{"id":258,"date":"2011-12-19T14:15:42","date_gmt":"2011-12-19T13:15:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=258"},"modified":"2011-12-19T14:20:31","modified_gmt":"2011-12-19T13:20:31","slug":"2011-war-ein-gutes-jahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/2011-war-ein-gutes-jahr\/","title":{"rendered":"2011 war ein gutes Jahr"},"content":{"rendered":"<div>\n<div id=\"attachment_260\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/geschaeftslage2011.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-260\" class=\"size-full wp-image-260\" title=\"Gesch\u00e4ftslage 2011\" src=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/geschaeftslage2011.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"172\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-260\" class=\"wp-caption-text\">Gesch\u00e4ftslage in der M+E-Industrie in Siegen-Wittgenstein Ende 2011<\/p><\/div>\n<p>Siegen, 19. Dezember 2011. 2011 war f\u00fcr die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in Siegen-Wittgenstein alles in allem ein gutes Jahr. Die Auftragslage hat sich auf einem hohen Niveau entwickelt, die Produktionsauslastung war insgesamt gut und die Besch\u00e4ftigungssituation stabil. F\u00fcr 2012 sind die Unternehmen allerdings hinsichtlich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung deutlich skeptischer. Das sind die wesentlichen Ergebnisse der diesj\u00e4hrigen Konjunkturumfrage des VdSM Verband der Siegerl\u00e4nder Metallindustriellen e.V., an der sich 34 Unternehmen mit rund 11.000 Besch\u00e4ftigten beteiligten.<\/p>\n<p>\u201eWir sind mit der wirtschaftlichen Gesamtbilanz in diesem Jahr ganz zufrieden. F\u00fcr Euphorie besteht allerdings keinerlei Anlass. Immerhin gibt es nach wie vor Unternehmen in Siegen-Wittgenstein, die von der konjunkturellen Erholung bislang noch nicht profitieren konnten. Auch das Thema Kurzarbeit steht in einer Reihe von Betrieben immer noch auf der Tagesordnung\u201c, erl\u00e4uterte VdSM-Vorsitzender Dipl.-Ing. J\u00f6rg Dienenthal. Dennoch fiel sein Fazit insgesamt positiv aus. \u201eUnsere Unternehmen haben f\u00fcr mehr Besch\u00e4ftigung in der Region gesorgt. Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt war gut. Gleiches gilt auch f\u00fcr die Ausbildung. Die Unternehmen haben ihre Ausbildungsanstrengungen noch einmal gesteigert. Das ist angesichts der r\u00fcckl\u00e4ufigen Bev\u00f6lkerungszahlen in den kommenden Jahren auch schon ein St\u00fcck weit Zukunftsvorsorge\u201c, so J\u00f6rg Dienenthal weiter.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Vorsitzender J\u00f6rg Dienenthal und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Joachim Schmidt-Classen erl\u00e4uterten der Presse die Ergebnisse der VdSM-Konjunkturumfrage 2011.\" src=\"http:\/\/www.arbeitgeberverbaende.de\/images\/stories\/pk-vdsm-2011.jpg\" alt=\"Vorsitzender J\u00f6rg Dienenthal und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Joachim Schmidt-Classen erl\u00e4uterten der Presse die Ergebnisse der VdSM-Konjunkturumfrage 2011.\" width=\"300\" height=\"200\" \/>F\u00fcr 2012 h\u00e4tten die Unternehmen allerdings ihre wirtschaftlichen Erwartungen zur\u00fcckgeschraubt. \u201eWir erwarten zwar keinen konjunkturellen Einbruch, aber viele Unternehmen rechnen doch mit einer deutlichen Abk\u00fchlung.