{"id":28123,"date":"2022-04-05T16:37:46","date_gmt":"2022-04-05T14:37:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=28123"},"modified":"2022-04-05T16:37:46","modified_gmt":"2022-04-05T14:37:46","slug":"ihks-fordern-in-standortkonferenz-kraftakt-fuer-suedwestfalen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/ihks-fordern-in-standortkonferenz-kraftakt-fuer-suedwestfalen\/","title":{"rendered":"IHKs fordern in Standortkonferenz \u201eKraftakt\u201c f\u00fcr S\u00fcdwestfalen"},"content":{"rendered":"<p>In der 1. S\u00fcdwestf\u00e4lischen Standortkonferenz in L\u00fcdenscheid forderten die Industrie- und Handelskammern Arnsberg, Hagen und Siegen geschlossenes Handeln f\u00fcr den Wirtschaftsstandort S\u00fcdwestfalen. Ralf Stoffels, Pr\u00e4sident der SIHK Hagen: \u201eDer Erfolg der st\u00e4rksten Industrieregion in NRW ist massiv gef\u00e4hrdet! Knappe Gewerbefl\u00e4chen, marode Infrastruktur, steigende Energiepreise, Hochwassersch\u00e4den und Corona-Beschr\u00e4nkungen: All das sind Risiken, die einen gemeinsamen Kraftakt erfordern.\u201c Zur Standortkonferenz hatten die drei IHKs Politik, Verwaltung und Verb\u00e4nde nach L\u00fcdenscheid eingeladen. Zugeschaltet waren zahlreiche Unternehmer. Insgesamt nahmen knapp 100 Entscheidungstr\u00e4ger aus der Region teil. Im Mittelpunkt der Diskussion standen Fragen zum Zustand der Stra\u00dfen, der Schiene und der digitalen Infrastruktur.<\/p>\n<p>Bereits in seinem Eingangsvortrag machte Dr. Hendrik Schulte, Staatssekret\u00e4r im Landesverkehrsministerium, klar, dass der Ersatzneubau der Talbr\u00fccke Rahmede so schnell wie m\u00f6glich stehen m\u00fcsse. Ziel sei, dass S\u00fcdwestfalen auch k\u00fcnftig das industrielle \u201eKraftzentrum\u201c bleibe, das es sei. Deshalb setze sich das Land NRW mit aller Kraft daf\u00fcr ein, dass Ersatzbauten wie die Talbr\u00fccke Rahmede schneller geplant, genehmigt und gebaut werden k\u00f6nnten. Hierzu habe die Landesregierung unter anderem eine entsprechende Bundesratsinitiative eingebracht, um sich beim Bund f\u00fcr mehr Tempo bei der Errichtung von Verkehrsinfrastruktur einzusetzen.<\/p>\n<p>Ein Dissens zeigt sich allenfalls in der Frage des Verfahrensablaufs: Bedarf es einer Umweltvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung und einer Planfeststellung? \u201eJa\u201c, unterstrich Klaus Brunsmeier, Landesvorstand des BUND: \u201eAber der gesetzlich vorgeschriebene Ausgleich f\u00fcr den massiven Eingriff beim Erweiterungsneubau der Autobahnbr\u00fccke kann parallel zu den anderen Arbeiten erfolgen. Naturschutz wird das Projekt weder verhindern noch verz\u00f6gern. Aber schnell und zugleich rechtssicher auch gegen\u00fcber Dritten kann die Br\u00fccke nur unter Einsatz dieser Verfahren errichtet werden!\u201c Andere Teilnehmer f\u00fcrchten hierdurch insbesondere einen monatelangen Zeitverlust und w\u00fcnschen sich vor allem einen verbindlichen Zeitplan. \u201eNehmen Sie Autobahn GmbH, BUND und Fernstra\u00dfenbundesamt an einen Tisch und finden Sie eine L\u00f6sung\u201c, richtete Klaus Gr\u00e4bener, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der IHK Siegen, seinen Appell an Dr. Stefan Krause vom Bundesverkehrsministerium (BMDV). Nadja H\u00fclsmann von der Autobahn GmbH wusste zu berichten, dass sich ein 15-k\u00f6pfiges Team darum k\u00fcmmere, dass es vorw\u00e4rts gehe. Sie nannte Beispiele f\u00fcr Verfahrensschritte, die mit Blick auf die Dringlichkeit bereits optimiert worden seien.