{"id":27061,"date":"2022-01-20T12:48:56","date_gmt":"2022-01-20T11:48:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=27061"},"modified":"2022-01-26T11:52:12","modified_gmt":"2022-01-26T10:52:12","slug":"regionale-metall-und-elektroindustrie-im-kreis-olpe-stabilisiert-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/regionale-metall-und-elektroindustrie-im-kreis-olpe-stabilisiert-sich\/","title":{"rendered":"Regionale Metall- und Elektroindustrie im Kreis Olpe stabilisiert sich"},"content":{"rendered":"<p>In den Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie der Region Olpe hat sich das Gesch\u00e4ftsklima wieder stabilisiert und liegt damit deutlich besser als im Schnitt Nordrhein-Westfalens. Dies ist das Ergebnis einer am Donnerstag in Olpe vorgelegten aktuellen Konjunkturumfrage der Fachgruppe Metall des Arbeitgeberverbandes Olpe zum Jahreswechsel 2021\/2022, an der Mitgliedsbetriebe mit insgesamt fast 7.500 Besch\u00e4ftigten und 420 Auszubildenden des Industriezweigs teilgenommen haben.<\/p>\n<p>Der Vorsitzende des Verbandes, Christopher Mennekes, bezeichnete das Ergebnis der Umfrage seines Verbandes als optimistischer als noch im Vorjahr. So sei man stolz darauf, dass sich die Besch\u00e4ftigungslage in den Betrieben als zunehmend stabil darstelle. Neben einem bereits bestehendem Besch\u00e4ftigungsaufbau ginge keines der befragten Unternehmen von Entlassungen, sondern ein Drittel sogar von zus\u00e4tzlichen Neueinstellungen aus. Insgesamt habe sich die Gesch\u00e4ftslage durchschnittlich auf einem befriedigenden und tlw. sogar guten Niveau eingependelt. Auch w\u00fcrden die Gesch\u00e4ftserwartungen f\u00fcr das n\u00e4chste Halbjahr weit \u00fcberwiegend als gleichbleibend bewertet. \u201eGetr\u00fcbt wird dieses Bild jedoch dadurch, dass trotzdem fast 20 Prozent der Befragten mit einer sich verschlechternden Auftragslage rechnen. Eine Verbesserung sieht niemand. Dies trifft insbesondere auch auf die Automobilzulieferindustrie zu. Nach dem schwachen und vom Halbleitermangel gepr\u00e4gten Jahr 2021 ist auch im Jahr 2022 kein nachhaltiger Aufschwung in Sicht. Nahezu 25 Prozent der hiesigen Unternehmen sehen auch eine Verschlechterung der Ertragslage auf sich zukommen\u201c. Vor diesem Hintergrund sei es erstaunlich, dass die geplante Investitionst\u00e4tigkeit sowohl im Ausland und mehr noch im Inland auf gleichem Niveau verharre, so Mennekes weiter. Er zweifele zumindest f\u00fcr die heimische Industrie daran, dass sie an den Wachstumsprognosen, die f\u00fcr das kommende Jahr knapp vier Prozent, nach nur 2 \u00bd Prozent in diesem Jahr einplanen, voll partizipieren k\u00f6nne.<\/p>\n<p>\u201eTrotzdem kann noch lange nicht von einer Normalisierung der Gesch\u00e4fte ausgegangen werden, so Mennekes. Die Pandemie und die derzeitigen &#8211; wohl noch weit ins Jahr 2022 reichenden &#8211; Lieferengp\u00e4sse und absurd hohen Rohstoff- und Energiepreise stellen derzeit hohe Anforderungen und zus\u00e4tzliche Kostenbelastungen an unsere Unternehmen.\u201c Daher ginge ein Viertel der Unternehmen davon aus, dass auch in den n\u00e4chsten sechs Monaten in ihren Betrieben mit Kurzarbeit zu rechnen sei.\u201c Ferner sei er dar\u00fcber besorgt, dass Deutschland bspw. im j\u00fcngsten Standort-Ranking der Familienunternehmen immer weiter abrutsche. Der Platz 17 sei bei 21 verglichenen Industriestaaten ein deutlicher Warnhinweis daf\u00fcr, dass man sich hierzulande dringend den gro\u00dfen Fragen dieser Zeit, als da seien, der Klimaschutz, die Digitalisierung und die demographische Entwicklung, verst\u00e4rkt widmen m\u00fcsse, so Mennekes abschlie\u00dfend.