\u201c Als Gr\u00fcnde daf\u00fcr verwies der VdSM-Vorsitzende vor allem auf die Auswirkungen der Euro-Krise und die Folgen der Staatsverschuldungen auf das internationale Finanzsystem.<\/p>\n<p>VdSM-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Joachim Schmidt-Classen erl\u00e4uterte anschlie\u00dfend die wesentlichen Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage. So hat sich die Auftragslage der Metall- und Elektrounternehmen in Siegen-Wittgenstein 2011 auf einem guten Niveau entwickelt. Im Vergleich zu 2010 gaben rund 73,5 Prozent (2010: 72 Prozent) der Unternehmen einen guten oder befriedigenden Auftragseingang aus dem Inland an. Bei den Auslandsauftr\u00e4gen lag dieser Wert mit rund 82 Prozent (2010: 71,5 Prozent) noch etwas h\u00f6her. Entsprechend hoch fiel 2011 die Produktionsauslastung aus. \u00dcber 90 Prozent der Unternehmen gaben hier eine gute bzw. befriedigende Wertung ab. Lediglich knapp 9 Prozent beklagten eine schlechte Auslastung. 2009 lag dieser Wert noch bei 48 Prozent, 2010 bei 22 Prozent.<\/p>\n<p>\u201eVor dem Hintergrund einer guten Auftragslage und der hohen Produktionsauslastung hat sich auch die Besch\u00e4ftigungssituation in den Unternehmen weiter stabilisiert\u201c, so Joachim Schmidt-Classen. Rund 61 Prozent der Unternehmen gaben an, dass sie ihre Belegschaftsst\u00e4rke in 2011 unver\u00e4ndert gehalten haben, knapp 20 Prozent meldeten eine Zunahme, 11 Prozent eine Personalreduzierung. Rund 8 Prozent setzten Kurzarbeit ein.<\/p>\n<p>Auch die Ertragslage hat sich 2011 in vielen Unternehmen verbessert. Rund 76 Prozent der Betriebe meldeten eine gute bzw. befriedigende Ertragslage. 2010 waren es noch 54 Prozent. F\u00fcr das kommende Jahr erwarten allerdings nur noch 34 Prozent der Unternehmen eine Verbesserung ihrer Ertragssituation. 2010 lag dieser Wert noch bei 46 Prozent. Knapp 9 Prozent rechen mit gleichbleibend guten Ertr\u00e4gen. Das ist ein deutlicher R\u00fcckgang gegen\u00fcber 2010 mit 24 Prozent. Immerhin 40 Prozent der Unternehmen gehen inzwischen von einer schlechteren Ertragsentwicklung aus. 2010 waren das lediglich 10 Prozent.<\/p>\n<p>\u201eInsgesamt bewerten fast 30 Prozent der Unternehmen ihre aktuelle Gesch\u00e4ftslage als gut. 2010 waren das nur 16 Prozent.\u201c Eine befriedigende Wertung gaben knapp 53 Prozent (2010: 62 Prozent) ab. Eine schlechte Gesch\u00e4ftslage meldeten lediglich knapp 18 Prozent. 2009 lag dieser Wert noch bei 56 Prozent und 2010 bei 22 Prozent.<\/p>\n<p>\u201eF\u00fcr das kommende Jahr 2012 sind die Unternehmen allerding bez\u00fcglich ihrer Erwartungen deutlich zur\u00fcckhaltender\u201c, erl\u00e4uterte der VdSM-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer weiter. Nur noch 14 Prozent rechnen mit einer weiteren Verbesserung. Gleichbleibend gut gaben knapp 23 Prozent an und gleichbleibend schlecht 25,71 Prozent. Mit einer schlechteren Gesch\u00e4ftsentwicklung rechnen \u00fcber 37 Prozent. 2010 waren das nur 10 Prozent.<\/p>\n<p>Trotz der deutlich eingetr\u00fcbten Erwartungen sagen \u00fcber 70 Prozent der Unternehmen, dass sie ihre Belegschaftsst\u00e4rke auch in 2012 halten wollen. Das ist gegen\u00fcber 2010 nochmals eine Steigerung um fast 3 Prozent. 