{"id":28055,"date":"2022-03-30T10:37:19","date_gmt":"2022-03-30T08:37:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=28055"},"modified":"2022-03-30T11:44:44","modified_gmt":"2022-03-30T09:44:44","slug":"ihk-warnt-vor-cyberangriffen-bei-kleinen-und-mittleren-unternehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/ihk-warnt-vor-cyberangriffen-bei-kleinen-und-mittleren-unternehmen\/","title":{"rendered":"IHK warnt vor Cyberangriffen bei kleinen und mittleren Unternehmen"},"content":{"rendered":"<p>Der Krieg in der Ukraine wird in zunehmendem Ma\u00dfe von Hackerangriffen begleitet. Die zumeist unbekannten Verursacher zielen gew\u00f6hnlich auf kritische Infrastrukturen sowie Anbieter von digitalen Netzen und Diensten. Mittlerweile erreichen die Attacken auch den Mittelstand. Das best\u00e4tigt Markus Weber, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der dokuworks GmbH in Siegen: \u201eWir registrieren zunehmend Cyberangriffe in der Region. Dabei nehmen wir immer st\u00e4rker wahr, dass es Kollateralsch\u00e4den bei den Unternehmen gibt, weil viele Hacker und Aktivisten unterwegs sind. Wir m\u00fcssen sehr vorsichtig sein!\u201c<\/p>\n<p>Gerade viele Mittelst\u00e4ndler arbeiten auf einem Cybersicherheits-Niveau, das einem gezielten, professionellen und massiven Angriff nur wenig entgegenzusetzen hat. Nico Vitt vom Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Siegen sieht die Cybersicherheit in vielen Betrieben nicht auf weitreichende und gezielte Angriffe vorbereitet, wenngleich das Bild sehr heterogen ausfalle. \u201eBei vielen Unternehmerinnen und Unternehmern ist das Thema IT-Sicherheit in den letzten Jahren Bestandteil etlicher Projekte geworden und wird \u201amitgedacht\u2018. Ein wesentlicher Grund ist, dass viele F\u00f6rderma\u00dfnahmen den Fokus verst\u00e4rkt auf Cybersicherheit legen. Aber: Die Bedrohungslage bleibt angespannt!\u201c<\/p>\n<p>Den akuten Handlungsbedarf belegt auch eine aktuelle Digitalisierungsumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK): Zwar legen demnach fast alle Unternehmen regelm\u00e4\u00dfige Sicherungskopien ihrer Datenbest\u00e4nde an und verf\u00fcgen \u00fcber Firewalls und Virenschutz. Doch nur 31 Prozent der Unternehmen haben einen klaren Plan daf\u00fcr, wie in einem Notfall vorzugehen ist. Hans-Peter Langer, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Standort und Infrastruktur der IHK Siegen: \u201eJede konkrete und netzsichernde Ma\u00dfnahme ist gut \u2013 selbst wenn sie sp\u00e4t kommt. Mittlere und gr\u00f6\u00dfere Unternehmen sind gut beraten, ihre Belegschaft f\u00fcr die Sicherheitsproblematik zu sensibilisieren, den Stand ihrer IT-Systeme in Bezug auf Updates und Backups zu pr\u00fcfen sowie Sperrlisten (,Blacklists\u2018) zur Abwehr von verd\u00e4chtigen Internetverkehren aus Russland zu f\u00fchren.\u201c<\/p>\n<p>Auch kleineren Unternehmen sei dringend zu raten, ihre Sicherheitswerkzeuge zu pr\u00fcfen. Dazu geh\u00f6re der Einsatz von Virus-Scanner, Router, Firewall, Verschl\u00fcsselung und Archivierung. Es empfehle sich zudem, die Sicherheitsanwendungen aktiv und aktuell zu halten und sie regelm\u00e4\u00dfig zu \u00fcberpr\u00fcfen. Irritierende Ph\u00e4nomene, die bei der Nutzung von Mail, Webdiensten oder Daten\u00fcbertragung auftr\u00e4ten, sollten Anlass genug sein, den IT-Dienstleister heranzuziehen. Die IHK Siegen vermittelt bei Bedarf gezielte Hilfe. Roger Schmidt, Leiter des IHK-Referats Technologie, Energie, Umwelt: \u201eAls regionale Anlaufstelle der Transferstelle IT-Sicherheit im Mittelstand (TISiM) nehmen wir gerne unsere Lotsenfunktion wahr, um die Unternehmen mit Angeboten zu mehr IT-Sicherheit zu versorgen. Aus unseren t\u00e4glichen Gespr\u00e4chen mit betroffenen Firmen wissen wir, wie wichtig Orientierung ist. Gerade hier gilt: Das Wissen bei diesem Thema ist am Ende bares Geld wert!\u201c Markus Weber erg\u00e4nzt: \u201eViele Unternehmen sind auch organisatorisch nicht ausreichend auf einen Ausfall der IT Systeme vorbereitet. Mit einer entsprechenden Notfallstrategie lassen sich Geld und Zeit sparen. Um etwa 50 Prozent k\u00f6nnte der Ausfall reduziert werden, wenn man sich gut vorbereitet.