<\/p>\n<p>Der stellvertretende Vorsitzende des Verbandes, Christian Hermann, mahnt, dass Deutschland wettbewerbsf\u00e4higer werden m\u00fcsse. Nur so k\u00f6nne wirtschaftlicher Erfolg langfristig gesichert werden, der seinerseits f\u00fcr Wachstum und Wohlstand verantwortlich sei. Dieses Ziel und der Weg dahin sind bisher seitens der Regierung noch nicht klar genug erkennbar. Die notwendige Transformation wird nur mit einer absoluten Kraftanstrengung aller Beteiligten und einer wettbewerbsf\u00e4higen Wirtschaft und einer starken Industrie gelingen. Die Wirtschaft sei sich ihrer Verantwortung bewusst, aber der Weg in die Klimaneutralit\u00e4t darf insbesondere nicht durch neue Belastungen f\u00fcr die Unternehmen gef\u00e4hrdet werden. Damit die Chancen, die in der Transformation liegen, auch genutzt werden k\u00f6nnen, m\u00fcssten allerdings nun dringend die politischen Rahmenbedingungen geschaffen werden. \u201eWir brauchen Einstiegs- statt Ausstiegsdebatten, Technologieoffenheit und Innovationen und nicht immer neue Regulierungen oder Beschr\u00e4nkungen in unserem Land. Es werden klare Rahmenbedingungen, die den Unternehmen Planungssicherheit geben, und schl\u00fcssige Konzepte ben\u00f6tigt, die bspw. den Hochlauf der Ladeinfrastruktur ebenso wie den dringend notwendigen Ausbau der digitalen Netze sowie Investitionen in die teils marode Verkehrsinfrastruktur gew\u00e4hrleisten.\u201c Derzeit gehe dies viel zu schleppend voran und man erwarte von der Regierung verbindliche Festlegungen, wie Verwaltungs-, Planungs- und Genehmigungsverfahren deutlich beschleunigt werden sollen, so Hermann weiter.<\/p>\n<p>Neben diesen \u00fcbergeordneten Zielen m\u00fcsse in der Region nunmehr ein Hauptaugenmerk der<br \/>\nVerkehrskatastrophe im Zusammenhang mit der Sperrung der Rahmede-Br\u00fccke gewidmet werden. Hier m\u00fcssten schnellstens unb\u00fcrokratische L\u00f6sungen durch Politik und Verwaltung wahrgenommen werden, um den Schaden f\u00fcr die Region so klein wie m\u00f6glich zu halten. Dies k\u00f6nnten Optimierungen bei den Umleitungsstrecken, aber auch Einflussnahmen auf die zum Erhalt der Autobahn zust\u00e4ndigen Autobahngesellschaft sein, um den notwendigen Ersatzneubau durch zeitgleiche Verfahrensabl\u00e4ufe und den Verzicht auf ein Raumordnungsverfahren zu beschleunigen, so Hermann weiter.<\/p>\n<p>Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Arbeitgeberverbandes Olpe, Stephan Stracke, betonte mit Blick auf die Entwicklung in Nordrhein-Westfalen, der Produktionsindex in der M+E-Industrie NRW habe im 3. Quartal 2021 mit 93,6 um 6,6-Punkte unter dem Wert des Vergleichszeitraumes 2019 gelegen. In der gleichen Zeitspanne sei die Besch\u00e4ftigtenzahl um etwa 40.000 auf nunmehr 689.000 Personen gesunken. Allerdings scheine die Talsohle endg\u00fcltig durchschritten, wof\u00fcr auch spreche, dass die Zahl der offenen Stelle mit etwa 31.000 fast wieder das Niveau von Ende 2019 erreiche. Dies best\u00e4tigten auch die Arbeitslosenzahlen im Kreis Olpe, die im Dezember mit 2.699 Betroffenen (3,4 Prozent; Vorjahr 4,2 Prozent; NRW 6,7 Prozent; Bund 5,1 Prozent) schon wieder unter dem entsprechenden Niveau des Jahres 2017 l\u00e4gen. Gleichzeitig weise der Bestand an offenen Stellen mit 1.517 den zweith\u00f6chsten Wert nach dem Jahre 2018 aus, so Stracke weiter.<\/p>\n<p>Text: <a href=\"https:\/\/www.agv-olpe.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Arbeitgeberverband f\u00fcr den Kreis Olpe e.V<\/a>; Bild von Alex Freeman auf Pixabay<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie der Region Olpe hat sich das Gesch\u00e4ftsklima wieder stabilisiert und liegt damit deutlich besser als im Schnitt Nordrhein-Westfalens&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":27066,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[32,30,11],"tags":[],"class_list":["post-27061","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-infos","category-vermischtes","category-regionale-wirtschaft"],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/metalworking-1405852_Bild-von-Alex-Freeman-auf-Pixabay_WEB-.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27061","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=27061"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27061\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27168,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27061\/revisions\/27168"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media\/27066"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=27061"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=27061"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=27061"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}