2009 lag dieser Wert noch bei 39 Prozent. Neueinstellungen planen mit 13 Prozent nur rund ein Prozent weniger als 2010 (14,8 Prozent). Mit einem Personalabbau rechnen knapp 8 Prozent. 2010 hatten knapp 6 Prozent diese Erwartung. 8 Prozent rechnen mit Kurzarbeit (2010: 11 Prozent).<\/p>\n<p>Auch die Ausbildungsbereitschaft ist nach wie vor sehr hoch in den Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in Siegen-Wittgenstein. 60 Prozent der Betriebe bildeten 2011 auf gleichem Personalniveau aus wie 2010. Knapp 18 Prozent stellten zus\u00e4tzliche Ausbildungspl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung (2010: 10 Prozent). 22 Prozent verringerten ihre Ausbildungsleistung.<\/p>\n<p>Knapp 30 Prozent der Unternehmen rechnen in 2012 mit einer sinkenden Produktionsauslastung. Das sind rund 10 Prozent mehr als 2010. Diese Angaben korrespondieren mit den Aussagen zur erwarteten Gesch\u00e4ftsentwicklung. Nur noch rund 21 Prozent rechnen mit einer steigenden Produktion. 2010 lag dieser Wert noch bei 36 Prozent. Dennoch wollen 2012 mehr Unternehmen investieren als 2011. Rund 31 Prozent gaben eine entsprechende Steigerung an (2010: 19,5 Prozent). Demgegen\u00fcber sagten nur noch 11 Prozent, dass sie 2012 keine Investitionen vornehmen werden. Dieser Wert lag in der letzten Umfrage noch bei 17 Prozent.<\/p>\n<p>Mit steigenden Produktpreisen kalkulieren nur noch knapp 23 Prozent der Unternehmen. 2010 waren es noch fast 31 Prozent. 37 Prozent rechnen hingegen mit sinkenden Preisen. Dies ist eine Zunahme von fast 11 Prozent im Vergleich zu den Angaben von 2010.<\/p>\n<p>Auch im kommenden Jahr wird Kurzarbeit ein Thema bleiben in der Region. Immerhin 13 Prozent der Unternehmen rechnen mit einer Zunahme. 2010 lag dieser Wert bei Null.<\/p>\n<p>In Hinblick auf die 2012 anstehende Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie, bei der es auch um die Forderung der IG Metall nach einer unbefristeten \u00dcbernahme von Ausgebildeten geht, hat der VdSM in diesem Jahr seine Mitgliedsunternehmen auch nach ihrem Ausbildungsverhalten befragt. Danach bilden rund 33 Prozent der Unternehmen \u00fcber den eigenen Bedarf hinaus junge Menschen in qualifizierten Facharbeiterberufen aus.<\/p>\n<p>\u201eDas hat nicht nur etwas zu tun mit unternehmerischer Zukunftsvorsorge, sondern auch zu einem gro\u00dfen Teil mit gesellschaftlicher Verantwortung. Wir waren und sind nach wie vor der Auffassung, dass eine qualifizierte Berufsausbildung f\u00fcr junge Menschen auch ohne eine Besch\u00e4ftigungsgarantie allemal besser ist, als \u00fcberhaupt keine Ausbildung\u201c, macht Joachim Schmidt-Classen deutlich. Deshalb k\u00f6nne man auch die Forderung der Gewerkschaft nach einer unbefristeten \u00dcbernahmegarantie nicht nachvollziehen. \u201eEine solche Regelung w\u00fcrde mit einem Schlag der Ausbildung \u00fcber den eigenen betrieblichen Bedarf hinaus in vielen Unternehmen ein Ende setzten. Das best\u00e4tigt auch unsere Umfrage.\u201c Danach s\u00e4hen sich fast 83 Prozent der Unternehmen im Fall einer verbindlichen \u00dcbernahmeverpflichtung dazu gezwungen, ihre Ausbildungsleistungen einschr\u00e4nken.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Siegen, 19. Dezember 2011. 2011 war f\u00fcr die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in Siegen-Wittgenstein alles in allem ein gutes Jahr. 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