{"id":2804,"date":"2015-10-02T08:43:59","date_gmt":"2015-10-02T06:43:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=2804"},"modified":"2015-10-02T08:43:59","modified_gmt":"2015-10-02T06:43:59","slug":"mint-camp-an-der-universitaet-siegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/mint-camp-an-der-universitaet-siegen\/","title":{"rendered":"MINT Camp an der Universit\u00e4t Siegen"},"content":{"rendered":"<p>Interesse und eigene Neigungen an MINT-Themen vertiefen und\u00a0 strukturiert daran arbeiten bis hin zum ersten Kennenlernen des damit verbundenen wissenschaftlichen Arbeitsprozesses \u2013 so lassen sich die Zielsetzungen des am vergangenen Wochenende an der Universit\u00e4t Siegen veranstalteten MINT-Camps zusammenfassen. Im Projekt MINToringSi, bei dem Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler auf ihrem Weg von der Schule in ein MINT-Studium begleitet werden, spielen solche Veranstaltungen aus dem Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) eine wichtige Rolle. Diesmal konnten die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler unter insgesamt f\u00fcnf Workshop-Themen w\u00e4hlen, welche von den studentischen Betreuern, den sog. MINToren,\u00a0 vorbereitet wurden.<\/p>\n<p>Zur Vorbereitung darauf gab es von Kristina Gro\u00dfmann eine kurze Einf\u00fchrung in das wissenschaft\u00adliche Arbeiten. Letztlich w\u00e4hlten die \u201eMINTees\u201c dann vier Projekte aus, die im Team bearbeitet werden sollten. Anschlie\u00dfend stand ein Besuch der Universit\u00e4ts\u00adbibliothek auf der Agenda. Denn zu Beginn einer wissen\u00adschaftlichen Arbeit steht erst einmal die Literatur\u00adrecherche, die Suche nach wissenschaftlichen Quellen wie Fachartikel, B\u00fccher oder Dissertationen aus dem jeweiligen Themengebiet, um beispielsweise \u00a0das Forschungsgebiet kennen zu lernen und um sich einen \u00dcberblick \u00fcber den Forschungsstand auf dem behandelten Gebiet zu verschaffen.\u00a0 MINTorin Kristina Gro\u00dfmann hatte bereits zuvor klar\u00a0 gemacht, dass die Nutzung von Suchmaschinen im Internet\u00a0 bzw.\u00a0 von Wissenssammlungen wie Wikipedia\u00a0 zwar erlaubt sind, \u201e\u2026 sie dienen aber nur f\u00fcr eine grobe Orientierung\u201c.<\/p>\n<div id=\"attachment_2806\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/MINT-Camp_0671.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2806\" class=\"size-medium wp-image-2806\" src=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/MINT-Camp_0671-300x200.jpg\" alt=\"Eine Gruppe befasste sich mit Experimenten aus der Nanotechnologie.\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/MINT-Camp_0671-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/MINT-Camp_0671.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2806\" class=\"wp-caption-text\">Eine Gruppe befasste sich mit Experimenten aus der Nanotechnologie.<\/p><\/div>\n<p>Der Samstag war dann der praktischen Arbeit in Gruppen vorbehalten. Ein Workshop befasste sich unter Leitung von Kristina Gro\u00dfmann mit Experimenten aus der Nanotechnologie. Hier wurden Thermometer aus verschiedenen Fl\u00fcssigkristall\u00admischungen hergestellt. Weiterhin befasste man sich mit dem Thema lumineszierender Biomarker. Diese finden beispielsweise in der medizinischen Diagnostik sowie in der Molekularbiologie vielf\u00e4ltige Anwendung, etwa zur Diagnose von Tumorer\u00adkrankungen oder zum Nachweis von Stoffwechselprozessen. Au\u00dferdem wurde mit einem Ferrofluid experimentiert, welches unter dem Einfluss eines Magnetfeldes eine Igelstruktur annimmt.<\/p>\n<p>Ein weiterer Workshop richtete sich an Elektrotechnik- und Informatik-Interessierte. Sie realisierten unter Anleitung von Florian Otto und Alexander Keil eine temperaturgesteuerte L\u00fcfterregelung mit einem Mikrocontroller. Die Teilnehmer, die im Laufe des Workshops auch ein Leiterplattenlayout entwerfen und realisieren und auch ein Programm in der Programmiersprache C entwickeln mussten, konnten ihre Arbeiten am Ende mit nach Hause nehmen und sie dann beispielsweise praktisch an einem Notebook testen.<\/p>\n<p>Bei MINTor Philipp Krumm konnten die Teilnehmer in die Welt der Quantenphysik eintauchen. Zun\u00e4chst gab es eine Einf\u00fchrung in die experimentellen und theoretischen Grundlagen der modernen Quantenphysik. Der Welle-Teilchen-Dualismus, Materiewellen und ihre mathematische Formulierung standen ebenso auf dem Programm wie Begriffserl\u00e4uterungen zu Unsch\u00e4rferelation, Verschr\u00e4nkung, Tunneleffekt und Schr\u00f6dingergleichung. Auch hier gab es praktische Versuche, beispielsweise wurde die Speicherkapazit\u00e4t einer CD mittels Laser bestimmt.\u00a0 Einige Teilnehmer fanden diesen Workshop interessant und mysteri\u00f6s zugleich. Kein Wunder, \u201edenn viele Ph\u00e4nomene der Quantenphysik widersprechen der Alltagserfahrung und dem gesunden Menschenverstand\u201c, so Philipp Krumm.<\/p>\n<p>Im vierten Workshop Biologie stellten Anna Rauschert und Florian Schneider \u201eVerr\u00fcckte Sinne\u201c und \u201esichtbare DNA\u201c in den Mittelpunkt. So wurde die Kommunikation zwischen menschlichen Geruchs- und Geschmacksinn praktisch getestet mittels H\u00f6rpr\u00fcfungen und beim sog. Weberschen Dreischalenversuch die subjektive Temperaturempfindung wahrgenommen. Weiterhin wurden die DNA einer Banane extrahiert\u00a0 und ein Riesenchromosom aus der Speicheldr\u00fcsenzelle einer Zuckm\u00fcckenlarve pr\u00e4pariert. F\u00fcr alle Teilnehmer des MINT-Camps ging am Samstagabend eine interessante wie arbeitsreiche Zeit zu Ende.<\/p>\n<p>Mehr Informationen: <a href=\"http:\/\/www.mintoringsi.de\" target=\"_blank\">www.mintoringsi.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interesse und eigene Neigungen an MINT-Themen vertiefen und\u00a0 strukturiert daran arbeiten bis hin zum ersten Kennenlernen des damit verbundenen wissenschaftlichen Arbeitsprozesses \u2013 so lassen sich&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2805,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"class_list":["post-2804","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ausbildung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/MINT-Camp_0651.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2804","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2804"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2804\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2808,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2804\/revisions\/2808"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2805"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2804"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2804"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2804"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}