{"id":27225,"date":"2022-02-02T08:00:17","date_gmt":"2022-02-02T07:00:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=27225"},"modified":"2022-02-02T08:00:17","modified_gmt":"2022-02-02T07:00:17","slug":"klartext-im-westen-mit-ministerpraesident-hendrik-wuest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/klartext-im-westen-mit-ministerpraesident-hendrik-wuest\/","title":{"rendered":"Klartext im Westen mit Ministerpr\u00e4sident Hendrik W\u00fcst"},"content":{"rendered":"<p>Der Schutz unseres Klimas geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dften Herausforderungen unserer Zeit. Klimaschutz ist ein Generationenprojekt. Ich will, dass wir aus diesem Generationenprojekt ein Vers\u00f6hnungsprojekt machen. Mein Ziel ist es, den Menschen ihre \u00c4ngste zu nehmen, schreibt NRW-Ministerpr\u00e4sident Hendrik W\u00fcst im aktuellen NRW-Wirtschaftsblog &#8222;Klartext im Westen&#8220;.<\/p>\n<p>Die Einen, die freitags demonstrieren gehen, sollen wissen: Wir tun alles, um die Klimaziele zu erreichen. Und die Anderen, die sich um ihren Arbeitsplatz sorgen, sollen wissen: Wir tun alles, um Industrieland zu bleiben. Mir ist es wichtig, dass wir beide Seiten weder politisch noch wirtschaftlich gegeneinander ausspielen. Wir m\u00fcssen einen Weg finden, Industrie und Klimaschutz miteinander zu vers\u00f6hnen.<\/p>\n<p><strong>Wir tun alles, um die Klimaziele zu erreichen und um Industrieland zu bleiben.<\/strong><\/p>\n<p>Das ist eine gewaltige Aufgabe. Wir packen sie an. In Nordrhein-\u200bWestfalen investieren wir heute vierzehn Mal so viel f\u00fcr den Klimaschutz wie noch 2016. Mit Erfolg: Unter den L\u00e4ndern liegen wir heute weit vorne bei der Senkung des CO 2-Aussto\u00dfes.<\/p>\n<p>Beim Ausstieg aus der Kohlegewinnung und -verstromung tr\u00e4gt Nordrhein-\u200bWestfalen bereits heute die Hauptlast. Wir sind in Nordrhein-\u200bWestfalen zu einem Ausstieg aus der Kohle auch schon 2030 bereit und wollen alles daf\u00fcr tun, dass uns das gelingt. Dazu m\u00fcssen wir es schaffen, die Kohle als Energiequelle \u00fcberfl\u00fcssig zu machen. Hierf\u00fcr ben\u00f6tigen wir neben einem forcierten Ausbau der erneuerbaren Energien auch Anreize daf\u00fcr, dass Alternativen f\u00fcr eine sichere Stromversorgung ausgebaut werden. Diese m\u00fcssen sp\u00e4testens dann zur Verf\u00fcgung stehen, wenn wir nicht mehr auf die Kohle zur\u00fcckgreifen k\u00f6nnen und die erneuerbaren Energien nicht ausreichend Strom liefern.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr m\u00fcssen auf Bundesebene die erforderlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Dies betrifft insbesondere die Wahrung der Versorgungssicherheit, die Sicherung wettbewerbsf\u00e4higer Strompreise und die wirksame Unterst\u00fctzung der betroffenen Regionen beim Umbau der Wirtschaft.<\/p>\n<p><strong>NRW ist Standort vieler energieintensiver Industrien<\/strong><\/p>\n<p>Nordrhein-\u200bWestfalen ist Standort vieler energieintensiver Industrien, wie Stahlindustrie und Chemieindustrie.Sie sind Ausgangspunkt langer Wertsch\u00f6pfungsketten, die weit in unsere Wirtschaft hineinreichen und unseren Wohlstand sichern \u2013 in den Ballungszentren ebenso wie in den mittelstandsstarken l\u00e4ndlichen Regionen.<\/p>\n<p>Viele Unternehmen gehen bei der Transformation zur klimaneutralen Produktion vorbildlich voran. Angesichts der Gr\u00f6\u00dfe der Herausforderung ben\u00f6tigen sie unsere Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>Die Industrie in Nordrhein-\u200bWestfalen wird in den n\u00e4chsten Jahren deutlich in neue, klimaneutrale Produktionsanlagen investieren. Dies wird noch zu h\u00e4ufig durch umst\u00e4ndliche und langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren behindert. Hier hat die Landesregierung seit dem Jahr 2017 viel unternommen, st\u00f6\u00dft aber zunehmend an bundes- und europarechtliche Grenzen.<\/p>\n<p>Beim akzeptanzgesicherten Ausbau der Erneuerbaren Energien belegt Nordrhein-\u200bWestfalen bundesweit einen vorderen Platz. Und wir wollen mehr. Wir wollen den Ausbau beschleunigen und weiter vorantreiben. Wir werden daher z.B. die M\u00f6glichkeiten von Windenergiezubauten in W\u00e4ldern auf sogenannten Nadelholzkalamit\u00e4tsfl\u00e4chen erleichtern.