{"id":27032,"date":"2022-01-18T11:54:42","date_gmt":"2022-01-18T10:54:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=27032"},"modified":"2022-01-18T11:54:42","modified_gmt":"2022-01-18T10:54:42","slug":"unternehmen-in-siegen-wittgenstein-blicken-verhalten-optimistisch-ins-neue-jahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/unternehmen-in-siegen-wittgenstein-blicken-verhalten-optimistisch-ins-neue-jahr\/","title":{"rendered":"Unternehmen in Siegen-Wittgenstein blicken verhalten optimistisch ins neue Jahr"},"content":{"rendered":"<p>Die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage des Verbandes der Siegerl\u00e4nder Metallindustriellen e.V. (VdSM), die traditionell am Ende eines Jahres durchgef\u00fchrt wird, machen es deutlich: Die Mitgliedsunternehmen des Verbandes sind \u201evorsichtig optimistisch\u201c.<\/p>\n<p>Im Vergleich zum Vorjahr beurteilen die Unternehmen die aktuelle Gesch\u00e4ftslage zwar deutlich besser, dennoch ist die Stimmung nicht ungetr\u00fcbt. W\u00e4hrend 39 Prozent der Befragten 2020 die Gesch\u00e4ftslage als \u201eschlecht\u201c angesehen hat, waren es diesmal lediglich zehn Prozent. 55 Prozent der Unternehmen bezeichnen ihre aktuelle Gesch\u00e4ftslage als \u201egut\u201c und 35 Prozent als \u201ebefriedigend\u201c.<\/p>\n<p>Ausschlaggebend f\u00fcr den vorsichtigen Optimismus sind die gegen\u00fcber dem Vorjahr eindeutig verbesserte Auftragslage sowie die trotz Industrie-Rezession und Corona stabile Lage bei Besch\u00e4ftigung und Ausbildung. \u201eWenngleich die gut gef\u00fcllten Auftragsb\u00fccher f\u00fcr Zuversicht sorgen, ist v\u00f6llig unsicher, ob die Ordereing\u00e4nge angesichts der unabsehbaren Auswirkungen von Pandemie und Lieferproblemen auch tats\u00e4chlich in Ums\u00e4tze umgesetzt werden k\u00f6nnen\u201c, sagt Dipl.-Kfm. Christian F. Kocherscheidt, Vorsitzender des Verbandes.<\/p>\n<p>Bei den Gesch\u00e4ftserwartungen f\u00fcr das 1. Halbjahr 2022 erwarten 75 Prozent der Unternehmen eine gleichbleibende Gesch\u00e4ftsentwicklung. 2020 lag dieser Wert noch bei 47 Prozent. 20 Prozent gehen von einer schlechteren Entwicklung aus. Auch hier lag der Vorjahreswert mit 41 Prozent deutlich h\u00f6her. Von einer besseren Gesch\u00e4ftsentwicklung gehen aber gerade einmal f\u00fcnf Prozent der befragten Unternehmen aus, w\u00e4hrend es 2020 noch 13 Prozent waren.<\/p>\n<p>Bei der Auftragslage aus In- und Ausland hat die Umfrage ein positiveres Bild ergeben: Antworteten 2020 bei der aktuellen Auftragslage der Inlandsorders noch 28 Prozent der Unternehmen mit \u201egut\u201c, sind es aktuell 65 Prozent und somit deutlich mehr als die H\u00e4lfte der Befragten. Gleiches gilt umgekehrt f\u00fcr die Einsch\u00e4tzung \u201eschlecht\u201c. 2020 haben hier 34 Prozent mit \u201eschlecht\u201c geantwortet, aktuell hat sich der Wert auf zehn Prozent verringert.<\/p>\n<p>Bei der aktuellen Auftragslage im Export sieht es \u00e4hnlich aus. W\u00e4hrend 2020 noch 56 Prozent von einer \u201eschlechten\u201c Entwicklung sprachen, sind es diesmal nur noch elf Prozent. Von einer \u201eguten\u201c oder \u201ebefriedigenden\u201c Auftragslage sind 2020 noch etwa 45 Prozent ausgegangen, heute sind es 90 Prozent.<\/p>\n<p>Die bislang genannten Indikatoren wirken sich auch auf die aktuelle Ertragslage und die Erwartungshaltung der Unternehmen f\u00fcr 2022 aus. Die Ertragslage ist bei 35 Prozent der Unternehmen nach eigenen Angaben \u201egut\u201c. Dieser Wert ist im Vergleich zu 2020 (22 Prozent) gestiegen. Die Bewertung \u201ebefriedigend\u201c ist von 35 Prozent der Unternehmen angegeben worden und ist damit gegen\u00fcber 2020 (31 Prozent) auf einem \u00e4hnlichen Niveau geblieben. Eine schlechte Ertragslage gaben nur noch 30 Prozent (2020: 47 Prozent) an.