{"id":28042,"date":"2022-03-29T08:59:28","date_gmt":"2022-03-29T06:59:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=28042"},"modified":"2022-03-29T08:59:28","modified_gmt":"2022-03-29T06:59:28","slug":"drei-fakten-machen-das-leben-mit-sozialen-medien-leichter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/drei-fakten-machen-das-leben-mit-sozialen-medien-leichter\/","title":{"rendered":"Drei Fakten machen das Leben mit sozialen Medien leichter"},"content":{"rendered":"<p>88 Prozent der jungen Menschen in Deutschland nutzen soziale Medien. Das hat das Statistische Bundesamt herausgefunden. Die Kommunikation unterscheidet sich von analoger Kontaktpflege. Das Thema von Anne M\u00f6bert bei der dritten Vorlesung der Kinderuni Siegen war also topaktuell: \u201eSocial Media und mentale Gesundheit\u201c.\u00a0 Welchen Einfluss haben Facebook, Instagram, WhatsApp, Snapchat, Skype, Telegram, Twitter oder TikTok auf unsere psychische Gesundheit?<\/p>\n<p>Die Doktorandin im Bereich der Sozial- und Wirtschaftspsychologie an der Universit\u00e4t Siegen fragte die Kinder im Friedrich-Schadeberg-H\u00f6rsaal am Unteren Schloss sowie die M\u00e4dchen und Jungen vor den Computerbildschirmen, welche sozialen Medien sie nutzen. Bei den Kindern waren WhatsApp, Instagram und TikTok die Favoriten. Anne M\u00f6bert: \u201eAuf der Welt sind soziale Medien ziemlich weit verbreitet.\u201c Sich vernetzen und neue Leute online kennenlernen \u2013 das klingt auf den ersten Blick verlockend. Das gilt jedoch nur, wenn man im Umgang mit diesen Medien Regeln beachtet.<\/p>\n<p>Das zumindest meinen etliche Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen. Forschungsgegenstand in der Psychologie sind Menschen. Und weil Menschen sehr unterschiedlich sind, kommen auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen. Helfen kann nur Quantit\u00e4t, also die Fertigung und Auswertung m\u00f6glichst vieler Studien. \u201eWir wissen noch nicht genau, was dazu f\u00fchrt, dass soziale Medien uns gl\u00fccklich oder krank machen\u201c, sagte M\u00f6bert. Es gebe aber starke Hinweise darauf, dass drei Faktoren bei der Nutzung sozialer Medien bedacht werden sollten.<\/p>\n<p>Zuvorderst ist das die Notwendigkeit ausreichenden Schlafs, um Energie zu generieren und gesund zu sein. Eine Umfrage unter den Kinderuni-Kindern entsprach den \u00fcblichen Werten: Erwachsene ben\u00f6tigen t\u00e4glich 7 bis 9 Stunden Schlaf, Kinder 9 bis 11 Stunden oder gar mehr. Kinder m\u00fcssen viel lernen und wachsen, daher ist der Energiebedarf erh\u00f6ht. Wer gesund schlafen will, sollte eine Stunde vor dem Zubettgehen aufh\u00f6ren, das Handy zu nutzen oder fernzusehen. \u201eViele junge Menschen nutzen kurz vor dem Schlafengehen das Handy. Das Display ist beleuchtet, Hormone werden freigesetzt, Stress setzt ein: Wir werden wach\u201c, erkl\u00e4rte M\u00f6bert. Kommt das Nachdenken \u00fcber Nachrichten hinzu, k\u00f6nnen wir nicht einschlafen. Auch spannende Buchlekt\u00fcre kann dem Schlaf entgegenstehen. Lesen an sich aber ist sehr n\u00fctzlich f\u00fcr unser Gehirn.<\/p>\n<p>Und: Auf sozialen Medien sollten Vergleiche untereinander vermieden werden. Die Doktorandin: \u201eMan postet in der Regel nur positive Dinge.\u201c Auf NutzerInnen kommen binnen kurzer Zeit sehr viele tolle News zu. Diese verleiten zu sehr vielen Vergleichen. Einzelne negative Vergleiche k\u00f6nnen Menschen sehr gut verarbeiten, aus vielen unguten Vergleichen kann ein richtig dicker, belastender Brocken werden: \u201eWir m\u00fcssen uns klarmachen, dass diese sozialen Vergleiche nicht die Realit\u00e4t spiegeln. Jeder zeigt nur, was er zeigen will.\u201c Zwischen dem geposteten Hochglanz und dem Alltag kann es gro\u00dfe Unterschiede geben. Mit diesem Hintergrundwissen sollte man die eigene Lebenssituation nicht an den Posts anderer messen. Ansonsten k\u00f6nnen Menschen sehr ungl\u00fccklich werden.<\/p>\n<p>Positiv an sozialen Medien kann sein, dass Menschen Unterst\u00fctzung durch andere suchen und finden k\u00f6nnen. \u201eSoziale Medien machen es ganz einfach, viele Menschen zu erreichen\u201c, so M\u00f6bert. Es gebe Menschen, die sich \u00fcber soziale Medien besser austauschen k\u00f6nnten als in analogen Situationen. \u201eEs ist wichtig zu wissen, dass es m\u00f6glich ist, \u00fcber soziale Medien Unterst\u00fctzung zu erhalten. Dieses Wissen reicht, um uns gl\u00fccklich zu machen.\u201c Soziale Beziehungspflege mit Likes und Teilen sollte aber nicht \u00fcbertrieben werden. \u201eDas ist wie eine Art Freundschaftspflege.\u201c Vorsicht sei bei Menschen geboten, die man nicht so gut kennt. Menschen, die es mit dem Liken und Teilen \u00fcbertreiben, sind tendenziell unzufriedener mit sich selbst, so die Nachwuchswissenschaftlerin. \u201eWir brauchen einen gesunden Mittelweg.\u201c<\/p>\n<p>Text und Foto: <a href=\"https:\/\/www.uni-siegen.de\/start\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Universit\u00e4t Siegen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>88 Prozent der jungen Menschen in Deutschland nutzen soziale Medien. Das hat das Statistische Bundesamt herausgefunden. 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