{"id":27071,"date":"2022-01-20T15:41:50","date_gmt":"2022-01-20T14:41:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=27071"},"modified":"2022-01-20T15:41:50","modified_gmt":"2022-01-20T14:41:50","slug":"renfordt-sperrung-auf-der-a45-ist-eine-katastrophe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/renfordt-sperrung-auf-der-a45-ist-eine-katastrophe\/","title":{"rendered":"Renfordt: &#8222;Sperrung auf der A45 ist eine Katastrophe&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Das s\u00fcdwestf\u00e4lische Handwerk fordert den schnellen Neubau der Talbr\u00fccke Rahmede auf der A45. Mit Johannes Vogel, dem Ersten Parlamentarischen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der FDP-Bundestagsfraktion, hat man dabei einen einflussreichen Mitstreiter an seiner Seite.<\/p>\n<p>Seit dem 2. Dezember 2021 ist die Talbr\u00fccke Rahmede auf der Autobahn A45 bei L\u00fcdenscheid voll gesperrt. Bei Routineuntersuchungen war festgestellt worden, dass das 54 Jahre alte Bauwerk extrem gro\u00dfe Sch\u00e4den aufweist.\u00a0Mittlerweile steht fest, dass die Br\u00fccke nicht saniert werden kann, sondern komplett neu gebaut werden muss. \u201eDas ist eine absolute Katastrophe f\u00fcr die gesamte Region, aber ganz speziell auch f\u00fcr die dort ans\u00e4ssigen Betriebe\u00a0und ihre Mitarbeiter\u201c, macht Jochen Renfordt, Pr\u00e4sident der Handwerkskammer S\u00fcdwestfalen, eindringlich auf die Missst\u00e4nde aufmerksam. \u201eHier ist eine extrem wichtige Nord-S\u00fcd-Achse auf Dauer weggebrochen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Vogel: \u201eSchnell alle Hebel in Bewegung setzen\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Eine Meinung der auch Johannes Vogel, Erster Parlamentarischer Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der FDP-Fraktion im Bundestag, durchaus folgt. \u201eDie Lage in meinem Wahlkreis ist dramatisch. Wir m\u00fcssen schnell alle Hebel in Bewegung setzen,\u00a0um das zu \u00e4ndern\u201c, sichert der Bundestagsabgeordnete aus Olpe im Dialog mit der Handwerkskammer S\u00fcdwestfalen seine Unterst\u00fctzung zu.<\/p>\n<p>Vom Betreiber der Br\u00fccke, der Autobahn GmbH, war j\u00fcngst kolportiert worden, dass ein Neubau innerhalb von f\u00fcnf Jahren schon ein ambitioniertes Ziel sei.\u00a0Das will sich Vogel aber nicht zu eigen machen und pl\u00e4diert f\u00fcr Ehrgeiz. \u201eDie Pr\u00fcfungen an der Br\u00fccke laufen auf Hochtouren und die Autobahn GmbH hat noch keinen finalen Zeitplan bekannt gegeben. Den sollten wir abwarten\u201c, so Vogel.\u00a0\u201eKlar ist aber, dass der Neubau so z\u00fcgig wie m\u00f6glich durchgezogen werden muss. Deswegen brauchen wir auch schnell Klarheit und m\u00fcssen alle Register ziehen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Gesetzes\u00e4nderungen sind kein Tabu<\/strong><\/p>\n<p>Das k\u00f6nne dann durchaus auch die \u00c4nderung von Gesetzen sein, wie der stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP betont: \u201eEs gilt zu pr\u00fcfen, ob eine gesetzliche Planung einfacher umsetzbar w\u00e4re. Wenn ja oder wenn sich sonst durch\u00a0Gesetzes\u00e4nderung irgendetwas beschleunigen l\u00e4sst, dann wird die FDP-Fraktion dem sicher nicht entgegenstehen \u2013 im Gegenteil.\u201c<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus habe Vogel sehr wohl zur Kenntnis genommen, dass das Thema auch im Bundesministerium f\u00fcr Digitales und Verkehr (BMVI) einen sehr hohen Stellenwert genie\u00dft. \u201eIch spreche den Bundesminister Volker Wissing sehr\u00a0regelm\u00e4\u00dfig darauf an\u201c, machte Vogel deutlich. \u201eIch wei\u00df, dass die Ma\u00dfnahme auch im Ministerium mit der notwendigen Bedeutung gesehen wird, nicht ohne Grund wurde die Bauma\u00dfnahme ja auch in Bezug auf Planungskapazit\u00e4ten mit der Priorit\u00e4t 1 versehen.\u201c<\/p>\n<p>Allerdings wird es noch eine ganze Zeit dauern, bis sich die ersten sp\u00fcrbaren Erleichterungen rund um die Talbr\u00fccke Rahmede einstellen werden. Bis dahin m\u00fcssen Anwohner, Betriebe und Mitarbeiter mit den aktuellen Zust\u00e4nden umgehen.<\/p>\n<p>Pr\u00e4sident Renfordt, weist nachdr\u00fccklich auf die wirtschaftlich schwierige Situation der betroffenen Betriebe hin \u2013 Rahmede darf nicht zum Verlust von Arbeitspl\u00e4tzen f\u00fchren! Vogel versichert, dass die Finanz- und Wirtschaftsexperten in der FDP\u00a0pr\u00fcfen, wie den Betrieben geholfen werden kann.<\/p>\n<p><strong>Verkehrschaos im \u201eEpi-Zentrum\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Wie chaotisch es teilweise zugeht, verdeutlicht Sabine Jungkurth. Die Unternehmerin ist Mitglied im Vorstand der Handwerkskammer und f\u00fchrt einen Betrieb mit 65 Besch\u00e4ftigten, der mitten im \u201eEpi-Zentrum\u201c zwischen Altena und L\u00fcdenscheid liegt.