{"id":26110,"date":"2021-11-15T08:30:08","date_gmt":"2021-11-15T07:30:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=26110"},"modified":"2021-11-15T08:36:29","modified_gmt":"2021-11-15T07:36:29","slug":"126-module-rohbau-am-stilling-anbau-noch-vor-weihnachten-fertig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/126-module-rohbau-am-stilling-anbau-noch-vor-weihnachten-fertig\/","title":{"rendered":"126 Module: Rohbau am &#8222;Stilling&#8220;-Anbau noch vor Weihnachten fertig"},"content":{"rendered":"<p>Pr\u00e4zisionsarbeit in schwindelnder H\u00f6he: An der Gro\u00dfbaustelle am Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen sind derzeit jede Menge Handwerker und ein 700-Tonnen-Kran im Einsatz. Mit dem Aufsetzen der bis zu 27 Tonnen schweren Baumodule ist nun eine entscheidende Phase auf der Gro\u00dfbaustelle angelaufen. Am Freitag wurde das Projekt vorgestellt.<\/p>\n<p>Millimetergenau werden 126 einzelne Raummodule auf- und nebeneinander positioniert. So w\u00e4chst innerhalb nur weniger Wochen der geb\u00e4udehohe Anbau an der Siegener Wichernstra\u00dfe gen Himmel. Noch vor Weihnachten wird er seine finale H\u00f6he von fast 40 Metern H\u00f6he erreichen. Der neue Geb\u00e4udeteil ist kr\u00f6nender Abschluss einer Reihe wegweisender Bauma\u00dfnahmen, mit denen sich das Diakonie Klinikum als das \u00fcberregionale Notfallkrankenhaus im Dreil\u00e4ndereck Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz nicht nur medizinisch, sondern auch technisch und baulich f\u00fcr die kommenden Jahre und Jahrzehnte in jeder Hinsicht modern und zukunftsf\u00e4hig aufstellt.Rund 35 Millionen Euro investiert die Diakonie in S\u00fcdwestfalen alleine in den zw\u00f6lfst\u00f6ckigen Anbau, der im Sommer 2022 bezugsfertig sein wird. Der z\u00fcgig fortschreitende Rohbau wurde am Freitag bei einem Pressetermin der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt.<\/p>\n<p>Das Diakonie Klinikum hat f\u00fcr die Menschen in der Region und dar\u00fcber hinaus einen besonderen Versorgungsauftrag. Als das ausgewiesene Haus der Notfallversorgung im Dreil\u00e4ndereck samt \u00fcberregionalem Traumazentrum garantiert es an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr eine umfassende medizinische Versorgung auf h\u00f6chstem Niveau. \u201eDas Krankenhaus platzt derzeit aus allen N\u00e4hten. Mit dem Anbau k\u00f6nnen wir die beengte Situation deutlich entzerren. Davon profitieren nicht nur die Patienten, sondern auch unsere Mitarbeitenden, die im Moment jeden Quadratmeter ausnutzen\u201c, erl\u00e4uterte Dr. Josef Rosenbauer, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Diakonie in S\u00fcdwestfalen, die Beweggr\u00fcnde f\u00fcr den Anbau. \u201eBesonders beeindruckt mich der z\u00fcgige Fortschritt auf der Baustelle. Im Fr\u00fchjahr dieses Jahres sind die Arbeiten gestartet und wir planen, den Anbau schon im kommenden Sommer zu er\u00f6ffnen. Das w\u00e4re nicht m\u00f6glich ohne die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten\u201c, betonte Karl Fleschenberg, Vorsitzender des Verwaltungsrats der Diakonie in S\u00fcdwestfalen. Siegens B\u00fcrgermeister Steffen Mues zeigte sich beeindruckt von den Bauarbeiten: \u201eEs ist bemerkenswert, was sich in den vergangenen Jahren im Ev. Jung-Stilling- Krankenhaus getan hat. Fast 12 000 Quadratmeter mehr Fl\u00e4che wird die Klinik zur Verf\u00fcgung haben \u2013 ein gro\u00dfer Zugewinn f\u00fcr das Krankenhaus, aber ein ebenso gro\u00dfer Gewinn f\u00fcr Siegen und die ganze Region.\u201c Einen Segen f\u00fcr das Projekt sprach Krankenhausseelsorgerin Christiane Weis-Fersterra: \u201eIch w\u00fcnsche den Beteiligten Optimismus, Gottvertrauen und den n\u00f6tigen Weitblick, um weiterhin die richtigen Entscheidungen zu treffen.