\u201c<\/p>\n<p><strong>Versprechen aus dem Koalitionsvertrag zeitnah umsetzen<br \/>\n<\/strong><br \/>\nDie Bundesregierung will die Daten- und Informationssicherheit in den Unternehmen verbessern. Sicherheitsl\u00fccken sollen m\u00f6glichst geschlossen und Sicherheitsvorgaben f\u00fcr Anwendungen eingef\u00fchrt werden. Bestenfalls verf\u00fcgen die Programme bereits \u00fcber eine \u201eeingebaute Sicherheit\u201c und werden ohne Sicherheitsl\u00fccken hergestellt. Die Produkte und Anwendungen sollen zugleich schon mit der Auslieferung an die Nutzer datenschutzkonform vorkonfiguriert sein. Vorgesehen ist zudem eine Herstellerhaftung f\u00fcr Sch\u00e4den, die fahrl\u00e4ssig durch Programmfehler in Produkten verursacht werden. Hans-Peter Langer: \u201eDer Koalitionsvertrag sieht richtigerweise vor, dass der Staat keine IT-Sicherheitsl\u00fccken aufkaufen oder offenhalten darf, um sie beispielsweise f\u00fcr \u00dcberwachungszwecke zu nutzen. Er soll vielmehr darauf hinwirken, dass diese L\u00fccken schnellstm\u00f6glich geschlossen werden. Ein richtiger Schritt, denn nur so k\u00f6nnen Unternehmen im digitalen Raum sicher agieren.\u201c Ebenfalls wichtig: Ersatzteile und Software-Updates f\u00fcr IT-Ger\u00e4te sollen den Pl\u00e4nen zufolge k\u00fcnftig f\u00fcr die \u00fcbliche Nutzungsdauer verpflichtend verf\u00fcgbar sein. Den h\u00f6chsten Wirkungsgrad erzielten die Ma\u00dfnahmen, wenn sie in einem engen Dialog mit der Wirtschaft umgesetzt w\u00fcrden, ist Hans-Peter Langer \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Beim konkreten Einstieg in passgenaue IT-Sicherheitsma\u00dfnahmen im Unternehmen hilft die <a href=\"https:\/\/www.tisim.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Transferstelle f\u00fcr IT-Sicherheit im Mittelstand<\/a>. Sie hat auch f\u00fcnf <a href=\"https:\/\/www.tisim.de\/cyberrisiken-durch-ukraine-krieg-fuenf-dsin-tipps-fuer-unternehmen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sofortma\u00dfnahmen<\/a> ver\u00f6ffentlicht.<\/li>\n<li>Das Bundesamt f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik hat <a href=\"https:\/\/www.allianz-fuer-cybersicherheit.de\/SharedDocs\/Downloads\/Webs\/ACS\/DE\/downloads\/Massnahmenempfehlungen_BSI_Ukraine.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ma\u00dfnahmenempfehlungen<\/a> im Hinblick auf die aktuelle Lage in der Ukraine zusammengestellt.<\/li>\n<li>Auch das Bundesamt f\u00fcr Verfassungsschutz hat <a href=\"https:\/\/www.dihk.de\/de\/aktuelles-und-presse\/krise-russland-ukraine-wirtschaftssanktionen\/verfassungsschutz-warnt-vor-cyberattacken-im-kontext-des-krieges-68310\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sicherheitshinweise<\/a> herausgegeben.<\/li>\n<li>Unter <a href=\"http:\/\/www.ihk.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ihk.de<\/a> finden sich <a href=\"https:\/\/www.ihk.de\/themen\/innovation\/daten-und-informationssicherheit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Informationen zur Daten- und Informationssicherheit<\/a> der IHK-Organisation, insbesondere das <a href=\"https:\/\/media.graphcms.com\/7IX0afvuR3GyC4Qd0IW2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Infoblatt<\/a> Einstieg ins IT-Notfallmanagement f\u00fcr KMU, eine <a href=\"https:\/\/media.graphcms.com\/6UV84Dk5SRms1pBePyIz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Notfallkarte<\/a> zur Information der Besch\u00e4ftigten im Unternehmen sowie ein <a href=\"https:\/\/www.ihk.de\/it-sicherheits-kriterien\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Leitfaden<\/a> \u201evertrauensw\u00fcrdige IT-Dienstleister\u201c.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Text: <a href=\"https:\/\/www.ihk-siegen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">IHK Siegen<\/a>; Foto: Pixabay<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Krieg in der Ukraine wird in zunehmendem Ma\u00dfe von Hackerangriffen begleitet. 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