<\/p>\n<p><strong>Bei Transformation der Wirtschaft \u00fcberwiegen Chancen<\/strong><\/p>\n<p>Das Land will gemeinsam mit dem Bund die Transformation unserer Industrie hin zur Klimaneutralit\u00e4t voranbringen. Wenn es bei uns gelingt, Klimaschutz mit Innovationen und Wachstum und sozialer Sicherheit zu koppeln, werden wir in Europa und weltweit Vorbild. Dazu m\u00fcssen wir diese Industrien in unserem Land halten. Gerade auch f\u00fcr unseren Mittelstand, f\u00fcr die vielen kleineren und mittleren Betriebe in Familienbesitz, die so wichtig sind f\u00fcr gute Arbeitspl\u00e4tze und Wachstum \u00fcberall in unserem Land.<\/p>\n<p>Ich bin fest \u00fcberzeugt: Bei der Transformation unserer Wirtschaft \u00fcberwiegen die Chancen. So habe ich zum Beispiel am 12. Januar die Glasproduktion von Saint-Gobain in Herzogenrath besucht. Bis zum Jahr 2030 will das Unternehmen diesen wichtigen Grundstoff klimaneutral herstellen. Das Land f\u00f6rdert das Vorhaben. Das sichert gute Arbeitspl\u00e4tze in einer Region, die ganz besonders vom Ausstieg aus dem Braunkohleabbau und der Kohleverstromung betroffen ist.<\/p>\n<p><strong>Vers\u00f6hnung von Industrie und Klimaschutz als Generationenaufgabe<\/strong><\/p>\n<p>Wir brauchen solche innovativen Vorhaben \u00fcberall, eine smarte, europ\u00e4ische Infrastruktur f\u00fcr die Energiewende und den Hochlauf einer europ\u00e4ischen Wasserstoffwirtschaft. Wir brauchen einen schnelleren Ausbau der Erneuerbaren und moderne Gaskraftwerke, die sich in Zukunft mit gr\u00fcnem Wasserstoff betreiben lassen. Hier sind wir, auch wenn es noch Potenzial f\u00fcr Verbesserungen gibt, in Nordrhein-\u200bWestfalen gut aufgestellt: Beim Ausbau der Windenergie liegen wir seit Jahren unter den Top 3 der L\u00e4nder, weit vor dem gr\u00fcn regierten Baden-\u200bW\u00fcrttemberg. Auch bei der Photovoltaik liegen wir auf Platz 3.<\/p>\n<p>Die Vers\u00f6hnung von Industrie und Klimaschutz ist eine Generationenaufgabe. Das Gute ist: Keine Generation vor uns konnte auf soviel Wissen zugreifen, hatte so viele M\u00f6glichkeiten und Instrumente, diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern.<\/p>\n<p>Nordrhein-\u200bWestfalen ist der dichteste Hochschul- und Wissenschaftsstandort Europas. Unsere Wissenschaft ist exzellent. Im Forschungszentrum J\u00fclich machen wir unser Land zum f\u00fchrenden Standort f\u00fcr Hochleistungsrechnen.<\/p>\n<p>Es ist eine Grundkompetenz f\u00fcr Top-\u200bInnovationen. Mit geballter Rechenpower werden in Nordrhein-\u200bWestfalen die gro\u00dfen Fragen unserer Zeit, aus dem Bereich des Klimawandels, der K\u00fcnstlichen Intelligenz oder der Medikamenten- und Impfstoffforschung beantwortet.<\/p>\n<p><strong>Die Innovationen von heute sind die Chancen von morgen.<\/strong><\/p>\n<p>Die Digitalisierung er\u00f6ffnet M\u00f6glichkeiten, von denen andere Generationen nur tr\u00e4umen konnten. Sie ist der gro\u00dfe Treiber der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung. Sie schafft enorme Chancen.<\/p>\n<p>Nordrhein-\u200bWestfalen hat seit dem Jahr 2017 eine gro\u00dfe digitale Aufholjagd gestartet. Wir sind bei digitaler Infrastruktur und Verwaltung heute Vorreiter in Deutschland. Ein wichtiger Treiber daf\u00fcr ist die Digitalstrategie der Landesregierung.<\/p>\n<p>Ich bin davon \u00fcberzeugt: \u00a0Wir haben alle Chancen, Klimaschutz und Industrie mit ihren guten Arbeitspl\u00e4tzen zu vers\u00f6hnen. Ich bin der \u00dcberzeugung, es geht nur das Eine, wenn auch das Andere gelingt.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.unternehmer.nrw\/newsroom\/newsdetails-1\/klartext-im-westen-mit-ministerpraesident-hendrik-wuest\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">unternehmer nrw<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Schutz unseres Klimas geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dften Herausforderungen unserer Zeit. 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