\u00a0\u201eDurch die Sperrung sind die Stra\u00dfen rund um die A45 t\u00e4glich komplett verstopft. Auf dem Weg zum Kunden haben wir teilweise doppelte Fahrzeiten&#8220;, macht Jungkurth klar. \u201eVon Termintreue kann man da \u00fcberhaupt nicht mehr sprechen.\u201c Dar\u00fcber\u00a0hinaus pendeln 70 Prozent der Besch\u00e4ftigten zu ihrem Arbeitsplatz und m\u00fcssen tagt\u00e4glich die Strapazen \u00fcber sich ergehen lassen.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcnf Stunden Fahrzeit f\u00fcr Berufssch\u00fcler<\/strong><\/p>\n<p>In eine \u00e4hnliche Kerbe schl\u00e4gt auch Michael Neuhaus. Der Vizepr\u00e4sident der Handwerkskammer S\u00fcdwestfalen vertritt die Arbeitnehmerseite und beschreit die teils katastrophale Situation f\u00fcr Berufssch\u00fcler. \u201eUns wurden Beispiele genannt von Sch\u00fclern,\u00a0die aus Kreuztal zur Berufsschule nach Dortmund m\u00fcssen\u201c, so der Anlagenmechaniker. \u201eDie m\u00fcssen jetzt mit Bus und Bahn anreisen und haben Gesamtfahrzeiten von bis zu f\u00fcnf Stunden und mehr.\u201c<\/p>\n<p>Eine Situation, die auf Dauer nicht akzeptabel ist. Das sieht auch Vogel so: \u201eBeschleunigung und Erleichterung sind oberste Pflicht. Wir brauchen hier dringend L\u00f6sungen.\u201c<\/p>\n<p>Konkrete Vorschl\u00e4ge dazu hat Hendrik Schmitt, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Handwerkskammer S\u00fcdwestfalen, bereits parat.\u00a0\u201eEine erste Ma\u00dfnahme w\u00e4re sofort umsetzbar und betrifft die Ausschreibung f\u00fcr den Neubau der Br\u00fccke\u201c, verdeutlicht der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Handwerkskammer S\u00fcdwestfalen. \u201eEs muss darauf geachtet werden, dass die kurze Bauzeit eine hohe\u00a0Priorit\u00e4t in der \u00f6ffentlichen Ausschreibung hat. Das sollte das entscheidende Zuschlagskriterium sein.\u201c<\/p>\n<p>Eine weitere Ma\u00dfnahme besch\u00e4ftigt sich mit der Verk\u00fcrzung von Planungsverfahren. Dazu w\u00e4ren weitere Beschlussfassungen und Gesetzes\u00e4nderungen n\u00f6tig.\u00a0\u201eEbenso lohnt sich ein Blick in unsere Nachbarl\u00e4nder. In den Niederlanden und in D\u00e4nemark werden Br\u00fccken viel schneller saniert oder aber neu gebaut\u201c, macht Schmitt deutlich.<\/p>\n<p><strong>Nachbarl\u00e4nder machen es Deutschland vor<\/strong><\/p>\n<p>\u201eMan muss es einmal klar benennen, wir bremsen uns selbst aus! Unsere Nachbarl\u00e4nder zeigen seit Jahren, dass es f\u00fcr Mensch, Klima und Natur besser geht.\u201c \u201eHier werden EU-Richtlinien zielgerichtet umgesetzt und es gibt ein aktives Umweltmanagement.\u00a0Da k\u00f6nnen auftretende Probleme deutlich z\u00fcgiger gel\u00f6st werden.\u201c\u00a0Wie und ob die Ma\u00dfnahmen umgesetzt werden k\u00f6nnen, gilt es nun zu pr\u00fcfen. Die Botschaft des Handwerks ist sonnenklar: Yes We Can!\u00a0\u201ePolitik und Verwaltung m\u00fcssen die Herausforderungen jetzt auch wirklich l\u00f6sen wollen\u201c, so Pr\u00e4sident Renfordt. \u201eDann und nur dann k\u00f6nnen wir die Zukunft in Deutschland gemeinsam erfolgreich gestalten.\u201c<\/p>\n<p>Text und Foto: <a href=\"https:\/\/www.hwk-swf.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Handwerkskammer S\u00fcdwestfalen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das s\u00fcdwestf\u00e4lische Handwerk fordert den schnellen Neubau der Talbr\u00fccke Rahmede auf der A45. Mit Johannes Vogel, dem Ersten Parlamentarischen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der FDP-Bundestagsfraktion, hat man dabei&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":27072,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[32,30,11],"tags":[],"class_list":["post-27071","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-infos","category-vermischtes","category-regionale-wirtschaft"],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/004_jochen_renfordt_WEB.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27071","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=27071"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27071\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27074,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27071\/revisions\/27074"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media\/27072"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=27071"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=27071"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=27071"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}