{"id":2702,"date":"2015-09-07T11:29:08","date_gmt":"2015-09-07T09:29:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=2702"},"modified":"2015-09-07T11:29:08","modified_gmt":"2015-09-07T09:29:08","slug":"chancen-und-risiken-im-exportgeschaeft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/chancen-und-risiken-im-exportgeschaeft\/","title":{"rendered":"Chancen und Risiken im Exportgesch\u00e4ft"},"content":{"rendered":"<p>\u201eKriegerische Auseinandersetzungen stehen in zahlreichen Staaten auf der Tagesordnung. Trotz der damit verbundenen politischen Unw\u00e4gbarkeiten sieht die heimische Industrie im Export erfreulicherweise weiterhin mehr Chancen als Risiken. Mehr als 40 Prozent der befragten Betriebe erwarten in den kommenden Monaten steigende Auslandsums\u00e4tze\u201c, fasst IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Klaus Gr\u00e4bener die wichtigste Erkenntnis einer aktuellen Export-Umfrage zusammen, an der sich knapp 120 Firmen beteiligten, die weit \u00fcberwiegend der heimischen Industrie zuzurechnen sind. \u201eDie Hauptrisiken beim Export sieht knapp die H\u00e4lfte der Industrieunternehmen in sinkenden Auftr\u00e4gen aus Russland und der Ukraine. Die trotz der vereinbarten Waffenruhe kriegs\u00e4hnlichen Zust\u00e4nde in der Ukraine sowie die starken Spannungen zwischen Russland und \u201adem Westen\u2019 wirken sich besonders negativ auf regionale Unternehmen aus\u201c, betont Gr\u00e4bener. Nicht jedes Unternehmen sei dabei durch unmittelbare Exporte betroffen. Auch die mittelbaren Gesch\u00e4fte von Kunden im Inland, die aufgrund der Russland\/Ukraine-Krise weniger Vorprodukte bestellten, \u201eschl\u00fcgen ins Kontor\u201c. Ein Viertel der befragten Industrieunternehmen exportiert direkt in diese Region. Mit zwei Dritteln erwartet der Gro\u00dfteil davon in den kommenden Monaten sinkende Exporte nach Russland und in die Ukraine.<\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Entwicklung in China verfolgten mehr als ein Viertel der Industriebetriebe mit Sorge. \u201eAllerdings sieht trotz der j\u00fcngsten Turbulenzen an den chinesischen B\u00f6rsen auch knapp ein F\u00fcnftel dort weiterhin Exportchancen. Eintr\u00fcbungen werden im Reich der Mitte \u2013 wenn \u00fcberhaupt \u2013 nur auf hohem Niveau gesehen\u201c, erg\u00e4nzt IHK-Referatsleiter Stephan J\u00e4ger, der die Umfrage durchf\u00fchrte. 29 Prozent der befragten Industrieunternehmen exportierten nach China. \u00dcber 40 Prozent davon setzten auf steigende Gesch\u00e4fte, nur ein Viertel bef\u00fcrchte diesbez\u00fcglich Einbu\u00dfen.<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dften Exportchancen werden auf der anderen Seite mit 41 Prozent der Industriebetriebe in den Kernl\u00e4ndern der EU gesehen. Bei der Vielzahl der internationalen Turbulenzen stellt Kerneuropa einen \u201esicheren Hafen\u201c f\u00fcr die heimischen Unternehmen dar. Zudem zeigen die j\u00fcngsten Wirtschaftsreformen dort positive Wirkungen. Ein Drittel der direkt in die EU-15 exportierenden Firmen erwarten diesbez\u00fcglich steigende Auslandsums\u00e4tze. J\u00e4ger: \u201eDie Griechenland-Krise spielt dabei keine Rolle: Nur 13 Prozent der Industrieunternehmen sehen hier ein Risiko. Nur f\u00fcr jeden sechsten Betrieb sind Exporte dahin auch \u00fcberhaupt relevant.\u201c<\/p>\n<p>Ein Drittel der Industrieunternehmen erwartet wachsende Impulse durch das Exportgesch\u00e4ft in Nordamerika. Ein Gro\u00dfteil der direkt dorthin verkaufenden Betriebe setzt auf steigende Gesch\u00e4fte. Chancen verbinden 18 Prozent der Industriefirmen mit Blick auf die neuen EU-L\u00e4nder seit 2004 bzw. 2007 (Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Zypern, Bulgarien und Rum\u00e4nien).<\/p>\n<p>Durch das neue Atomabkommen mit dem Iran erhofft sich rund jeder achte Industriebetrieb wachsende Exportchancen. Klaus Gr\u00e4bener: \u201eViele Unternehmen in der Region haben noch gute Gesch\u00e4ftskontakte in den Iran, die sie bei Wegfall der Wirtschaftssanktionen reaktivieren k\u00f6nnten. Ein Engagement dort setzt jedoch zudem ein funktionierendes Bankensystem voraus.\u201c Aufgrund der Sanktionen sind die Exporte bis dato entweder ganz unterbunden oder lohnen sich durch den gestiegenen b\u00fcrokratischen Aufwand einfach nicht. Die Mehrheit von 61 Prozent der Industrieunternehmen geben die f\u00fcnfzehn Kernl\u00e4nder der EU als Zielregion ihrer Exporte an. Auf dem zweiten Platz stehen mit einem Anteil von 31 Prozent die neuen EU-L\u00e4nder seit 2004\/2007. Es folgen Nordamerika (30 Prozent), China (29 Prozent), Asien ohne China (28 Prozent), S\u00fcdosteuropa (ohne EU-L\u00e4nder) inkl. der T\u00fcrkei (27 Prozent) sowie Russland bzw. Ukraine (25 Prozent). Aber auch nach S\u00fcdamerika (22 Prozent), in den Nahen Osten und nach Afrika (21 Prozent) exportiert eine ganz Reihe von Industriebetrieben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eKriegerische Auseinandersetzungen stehen in zahlreichen Staaten auf der Tagesordnung. 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