<\/p>\n<p>\u201eRichten wir den Blick auf die Ertragserwartungen f\u00fcr die n\u00e4chsten sechs Monate, sind die Mehrzahl der Unternehmen nur in geringem Ma\u00dfe optimistisch gestimmt\u201c, bemerkt Dr. Thorsten Doublet, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des VdSM. Hier gaben zwar 25 Prozent der Unternehmen eine Verbesserung an (2020: 16 Prozent), aber nur noch 35 Prozent \u201egleichbleibend\u201c. 2020 lag dieser Wert noch bei 44 Prozent. Die Bewertung von \u201eschlechter\u201c ist von 41 Prozent 2020 auf jetzt 40 Prozent nahezu identisch mit den Vorjahreswerten.<\/p>\n<p>Beim Blick auf die Besch\u00e4ftigungslage hat die Konjunkturumfrage ergeben, dass 65 Prozent der Unternehmen im 1. Halbjahr 2022 keine personellen Ver\u00e4nderungen vornehmen wollen. 35 Prozent planen mit Neueinstellungen, f\u00fcnf Prozent hingegen mit Personalabbau. Mit Kurzarbeit in den n\u00e4chsten sechs Monaten rechnen f\u00fcnf Prozent, mit Mehrarbeit ebenfalls f\u00fcnf Prozent.<\/p>\n<p>Bei den Ausbildungspl\u00e4tzen wollen 85 Prozent der Unternehmen ihr Ausbildungsangebot auch 2022 unver\u00e4ndert halten. 15 Prozent planen zus\u00e4tzliche Ausbildungspl\u00e4tze. Das ist im Vergleich zu den Ergebnissen der letzten Umfrage ein Anstieg um neun Prozentpunkte. Kein Unternehmen gab an die Ausbildungspl\u00e4tze zu reduzieren, 2020 nannten dies immerhin noch 25 Prozent der Befragten.<\/p>\n<p>Im Vergleich zur letzten Umfrage haben sich die Angaben zu den Investitionen im In- und Ausland ins Positive ver\u00e4ndert. 2020 sind gerade einmal 16 Prozent der Unternehmen von einer Steigerung ausgegangen, heute sind es 25 Prozent. Von gleichbleibenden Investitionen gingen damals 44 Prozent aus, aktuell sind es 55 Prozent. Die Investitionen zur\u00fcckschrauben wollen aktuell nur noch 20 Prozent, im Vorjahr waren es immerhin noch 41 Prozent.<\/p>\n<p>Bei den Investitionen im Ausland sieht es \u00e4hnlich aus, indem die Bereitschaft zu investieren \u2013 im Vergleich zur Umfrage des letzten Jahres \u2013 etwas gestiegen ist. 33 Prozent gehen von einer Steigerung aus, w\u00e4hrend 2020 gerade einmal 17 Prozent diese Ansicht vertraten. Eine gleichbleibende Investitionsbereitschaft beim Export haben aktuell 47 Prozent, im Vorjahr waren es immerhin noch 67 Prozent.<\/p>\n<p>\u201eUnsere aktuelle Umfrage macht deutlich, dass sich die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in Siegen-Wittgenstein zwar von dem \u201eCorona-Crash\u201c 2020 erholt haben, dennoch aber aufgrund der Situation noch unsicher sind\u201c, betont Dipl.-Kfm. Christian F. Kocherscheidt. So hat sich die Auftragslage nach 2019 und 2020 zwar wesentlich gebessert, trotzdem sind das unruhige Umfeld und der umk\u00e4mpfte Markt im Ergebnis sp\u00fcrbar. Weiterhin nicht unerw\u00e4hnt bleiben sollte, dass die Besch\u00e4ftigungslage dank staatlicher Unterst\u00fctzung, wie Kurzarbeit, stabil gehalten werden konnte. Es bleibt allerdings abzuwarten, wie sich k\u00fcnftige Corona-Wellen auf die Auftrags- und Besch\u00e4ftigungslage auswirken werden. \u201eVom Erreichen des Vorkrisen-Niveaus sind die Unternehmen in Siegen-Wittgenstein allerdings noch ein St\u00fcck weit entfernt\u201c, erg\u00e4nzt Dr. Thorsten Doublet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage des Verbandes der Siegerl\u00e4nder Metallindustriellen e.V. 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