\u201c<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzliche R\u00e4ume f\u00fcr die Medizin und deutlich mehr Zweibett- und Familienzimmer: Dank 11 600 Quadratmetern Fl\u00e4che im Anbau profitieren Patienten, Mitarbeiter und Besucher von mehr Platz und Komfort. Damit legt das Diakonie Klinikum einen weiteren Grundstein, um als \u00fcberregionales Notfallkrankenhaus neben Medizin und Pflege auf Spitzenniveau auch baulich optimale Bedingungen bieten zu k\u00f6nnen. Da jede Etage 1000 Quadratmeter hinzugewinnt, kann die derzeit in Teilen beengte Raumsituation entzerrt werden. Und mehr noch: Der zus\u00e4tzliche Platz macht es m\u00f6glich, den Bestand auch im \u201eAltbau\u201c weiter zu sanieren. Unter anderem entstehen aus Drei- und Vierbettzimmern ohne eigenes WC und Dusche ger\u00e4umige Zweibettzimmer mit angeschlossenem Bad. Insbesondere profitiert die Geburtshilfe und Pr\u00e4natalmedizin. Im vierten Obergeschoss erh\u00e4lt das Mutter-Kind-Zentrum deutlich mehr Platz und zus\u00e4tzliche Familienzimmer. Komplett neue R\u00e4umlichkeiten mit modernster medizinischer Ausstattung gibt es auch f\u00fcr die Endoskopie, die Intensivstation und die Palliativstation.<\/p>\n<p>Mit dem Aufsetzen der bis zu 16,5 Metern langen, 4,45 Metern breiten und 3,5 Metern hohen Module wird auch die Raumaufteilung in den oberen Etagen langsam sichtbar: Die Ebenen 1 bis 8 sind den medizinischen Fachabteilungen vorbehalten. Dort ziehen Endoskopie, Intensivstation, Chirurgie, Geburtshilfe und Pr\u00e4natalmedizin, Innere Medizin, Palliativstation und neurologische Geriatrie ein. Im Erdgeschoss sind R\u00e4ume f\u00fcr das zentrale Patientenmanagement und die Aufnahmeuntersuchungen geplant. Die Untergeschosse (-1 bis -3) beziehen K\u00fcche und Materialwirtschaft. Diese Bereiche profitieren von kurzen Wegen zur gemeinsamen Warenannahme. Auch Umkleide- und Lagerr\u00e4ume finden hier ab dem kommenden Sommer Platz. In diesem Zuge wird auch die Geb\u00e4udesicherheit optimiert. Durch den Umbau des alten Entsorgungsaufzuges zu einem modernen Feuerwehr-Aufzug k\u00f6nnen die Einsatzkr\u00e4fte im Ernstfall schnell an Einsatzorte in den oberen Etagen gelangen.<\/p>\n<p>Rund eineinhalb Jahren Bauzeit sind f\u00fcr den neuen Trakt in Richtung Wichernstra\u00dfe eingeplant. Begonnen haben die Tief- und Massivbauarbeiten Anfang M\u00e4rz 2021, im Oktober 2021 wurde der Rohbau der unteren f\u00fcnf Geschosse fertiggestellt. Noch vor Weihnachten finden die finalen Module ihren Platz und der Innenausbau kann starten. Im Sommer 2022 finden die Bauarbeiten ihren Abschluss \u2013 p\u00fcnktlich zum 75-j\u00e4hrigen Bestehen des Krankenhauses, das im kommenden Jahr unter anderem mit einem \u201eTag der offenen T\u00fcr\u201c im dann um einen Bauteil erweiterten Klinikum geb\u00fchrend gefeiert werden soll. Gleichzeitig ist damit auch die abschlie\u00dfende und gr\u00f6\u00dfte Bauma\u00dfnahme des 2015 von den Gremien der Diakonie in S\u00fcdwestfalen beschlossenen \u201eF\u00fcnf-Stufen-Plans\u201c, mit dem das Krankenhaus schrittweise auf den neuesten Stand gebracht wird, realisiert.<\/p>\n<p>Seit f\u00fcnf Jahren wird das Ev. Jung-Stilling-Krankenhaus, das seit 1966 auf dem Rosterberg ans\u00e4ssig ist, stetig modernisiert und erweitert. Die Gesamtkosten der An-, Um- und Ausbauten sowie Neuanschaffungen betragen mehr als 80 Millionen Euro. Zuerst umgesetzt wurde ein dreigeschossiger Anbau Richtung Norden inklusive zweier Hybrid-Operationss\u00e4le. Darauf folgten die f\u00fcnfst\u00f6ckige Aufstockung auf dem ehemaligen Hubschrauberlandedeck sowie der Bau des neuen Landedecks nebst Hangar auf dem Dach der Klinik. Auch im Inneren des \u201eStilling\u201c wurden bereits Modernisierungsarbeiten durchgef\u00fchrt, zum Beispiel wurde eine neue Intermediate-Care-Station (IMC) eingerichtet.<\/p>\n<div class=\"news-single-backlink\">Bilder und Info: <a href=\"https:\/\/www.diakonie-sw.de\/start-diakonie-in-suedwestfalen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Diakonie in S\u00fcdwestfalen<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pr\u00e4zisionsarbeit in schwindelnder H\u00f6he: An der Gro\u00dfbaustelle am Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen sind derzeit jede Menge Handwerker und ein 700-Tonnen-Kran im Einsatz. 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