der Meierhofer AG, einem Unternehmen, das sich auf L\u00f6sungen f\u00fcr die digitale Abbildung klinischer Prozesse spezialisiert hat, fl\u00e4chendeckend die elektronische Patientenakte, kurz ePA eingef\u00fchrt. Mit diesem wichtigen Schritt in Richtung digitale Zukunft werden nicht nur Arbeitsabl\u00e4ufe vereinfacht und die Dokumentation vereinheitlicht, sondern auch ma\u00dfgeblich die Patientensicherheit erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>\u201eMit der Einf\u00fchrung der ePA f\u00fcr das gesamte Kreisklinikum ist uns ein entscheidender Schritt gelungen, um zuk\u00fcnftig nahezu vollst\u00e4ndig papierlos arbeiten zu k\u00f6nnen und somit auch unseren Kolleginnen und Kollegen in der Pflege und im \u00e4rztlichen Dienst den Arbeitsalltag zu erleichtern\u201c, erkl\u00e4rt Rainer Denker, Kaufm\u00e4nnischer Direktor und Leiter der Abteilung IT, Compliance und Vertragsmanagement am Kreisklinikum Siegen. So enth\u00e4lt die ePA strukturiert alle medizinischen Informationen des Patienten, wie Arztbriefe, Befunde, Notfalldaten, pflegerische Informationen, die Medikation und auch die Anamnese. Ein wichtiger Vorteil der ePA besteht darin, dass ortsunabh\u00e4ngig und zeitgleich alle an der Behandlung beteiligten Personen von jedem Arbeitsplatz aus auf die Patientenakte zugreifen und dokumentieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Durch die vollst\u00e4ndige Digitalisierung des gesamten Behandlungsprozesses werden nicht nur Informationen schneller und pr\u00e4ziser weitergegeben, sondern es wird auch der Verlust von Informationen verhindert\u201c, erg\u00e4nzt Georg Pfeifer, Leiter der IT-Abteilung f\u00fcr den Bereich Applikationen-Software und Schnittstellen am Kreisklinikum Siegen. W\u00e4hrend vor der Einf\u00fchrung der ePA ein Mischsystem aus handschriftlicher und digitaler Dokumentation bestand, k\u00f6nne man nun \u00dcbertragungsfehler durch Medienbr\u00fcche ausschlie\u00dfen, so Pfeifer weiter. Ein weiterer wichtiger Vorteil der vollst\u00e4ndigen Digitalisierung bestehe zudem darin, dass digitale Schrift im Gegensatz zu handschriftlichen Texten zweifelsfrei gelesen werden k\u00f6nne und somit die Kommunikation sicherer wird.<\/p>\n<p>Die technische Grundlage f\u00fcr die vollst\u00e4ndige Digitalisierung bildet im Kreisklinikum Siegen das moderne Krankenhausinformationssystem \u201eM-KIS\u201c der Meierhofer AG. In dieses System flie\u00dfen nicht nur die Information der ePA ein, sondern beispielsweise auch Informationen aus digitalen Patientenaufkl\u00e4rungsb\u00f6gen, die vor Operationen, Narkosen oder anderen gr\u00f6\u00dferen Eingriffen an Tablets ausgef\u00fcllt und direkt als PDF-Dateien im M-KIS gespeichert werden. Auch kommen im Kreisklinikum Siegen seit der Einf\u00fchrung der ePA spezielle Vitalparameter-Monitore zum Einsatz, bei denen Messdaten wie Temperatur, Blutdruck, Puls und Sauerstoffs\u00e4ttigung \u00fcber eine technische Schnittstelle ebenfalls vollautomatisch in das Krankenhausinformationssystem M-KIS \u00fcbertragen werden. Komplettiert wird die vollst\u00e4ndige Digitalisierung durch eine tiefe Integration des Krankenhausinformationssystems mit dem sogenannten Patientendatenmanagementsystem \u201eM-PDMS\u201c der Firma Meierhofer, welches in den Bereichen Intensivstation, Stroke Unit und IMC als digitale Patientenakte eingesetzt wird. Dieses besitzt technische Schnittstellen zu den \u00dcberwachungsanlagen, sodass alle Informationen der Monitoranlagen zur Beobachtung der Patienten in den genannten Bereichen an das M-PDMS \u00fcbermittelt werden und dort auch beispielsweise nach internen Stationsverlegungen sofort auffindbar sind. Die beiden Systeme M-PDMS und M-KIS wiederrum tauschen die Daten wechselseitig aus.<\/p>\n<p>\u201eAls Grundlage f\u00fcr die erfolgreiche Einf\u00fchrung der ePA wurde im gesamten Haus eine WLAN-Messung durchgef\u00fchrt und auf den Stationen letzte L\u00fccken geschlossen. So konnten wir sicherstellen, dass die ePA reibungslos funktioniert\u201c, erkl\u00e4rt Oliver Sch\u00e4fer, Teamleiter IT. Im Hinblick auf die Vorbereitung der Einf\u00fchrung wurde zudem im Vorfeld gemeinsam mit der Meierhofer AG ein umfangreiches Schulungskonzept mit Videoschulungen, Lernvideosprechstunden und Pr\u00e4senzschulungen umgesetzt. Und auch w\u00e4hrend der Umsetzungsphase stand Meierhofer den Kolleginnen und Kollegen auf den Stationen gemeinsam mit der IT-Abteilung des Kreisklinikums unterst\u00fctzend zur Seite. Zudem wurde mit der Umsetzung ein Ausfallkonzept implementiert, sodass bei St\u00f6rungen keine Datenverluste entstehen k\u00f6nnen. \u201eDas System wird unter aktuellen Sicherheits- und Datenschutzrichtlinien eingesetzt\u201c betont Rainer Denker. So sorge man f\u00fcr einen bestm\u00f6glichen Schutz im Bereich der IT-Sicherheit.<\/p>\n<p>Text und Foto:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.kreisklinikum-siegen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kreisklinikum Siegen GmbH<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Kreisklinikum Siegen hat dem Papier den Kampf angesagt. 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