<\/p>\n<p><strong>Mehr Tempo auch auf Schiene und Datenautobahn gefordert<br \/>\n<\/strong><br \/>\nDie Verlagerung von Transporten auf die Schiene stand im Zentrum eines weiteren Programmpunkts. Die Situation auf der A45 hat das Thema neu befeuert, einfache Antworten indes gibt es auch hier nicht: Michael Kr\u00f6hl, Leiter Logistik der Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH &amp; Co. KG, zeigte von fehlenden Wagenbr\u00fccken und Gleisanschl\u00fcssen bis zum schleppenden Ausbau der Tunnelanlagen auf der Ruhr-Sieg-Strecke die Vielzahl bestehender Infrastrukturengp\u00e4sse auf. Hier m\u00fcsse viel mehr Tempo gemacht werden. Und: Die Wirtschaftlichkeitsl\u00fccke, die bei k\u00fcrzeren Distanzen auf der Schiene auftrete, m\u00fcsse schleunigst durch gezielte F\u00f6rderungen kompensiert werden. Tobias Hausschild von der DB Netz AG verdeutlichte, dass die Tunnelaufweitungen ein zeitaufwendiges Projekt seien. Mit der Erweiterung eines neuen elektronischen Stellwerks sei es jedoch gelungen, mehr Kapazit\u00e4ten auf der Strecke zu schaffen. Zudem erlaube es der Einsatz digitaler Technik, Z\u00fcge in h\u00f6herer Frequenz fahren zu lassen.<\/p>\n<p>Remo Piesker, Vertriebsleiter der DB Cargo, konnte f\u00fcr die vergangenen Wochen ein deutlich gestiegenes Interesse an Bahntransporten vor allem im Raum Kreuztal vermelden und erg\u00e4nzte damit die Eingangsworte von Dr. Hendrik Schulte, der die von der DB Cargo neu aufgebauten Containerverkehre zu den deutschen Seeh\u00e4fen und den bevorstehenden Start weiterer Angebote im Kombinierten Verkehr nannte. Piesker machte deutlich, dass man alles unternehme, um gemeinsam mit den Unternehmen schnell und unkompliziert L\u00f6sungen f\u00fcr den Transport von G\u00fctern auf der Schiene zu finden. Ziel sei, so viel Verkehr wie m\u00f6glich auf die umweltfreundliche Schiene zu verlagern. Als weitere wesentliche Ma\u00dfnahme dazu plant die DB Cargo, die Region Siegerland ab Dezember 2022 mit direkteren und schnelleren Verbindungen nach West- und S\u00fcddeutschland im Einzelwagenverkehr weiter zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Handlungsdruck gibt es auch beim Ausbau der Gigabit-Infrastruktur. Das machte Andreas Rother, Pr\u00e4sident der IHK Arnsberg, im dritten Themenfeld deutlich. Stefan Glusa, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Telekommunikationsgesellschaft S\u00fcdwestfalen, berichtete von mehr als 8.500 km Trassen f\u00fcr Glasfaserkabel, die in den n\u00e4chsten Monaten verlegt werden. Derzeit sind in S\u00fcdwestfalen mehr als 53 % aller Anschl\u00fcsse gigabitf\u00e4hig. 2025 solle der fl\u00e4chendeckende Ausbau abgeschlossen werden, erl\u00e4uterte Christoph Dammermann, Staatssekret\u00e4r im Landeswirtschaftsministerium, das erkl\u00e4rte Ziel der Landesregierung.<\/p>\n<p>Wenn es gelinge, die vielen standortpolitischen Ans\u00e4tze aus der Konferenz in einem gemeinsamen Prozess in konkrete Schritte zu \u00fcbersetzen, habe sich der Einsatz gelohnt, zeigte sich Klaus Gr\u00e4bener \u00fcberzeugt. \u201eIn den vergangenen Jahren hat Tempo bei Infrastrukturvorhaben keine Lobby gehabt. Das muss sich \u00e4ndern. Dabei geht es um Fragen weit \u00fcber die gesperrte Autobahnbr\u00fccke hinaus, etwa um Vorschl\u00e4ge f\u00fcr den Ausgleich strukturpolitischer Nachteile oder um klimaneutrale Chancen. Wir laden regionale Akteure ein, gemeinsam mit den IHKs in den n\u00e4chsten Monaten Impulse zu erarbeiten, die uns hierbei voranbringen!\u201c<\/p>\n<p>Text: <a href=\"https:\/\/www.ihk-siegen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">IHK Siegen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der 1. S\u00fcdwestf\u00e4lischen Standortkonferenz in L\u00fcdenscheid forderten die Industrie- und Handelskammern Arnsberg, Hagen und Siegen geschlossenes Handeln f\u00fcr den Wirtschaftsstandort S\u00fcdwestfalen. 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